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sommerekzem.jpg Bei der 6. DGVD-Tagung in Bremen stellte Prof. Leibold, TiHo Hannover, einen neuen diagnostischen Test bei Pferden mit `Sommerekzem` vor. Etwa 80% der im frühen Alter positiv getesteten Kandidaten (klinisch unauffällig) entwickelten in den folgenden Jahren die typischen klinischen Symptome. Damit könnte diese Untersuchungsmethode auch bei Ankaufsuntersuchungen wertvoller Tiere häufig betroffener Rassen von Bedeutung werden.

Das Sommerekzem des Pferdes gilt als Typ I-Allergie nach Coombs und Gell. Auslösende Allergene sind v.a. Proteine aus dem Speichel von Culicoides spp.. Obwohl regional unterschiedliche Culicoides-Arten vorkommen, sind die auslösenden Allergene vermutlich weitgehend identisch und die Reaktion bei den betroffenen Pferden ebenfalls.
Die klinischen Symptome des Sommerekzems treten i.d.R. parallel mit der Flugzeit von Culicoides spp. auf, setzen also mit Beginn der warmen Jahreszeit ein. Ein Grund, daß betroffene Pferde nicht selten in der kalten Jahreszeit, wenn sie symptomfrei sind, verkauft werden...
Der von der Arbeitsgruppe Immunologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover entwickelte Funktionelle Invitrotest (FIT) basiert auf einem funktionellen Nachweis der allergenspezifischen IgE und IgG-Antikörper, die an die entsprechenden Rezeptoren auf den basophilen Granulozyten gebunden sind. Nur diese sind klinisch relevant, nicht die im Blut zirkulierenden. Somit kann der Sensibilisierungsgrad des jeweiligen Pferdes gegen Culicoides-Allergene quantitativ und qualitativ ermittelt werden. Der Test ist auch in der symptomfreien Jahreszeit bei erkrankten Tieren möglich und aussagekräftig und erlaubt möglicherweise auch Aussagen über das Risiko einer späteren klinischen Erkrankung bei Jungtieren.
Zur Testdurchführung werden 10-30 ml EDTA-Blut benötigt, das spätestens 24 Stunden nach Entnahme untersucht sein sollte.
Quelle: Leibold, W. `Dermatologie Pferd: Allergiediagnostik` in Proceedings der 6. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Veterinärdermatologie vom 27.-29. Juni 2003 in Bremen, S. 47-48
Foto: www.equidozon.com/IM000471b.JPG


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PFERDEPRAXIS

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