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Neues zum Katarakt beim Bichon Frise
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Seit Mitte der siebziger Jahre werden Katarakte beim Bichon Frise zunehmend häufiger diagnostiziert. In einer multizentrischen Studie wurden insgesamt etwa 10000 Hunde dieser Rasse untersucht, 391 mit Katarakten, um klinische Charakteristika dieser möglicherweise hereditären Veränderung zu bestimmen. Auch andere gleichzeitig auftretende prä- und postoperativ auftretende Augenerkrankungen wurden geprüft.
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Insgesamt 4 Populationen von Bichon Frises mit und ohne Katarakt wurden untersucht:
1. Überweisungspatienten der Universität Florida von 1990-2000 (Gruppe 1)
2. Patienten anderer Universitäten und großer Kliniken von 1970-2000 (Gruppe 2)
3. Patienten der Canine Eye Registry Foundation (CERF) von 1070-2000 (Gruppe 3)
4. Patienten von Augenkliniken und ACVO Spezialistenpraxen von 1995-2001 (Gruppe 4)
Bei allen untersuchten Tieren zeigte sich keine Geschlechtsprädisposition für die Entwicklung eines Katarakts. Das Auftreten war gehäuft in der Altersgruppe zwischen 2 und 8 Jahren, wobei jüngere Tiere eher in der Gruppe 3 gesehen wurden und jüngere Tiere eher zu immaturen, ältere dagegen zu hypermaturen Katarakten neigten. Cortex anterior und posterior der Linse waren als erste betroffen.
Die Kataraktbildung scheint nach diesen Ergebnissen bei der Rasse Bichon Frise ein hereditäres Problem zu sein.
Die häufig auftretenden Netzhautablösungen prä- und postoperativ (in 13 bzw. 33% der Fälle bei Gruppe 1 und 2) stellen bei diesen Tieren ein höheres Risiko bei der Kataraktchirurgie dar.
Quelle: K.N. Gelatt et al. `Cataracts in the Bichon Frise`, in 2003 Blackwell Science Ltd, Veterinary Ophthalmology, 6,1, p 3-9
Foto: petplace.netscape.com/articles/ artShow.asp?artID=2320
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