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Neues zur Pathogenese der Panosteitis
Panosteitis als idiopathische Knochenerkrankung junger Hunde ist wohl jedem Kleintierpraktiker geläufig. Nach umfangreichen Untersuchungen kommt ein Forscherteam der Universität Bern zu erstaunlichen neuen Erkenntnissen bezüglich der Pathogenese dieser Erkrankung.

Nach ihren Untersuchungsergebnissen gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Inzidenz der caninen Panosteitis und der Fütterung diverser kommerziell erhältlicher proteinreicher, hoch-kalorischer Hundefutter.
Eine exzessive Ansammlung von Protein verursacht ein intraossäres Ödem alleine aufgrund seiner osmotischen Wirkung. Da es sich bei Knochen um ein rigides Kompartment handelt, führt dies zu einer Erhöhung des intramedulläres Drucks mit nachfolgender Kompression der Blutgefäße und zur Ischämie des Knochens. Diese wiederum verursacht ein metabolisches Defizit (verringerte Oxygenation, unzureichende Versorgung mit nutritiven Stoffen, lokale Azidose, verringerten Abtransport von Metaboliten, Störung lokaler biochemischer Prozesse etc.), und ein circulus vitiosus, bedingt durch die lokale Entzündungsreaktion, beginnt. Verschlimmert wird der Zustand noch durch die gesteigerte Metabolisierung, die eine exzessive körperliche Aktivität hervorruft.
Im Rahmen eines Pilotprojekts wurden klinische, radiologische, szintigraphische und thermographische Untersuchungen sowie der Therapieverusch mit Benzopyron durchgeführt. Zusätzlich wurden modernere Untersuchungsmethoden wie Osteomyelographie, Magnet-Resonanz-Thermographie und Messung des intraossären Drucks durchgeführt, um objektive Daten bezüglich der Pathogenese zu sammeln. Bei den meisten Tieren kam es binnen Tagen unter der Monotherapie mit der proteolytischen Substanz Benzopyron (Cumartrin(R))zur deutlichen Besserung, was unsere Hypothese bestätigen könnte.

Quelle: Schawalder, P., Andres, H.U., Jutzi, K., Stoupis, C., Bosch, C. (2002): Canine panosteitis: an idiopathic bone disease investigated in the light of a new hypothesis concerning pathogenesis. Part 1: Clinical diagnostic aspects. In: Schweizer Archiv Fur Tierheilkunde, 2002, Vol 144, Iss 3, S. 115-130






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KLEINTIERPRAXIS

Erstbeschreibung dermatophytischer Pseudomycetome bei zwei Frettchenmembers
Dermatophytische Pseudomycetome sind atypische Formen einer Dermatophytose, wobei sich die Infektion in den tiefen dermalen und subkutanen Geweben befindet. Obwohl sie selten vorkommen, werden sie meistens im Zusammenhang mit Microsporum canis oder Trichophyton sp. gesehen. Sie wurden bisher bei Katzen, Hunden und Pferden beschrieben, insbesondere bei Perserkatzen und andere Langhaarkatzen sind sie regelmäßig zu finden. Bei Frettchen wurden sie bislang nicht beschrieben.

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