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Daß Übergewicht zu den `Zivilisationskrankheiten` gehört und mittelbar zu den häufigsten Todesursachen gehört, ist beim Menschen hinlänglich bekannt. Neu ist eine Langzeitstudie, die den Einfluß von Adipositas (in Abhängigkeit von der Dauer) auf Lebenserwartung und die Entwicklung bestimmter Krankheiten beim Hund überprüft...

Die Studie von Nestlé Purina wurde kürzlich im Journal of Nutrition veröffentlicht. Es zeigte sich, daß exzessives Körperfett die Insulinempfindlichkeit reduziert, was die schnelle und effiziente Aufnahme von Glucose durch die Zellen verhindert. Glucose und das im Blut verbleibende Insulin kann aber die Organfunktion von Organen, Geweben und Organsystemen behindern, was dann zur Entwicklung verschiedener chronischer Erkrankungen führen kann. Beim Menschen steigt beispielsweise die Gefahr eines Diabetes Typ II, sagt Brian T. Larson, Ph.D., Nestlé Purina nutrition research scientist und Autorin der Studie. Bei Hunden sei dies ähnlich, aber weniger häufig, eher werde die Entwicklung von Osteoarthritis (OA) und verschiedener Funktionsstörungen innerer Organe gesehen.
Bei der Untersuchung der Lebenserwartung zeigte sich unter anderem, daß die überfütterten Tiere häufiger Behandlungen chronischer Erkrankungen benötigten als die normal gefütterten Wurfgeschwister und diese auch früher erforderlich wurden (z.B. wegen Osteoarthritis).

Die veränderte Glucosetoleranz und Insulinempfindlichkeit war interessanterweise bei mittelgradig übergewichtigen Hunden am stärksten, nicht bei den stark übergewichtigen. Im Schnitt zeigte sich die Insulinresistenz im Schnitt erstmals beim Wert von 6 - 6.5 (übergewichtig) auf dem 9-Punkte-Nestlé Purina Body Condition System (BCS), bei dem 4.5 der Idealwert und 8 bis 9 adipös ist.

Auch eine Abhängigkeit von der Dauer des Übergewichts und dem Ausmaß der entstehenden Schäden konnte nachgewiesen werden.

Dennis Lawler, DVM, Co-Autor der Studie, vertritt die Meinung, daß die Tierärzte unbedingt die Hundebesitzer stärker über diese Zusammenhänge aufklären und mit ihnen zusammen ein Gewichtsreduktionsprogramm individuell für jeden übergewichtigen Hund erarbeiten müßten. Je länger der Hund übergewichtig sei, desto schwieriger sei es, wieder zu einem normalen Glucosemetabolisums zurückzukommen.

Quelle: Nestlé Purina study confirms link between body fat, certain health conditions. In: DVM Newsmagazine January 1, 2004. www.dvmnewsmagazine.com/dvm/



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KLEINTIERPRAXIS

Amoxicillin-Clavulansaeure bei Hunden mit haemorrhagischer Gastroenteritis
Jahrzehntelang gehörte die antibiotische Therapie oder `antibiotische Abdeckung` zur Standardtherapie der hämorrhagischen Gastroenteritis beim Hund. Im Zeitalter zunehmender Antibiotika-Resistenzen und besser beschriebenen Antibiotika-Nebenwirkungen stellt sich natürlich die Frage, ob diese Empfehlung wirklich noch zeitgemäß ist. Zumal ihre Notwendigkeit bislang bei hämorrhagischer Gastroenteritis (HGE) ohne Sepsis noch nicht wirklich belegt worden ist. Diese neue prospektive, Placebo-kontrollierte, verblindete Studie der LMU München sollte prüfen, ob eine Gabe von Amoxicillin-Clavulansäure bei HGE den klinischen Verlauf und die Resultate positiv beeinflussen kann - 60 Patienten nahmen teil.

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