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Endoskopgest
Endoskopgestützte chirurgische Eingriffe finden auch in der Veterinärmedizin zunehmend statt. Bietet diese Technik auch bei einer lumbosakralen Foraminotomie Vorteile? Das untersuchten amerikanische Kollegen zunächst an 6 Hunden. Das Ergebnis: diese Methode verbessert zumindest vorübergehend den Durchmesser des Foramens.

In dieser prospektiven, experimentellen Studie an 6 klinisch gesunden, erwachsenen, 22-29 kg schweren Hunden sollte überprüft werden, ob die Endoskopgestützte Foraminotomie die Größe des intervertebralen Foramens im Bereich von L7-S1 vergrößert und wenn ja, ob im Verlauf von 12 Wochen wieder eine Stenose auftreten würde.

Mit endoskopischer Assistenz wurde eine unilaterale Foraminotomie von L7-S1 durchgeführt. Präoperativ war ein CT von L7-S1 erstellt worden, ebeso unmittelbar postoperativ und nach 12 Wochen.

Die parasagittalen Foramen-Bereiche (PFA) wurden bei jeder Kontrolle gemessen am Eingang, in der Mitte und am Ende der behandelten und kontrollierten Foramina.
Objektive und subjektive Daten wurden zwischen den Hunden verglichen, betreffend Behandlungszeit und Behandlungsstatus.

Es zeigte sich, daß die Endoskopgestützte Foraminotomie zu einem signifikant vergrößerten mittleren PFA im Bereich der Eingangs- und mittleren Zone unmittelbar postoperativ führte. Im Ausgangsbereich waren sie zu keiner Zeit signifikant vergrößert.
Nach 12 Wochen war das Foramen lediglich im Bereich der mittleren Zone signifikant größer, allerdings konnte man bereits eine gewisse Verringerung der chirurgisch geschaffenen Foramenvergrößerung in allen 3 Zonen bemerken.

Das Verfahren wurde insgesamt gut toleriert, allerdings hatten die Hunde vorübergehende leichte funktionelle Ausfälle postoperativ.

Die Endoskopgestützte Foraminotomie kann bei Hunden im Bereich bestimmter Regionen durchaus durchgeführt werden und erlaubt eine verbesserte Visualisation des Spinalkanals. Das Foramen kann mittels dieser Technik im Bereich des Eingangs und der mittleren Zone chirurgisch vergrößert werden. Allerdings entwickelt sich binnen 12 Wochen eine gewisse Reduktion dieser Vergrößerung des Foramens. Die klinischen Folgen dieser Reduktion können nach 12 Wochen noch nicht beurteilt werden.

Quelle: Wood, Brett C., Lanz, Otto I., Jones, Jeryl C. & Shires, Peter K. (2004): Endoscopic-Assisted Lumbosacral Foraminotomy in the Dog. In:
Veterinary Surgery 33 (3), 221-231.



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KLEINTIERPRAXIS

Amoxicillin-Clavulansäure bei Hunden mit hämorrhagischer Gastroenteritismembers
Jahrzehntelang gehörte die antibiotische Therapie oder `antibiotische Abdeckung` zur Standardtherapie der hämorrhagischen Gastroenteritis beim Hund. Im Zeitalter zunehmender Antibiotika-Resistenzen und besser beschriebenen Antibiotika-Nebenwirkungen stellt sich natürlich die Frage, ob diese Empfehlung wirklich noch zeitgemäß ist. Zumal ihre Notwendigkeit bislang bei hämorrhagischer Gastroenteritis (HGE) ohne Sepsis noch nicht wirklich belegt worden ist. Diese neue prospektive, Placebo-kontrollierte, verblindete Studie der LMU München sollte prüfen, ob eine Gabe von Amoxicillin-Clavulansäure bei HGE den klinischen Verlauf und die Resultate positiv beeinflussen kann - 60 Patienten nahmen teil.

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