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Felix-Wankel-Tierschutz-Forschungspreis 2004 für deutschen Forscher
Das Kuratorium des Felix-Wankel-Tierschutz-Forschungspreises zeichnet in diesem Jahr Prof. Jean-Marie Buerstedde, Direktor des GSF-Instituts für Molekulare Strahlenbiologie, für seine Arbeiten zur Etablierung der Hühner Zell-Linie DT40 als genetisches Modellsystem aus. Der Preis wird am 15. November 2004 im Rahmen einer Feierstunde an der Ludwig-Maximilians-Universität München verliehen und ist mit 30 000 Euro dotiert.

Der Felix-Wankel-Forschungspreis wurde 1972 gestiftet und wird in der Regel jährlich durch die Ludwig-Maximilians-Universität München verliehen. Mit ihm sollen in erster Linie Arbeiten ausgezeichnet werden, „deren Ziel bzw. Ergebnis es ist, Versuche am und mit dem lebenden Tier zu ersetzen oder einzuschränken und die dem Tierschutzgedanken allgemein dienlich und förderlich sind“.

Um die Funktionen von vielen, neu entdeckten Gene aufzuklären, werden oft Mausstämme hergestellt, in denen die Gene durch homologe Rekombination zerstört sind (sogenannte `knock-out` Mäuse). Diese Experimente sind jedoch aufwendig und haben zu einer erheblichen Erhöhung der Maus-Tierversuchszahlen geführt.

Im Prinzip kann die Funktion vieler Gene auch in Zellkulturexperimenten untersucht werden. Allerdings eignen sich humane Zell-Linien aufgrund geringer Rekombinationsaktivität nur bedingt, während sich, wie Buerstedde zeigen konnte, Genknock-outs in DT40 Zellen sehr einfach durchführen lassen. Daher setzen heute viele Labors diese Zellinie erfolgreich für die Untersuchung von einzelnen Genen und genetischen Netzwerke ein.


Quelle: www.gsf.de


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