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Disseminierte Toxoplasmose bei einem Hund unter Immunsuppressiva
Immunsupprimierende Therapien werden in erster Linie bei potentiell tödlichen Erkrankungen wie immunvermittelter/autoimmuner hämolytischer Anämie (AIHA) eingesetzt. So auch bei diesem Patienten, der dank Zytostatika zwar die AIHA überlebte, aber dann an einer disseminierten Toxoplasmose starb, `geweckt` vermutlich durch die immunsuppressive Therapie.

Ein 3,5 Jahre alter kastrierter Riesenschnauzer-Rüde wurde mit einer pustulär-alopezischen Dermatitis vorgestellt.

Eine AIHA war 45 Tage zuvor bei ihm diagnostiziert worden, und zum Zeitpunkt der Vorstellung stand er unter Prednison, Azathioprin und Cyclosporin.

Eine kutane Protozoose wurde diagnostiziert. Bei der Sektion wurden Protozoen in Haut, Herz, Pankreas und Lunge nachgewiesen.

Sie wurden mittels Endodyogenie identifiziert, hatten die Morphologie von Toxoplasma gondii (T. gondii)-Tachyzoiten und färbten sich auch positiv mit polyklonalen T. gondii-Antikörpern an, nicht aber mit denen von Neospora caninum oder Sarcocystis neurona.

Vermutlich prädisponierte die Immunosuppression diesen Patienten für eine disseminierte Toxoplasmose.


Quelle: Jinelle A. Webb, Sonya L. Keller, Erin P. Southorn, Julie Armstrong, Dana G. Allen, Andrew S. Peregrine, J.P. Dubey (2005): Cutaneous Manifestations of Disseminated Toxoplasmosis in an Immunosuppressed Dog. In: Journal of the American Animal Hospital Association 41:198-202 (2005)







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