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Esel sind keine kleinen langohrigen Pferde
Wer Pferde behandelt, bekommt nicht selten auch erkrankte Esel vorgestellt. Werden bei ihnen dann weiterführende Untersuchungen wie beispielsweise Blutuntersuchungen durchgeführt, werden i.d. R. die `equinen` Normwerte als Vergleichswerte herangezogen. Ist das korrekt? Mitnichten, wie eine neue Untersuchung der Uni Bern zeigt.

Blutwerte von 46 gesunden Eseln wurden bei dieser Untersuchung der Universität Bern untersucht. Das Ergebnis:

Die Esel-Erythrozyten sind größer als die der Pferde, dafür ist ihre Zahl geringer.

Esel haben mehr Leukozyten und innerhalb der Leukozyten besonders mehr eosinophile und mehr neutrophile Granulozyten.

Also im Zweifelsfall lieber die entsprechenden Zellen per Hand zählen, die im Zellcounter unter `Pferd` eingestellten Größen der Blutzellen könnten zu falschen Ergebnissen führen.

Weitere Vergleichswerte folgen hoffentlich - und eine Zusammenstellung mit `Esel-Referenzwerten`.

Quelle: Cavallo 8/2005, S. 70; www.cavallo.de


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PFERDEPRAXIS

Klossiella equi als Ursache akuten Nierenversagens nach NSAID-Therapiemembers
Dieser Fallbericht ist enorm interessant: Eine sechsjährige Cheval Canadien-Stute wird mit nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAID) behandelt und mit den klinischen Symptomen eines akuten Nierenversagens vorgestellt. Und bei der Untersuchung des Urinsediments finden sich kleine Protozoen, die sich ale Klossiella equi erweisen. Sogar bislang noch nicht beschrieben als Sporozysten und als frei flotierende Sporozoiten im Urin werden identifiziert. Was nun?

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