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An
Kolikchirurgie beim Pferd bedeutet nach wie vor eine Herausforderung für Chirurgen und Anästhesisten. Doch was tun, wenn während der Operation unerwartete Komplikationen wie eine arterielle Hypoxie und später - nach geglücktem Eingriff - ein Lungenödem auftreten? Ein spannender Fallbericht mit vielen Fragezeichen, glücklicherweise nicht die Regel.

Ein 506 kg schweres Warmblut mit Kolik wurde für eine explorative Celiotomie anästhesiert. Die Anästhesie wurde durch eine arterielle Hypoxie kompliziert, die seit der Induktionsphase auftrat und die gesamte Operation hindurch anhielt.

Nach der Extubation in der Aufwachbox wurde eine gewisse Obstruktion der Luftwege festgestellt, die möglicherweise mit einer kurzen Verzögerung während der nasotrachealen Intubation im Zusammenhang stand.

Kurz darauf traten die Symptome eines Lungenödems auf, und Furosemid und Sauerstoff wurden verabreicht. Eine arterielle Hypoxie bestand ebenfalls [PaO2: 6.5 kPa (49 mmHg)], während der FIO2 auf etwa 0.3 geschätzt wurde.

Der Patient erholte sich daraufhin und stand nach 45 Minuten bereits. 3 Tage später, als bei der Blutgasanalyse keine Hypoxie mehr feststellbar war, wurde das Tier erneut anästhesiert und bei dieser Gelegenheit euthanasiert.

Bei der Obduktion wurde ein Lungenödem diagnostiziert, das vermutlich aus multiplen Gründen entstanden war.


Quelle: Borer, Kate E (2005): Pulmonary oedema associated with anaesthesia for colic surgery in a horse. In: Veterinary Anaesthesia and Analgesia 32 (4), 228-232.




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PFERDEPRAXIS

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