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Wie h
Eine äußerst interessante und immens wichtige Studie, die nach der Screening-Untersuchung von immerhin 1500 Hunden von der Universität Gießen vorgestellt wird. Jeder weiß, daß bei Hunden mit diesem Defekt Ivermectin und verwandte Substanzen schwere und unter Umständen tödliche Nebenwirkungen haben können - aber die Unverträglichkeit erstreckt sich auch auf ganz andere Substanzgruppen wie beispielsweise das sehr populäre `Durchfall-Mittel` Loperamid...

Das MDR1 (ABCB1) P-glycoprotein übt eine Schutzfunktion bei der Blut-Hirn-Schranke aus und verhindert oder minimiert so den Übertritt zahlreicher Medikamente und anderer Xenobiotika ins Zentrale Nervensystem.

Eine unsinnige Mutation ist bei Collies und verwandten Rassen bekannt, die diese Funktion ausschaltet und somit eine erhöhte Empfänglichkeit gegenüber neurotoxischen Nebenwirkungen diverser Präparate einschließlich Ivermectin, Moxidectin und Loperamid bewirkt.

Um nun das Auftreten und die Häufigkeit besagter nt230 (del4) MDR1 Mutation in Deutschland zu erfassen, wurde eine Screening-Untersuchung an 1500 Hunden durchgeführt.

Die Häufigkeit des homozygoten mutierten Genotyps war bei Collies mit 33.0% am höchsten, gefolgt vom Australian Shepherd (6.9%) und dem Shetland Sheepdog (5.7%).

37% der Wäller Hunde und 12.5% der Old English Sheepdogs waren heterozygot für die Mutante des MDR1 (−) Allels.

Wenn man bedenkt, welche Schlüsselrolle das MDR1 P-glycoprotein in der Disposition für eine Medikamentenunverträglichkeit spielt und daß es speziell entscheidend für die Schutzfunktion durch die Blut-Hirn-Schranke ist, sollten in Zukunft verstärkt MDR1 Genotyp-basierende Zuchtprogramme durchgeführt werden, um die Sicherheit bei der medikamentellen Behandlung bei solchen Hunderassen zu verbessern.



Quelle: GEYER, J., DÖRING, B., GODOY, J. R., LEIDOLF, R., MORITZ, A. & PETZINGER, E. (2005): Frequency of the nt230 (del4) MDR1 mutation in Collies and related dog breeds in Germany. In:
Journal of Veterinary Pharmacology & Therapeutics 28 (6), 545-551.





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KLEINTIERPRAXIS

Praevalenz primaerer Lungentumoren bei Hunden durch Passivrauchen
Tabakrauch gilt als bedeutendster Luftverschmutzer in Innenräumen, und über die Entstehung primärer Lungentumore nicht nur bei Rauchern, sondern auch bei passiv rauchenden Familienmitgliedern ist viel berichtet worden. Wie sieht es bei den Hunden in Raucherhaushalten aus? Bestehen bei ihnen auch gehäuft primäre Lungentumore, die ansonsten ja bei dieser Species eher selten vorkommen? Eine hochinteressante Studie!

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