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Idiopathischer sklerosierender orbitaler Pseudotumor bei sieben Katzen
Bislang wurde dieser Pseudotumor nur beim Menschen beschrieben, doch die klinischen und histopathologischen Verändergungen bei diesen sieben Katzen mit Fibrosierung im Bereich der Orbita sind sehr ähnlich. Eine äußerst lehrreiche, soeben publizierte retrospektive Studie...

In dieser Studie wurden die Krankenblätter der sieben Katzen aus den Jahren 1997-2002 ausgewertet, die wegen einer Zubildung im Bereich der Orbita vorgestellt wurden und deren pathologische Untersuchung eine Proliferation von fibrösem Gewebe ergeben hatte.

Zusätzlich wurden Alter, Geschlecht, klinische Symptome, Management und Ergebnis der Behandlung einschließlich einer zweiten histologischen Untersuchung ausgewertet.

Sechs der sieben Tiere zeigten sich mit einem einseitigen orbitalen Prozeß, der aber trotz Therapie auf die zweite Orbita übergriff. Der Beginn war schleichend und entwickelte sich über Wochen und Monate, das Geschehen war assoziiert mit einer Fixation der orbitalen Strukturen.

Sechs der sieben Katzen wurden auf Wunsch der Besitzer euthanasiert, weil die Erkrankung progressiv und schmerzhaft war. Die Histopathologie des betroffenen Gewebes der Orbita ergab eine extensive Fibrose mit Einkapselung von normalem Gewebe. Anhaltspunkte für eine Neoplasie fehlten.

Damit zeigen die klinischen Befunden und die histopathologischen Befunde von Orbita- und Globus-Gewebe in vieler Hinsicht Ähnlichkeit mit dem idiopathischen sklerosierenden orbitalen Pseudotumor beim Menschen.

Bei Katzen scheint die Prognose für den Globus schlecht zu sein, doch könnte eventuell eine bessere Kenntnis der Pathogenese und eine frühere Diagnosestellung mit daraus folgender aggressiver Therapie die Aussichten verbessern - entsprechende Berichte beim Menschen deuten darauf hin.



Quelle: Billson, F. Mark, Miller-Michau, Tammy, Mould, John R. B. & Davidson, Michael G. (2006):
Idiopathic sclerosing orbital pseudotumor in seven cats. In: Veterinary Ophthalmology 9 (1), 45-51.





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KLEINTIERPRAXIS

Amoxicillin-Clavulansaeure bei Hunden mit haemorrhagischer Gastroenteritis
Jahrzehntelang gehörte die antibiotische Therapie oder `antibiotische Abdeckung` zur Standardtherapie der hämorrhagischen Gastroenteritis beim Hund. Im Zeitalter zunehmender Antibiotika-Resistenzen und besser beschriebenen Antibiotika-Nebenwirkungen stellt sich natürlich die Frage, ob diese Empfehlung wirklich noch zeitgemäß ist. Zumal ihre Notwendigkeit bislang bei hämorrhagischer Gastroenteritis (HGE) ohne Sepsis noch nicht wirklich belegt worden ist. Diese neue prospektive, Placebo-kontrollierte, verblindete Studie der LMU München sollte prüfen, ob eine Gabe von Amoxicillin-Clavulansäure bei HGE den klinischen Verlauf und die Resultate positiv beeinflussen kann - 60 Patienten nahmen teil.

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