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Auch 2006 Pferde in der Landwirtschaft wichtig
Nachdem die Pferdezahlen in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts rapide sanken, werden mittlerweile wieder viele Pferde gehalten. Sicherlich vorwiegend als Freizeit- und Sportpartner, aber auch in verblüffend hoher Zahl in der Land- und vor allem Forstwirtschaft, wie die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum, Friedlinde Gurr-Hirsch, nun in einer Pressemitteilung wissen ließ.

In der Pressemitteilung 42/2006 steht es zu lesen, was Staatssekretärin Gurr-Hirsch beim Fachgespräch `Arbeitspferde als moderne Energiequelle in der Land- und Forstwirtschaft` in Laichingen-Machtolsheim (Alb-Donau-Kreis) als Fazit äußerte: `Das Pferd ist in der Landwirtschaft weiter wichtig`.

`Allein in den landwirtschaftlichen Betrieben Baden-Württembergs wurden nach einer Viehzählung 2003 rund 64.200 Pferde gehalten. Die Pensionspferdehaltung spielt dabei als zweites Einkommenstandbein eine immer größere Rolle und das Reitangebot auf Urlaubsbauernhöfen ist gestiegen.

Dabei gewinnt auch das therapeutische Reiten, wie die Hippotheraphie, das heilpädagogische Reiten und das Reiten als Sport für Behinderte zunehmend an Bedeutung`, so die Staatssekretärin.

`Auch heute hat das Pferd unter bestimmten Einsatzbedingungen beispielsweise in der Forstwirtschaft unübersehbare Vorteile. Durch seine hohe Wendigkeit und Anpassungsfähigkeit kann es besonders Bestand schonend und pfleglich arbeiten`, so Gurr-Hirsch.
So werden Rindenverletzungen am verbleibenden Waldbestand vermieden und die Bodenverdichtung auf ein reversibles Maß beschränkt werden. `Diese schonende Bewirtschaftung des Waldes deckt sich mit den Zielen der in Baden-Württemberg durchgeführten naturnahen Waldwirtschaft`, betonte die Staatssekretärin.

Im Bereich der Land- und Forstwirtschaft könne das Arbeitspferd jedoch unter den derzeitigen ökonomischen Rahmenbedingungen nur eine Marktnische besetzen.

`Erst bei einer drastischen Verteuerung der Energiepreise könnte ein Einsatz von Rückepferden auch in finanzieller Hinsicht wieder attraktiv werden. Wirtschaftlich interessanter ist der Bereich der Sport- und Freizeitreiterei`, sagte Gurr-Hirsch.



Quelle: www.mlr.baden-wuerttemberg.de


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