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Metastasierendes Adenokarzinom der Analbeutel - chirurgische Therapie
Zum Glück eine eher seltene Neoplasie, doch wie sind die Langzeiterfolge nach der doch immerhin recht aufwendigen Chirurgie? Eine retrospektive Studie an fünf Hunden gibt Aufschluß...

Die fünf beschriebenen Hunde litten an einem metastasierenden Adenokarzinom der Analbeutel (AGACA) und wurden deswegen operiert. Einschlußvoraussetzung war zudem, daß die Tiere eine Lymphadenektomie hatten (mit oder ohne anschließendes `debulking`) und daß die histopathologisch bestätigte Diagnose eines primären AGACA vorlag.

Signalement, Vorbericht, klinische Untersuchung, klinisch-pathologische Befunde, Ergebnisse bildgebender Verfahren, Zahl und Komplikationen der chirurgischen Eingriffe, Überlebenszeit und Todesursache wurden berücksichtigt.

Bei allen Hunden wurden ein komplettes Blutbild, Serumprofile, Elektrolyte, Thorax-Röntgenaufnahmen in 3 Ebenen, Röntgen- und/oder Ultraschalluntersuchung des Abdomens und histologische Bestätigung eines metastasierenden AGACA, das die regionalen Lymphknoten und das kaudale Abdomen mit erfaßt hatte, angefertigt.

Ergebnisse: Es gab keine chirurgischen Komplikationen. 3 Hunde wurden euthanasiert, die mittlere Überlebenszeit betrug 20.6 Monate.

Ein Hund überlebte die Operation um 19 Monate, ein Hund hatte fünf aufeinanderfolgende Operationen: Lymphadenektomie der Lnn. iliaci, 4 Eingriffe mit Herausschälen von metastatischem neoplastischem Gewebe rund um die iliakalen Blutgefäße bis in die Beckenhöhle hinein. Dieser Hund überlebte seine erste Operation um 54 Monate.

Demnach haben Patienten mit in die iliakalen Lymphknoten metastasierendem Analbeutel-Adenokarzinom eine akzeptable Langzeit-Überlebenschance, wenn die metastatischen Veränderungen entfernt werden.



Quelle: HOBSON, HOWARD PHIL, BROWN, MARJORIE RAQUEL & ROGERS, KENITA S. (2006): Surgery of Metastatic Anal Sac Adenocarcinoma in Five Dogs. In: Veterinary Surgery 35 (3), 267-270.




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KLEINTIERPRAXIS

Intraoperative bakterielle Kontamination bei Hunden waehrend orthopaedischer Eingriffe
Eine brisante und sehr aktuelle Fragestellung: Wie häufig ist die bakterielle Kontamination des Patienten, der sich einer sterilen orthopädischen Operation unterzieht, wo ist die Kontaminationsquelle und welche Risikofaktoren gibt es für den Chirurgen? Und gibt es einen Zusammenhang zwischen intraoperativer Kontamination und Infektion des Operationsfeldes (SSI)? Insgesamt 100 privat gehaltene Hunde, bei denen ein Eingriff am Kniegelenk vorgenommen wurden, nahmen an dieser hochinteressanten prospektiven klinischen Studie teil.

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