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Clodronat zur Therapie einer Vitamin D3-Vergiftung beim Hund
`Viel hilft viel` - nach diesem Motto verabreichen manche Tierbesitzer meist in bester Absicht auch größere Mengen von Vitaminen. Nicht alle sind harmlos. Was tun, wenn ein Patient mit einer Vitamin D3-Toxikose vorgestellt wird? Eine interessante Studie aus der Türkei.

Clodronat wurde in einer prospektiven experimentellen Studie an 14 gesunde männliche und weibliche Mischlingshunde verabreicht, denen zuvor eine einmalige Dosis von 7.5 mg Vitamin D3 per oral verabreicht wurde. Die Tiere wurden randomisiert in 2 Gruppen zu je 7 Hunden eingeteilt.

Den Hunden in der Kontrollgruppe wurde intravenös 150 mL 0.9% NaCl-Lösung 24 Stunden nach der Vitamin D3-Gabe infundiert.

Die Hunde in der zweiten Gruppe erhielten gleichfalls 24 Stunden nach der Vitamin D3-Gabe 4 mg/kg Clodronat in 150 mL 0.9% NaCl-Lösung.

48 Stunden nach der Aufnahme traten die klinischen Symptome einer Vitamin D3-Vergiftung auf. Die Tiere aus der Clodronat-Gruppe zeigten ein signifikant niedrigeres Serum-Calcium
(Ca), -phosphor (P), -urea, und Ca × P-Produkt als die Tiere in der Kontrollgruppe zu den Untersuchungszeitpunkten an den Tagen 4, 7 und 12 nach der Vitamin D3-Applikation. Auch die Aktivität der Alkalischen Phosphataase war signifikant niedriger in der Clodronat-Gruppe als in der Kontrollgruppe an den Tagen 4 und 7.

Die parenterale Administration von Clodronat, einer Biphosphonat-Verbindung und Inhibitor der Osteoklasten-Aktivität, stellt damit eine wirksame therapeutische Maßnahme bei der Behandlung von toxischen Dosen von Vitamin D3 dar, vorausgesetzt, sie erfolgt binnen 24 Stunden nach der Intoxikation.


Conclusions: Parenteral administration of clodronate, a biphosphonate compound and osteoclastic activity inhibitor, may be a useful therapy when administered within the first 24 hours after ingestion of toxic doses of vitamin D3.


Quelle: Ulutas, Bulent, Voyvoda, Huseyin, Pasa, Serdar & Alingan, Mustafa Kemal (2006): Clodronate treatment of vitamin D-induced hypercalcemia in dogs. In: Journal of Veterinary Emergency and Critical Care 16 (2), 141-145.




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KLEINTIERPRAXIS

Erstbeschreibung dermatophytischer Pseudomycetome bei zwei Frettchenmembers
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