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MDR1-Defekt bei britischen H
Daß makrozyklische Laktone bei verschiedenen Rassen, speziell bei britischen Hütehunden und bei australischen Schäferhunden, schwere Unverträglichkeiten hervorrufen können, ist allseits bekannt. Seit einiger Zeit kann mittels Blutuntersuchung auf den verantwortlichen Defekt untersucht und auch asymptomatische Carrier identifiziert werden. Wichtig für Tierärzte und Züchter, denn der MDR1-Defekt ist für diverse andere Substanzen gleichfalls wichtig!

Bei einigen Hunderassen kann es durch einen Gendefekt bei Anwendung bestimmter Arzneistoffe zu Vergiftungen mit zum Teil tödlichem Ausgang kommen.

Da der dringende Verdacht besteht, dass dieser Gendefekt die sichere Anwendung einer Vielzahl weiterer Arzneistoffe einschränkt, ist eine vorbeugende Diagnose jedes einzelnen Hundes dieser Rassen anzuraten.

Speziell die Besitzer von Collies, Border Collies, Bobtails und Australian Shepherds sind aufgerufen, ihre Tiere testen zu lassen.

Medikamentenunverträglichkeiten können bei betroffenen Tieren u.a. auch auf Digoxin, Loperamid, Cisaprid und Cyclosporin auftreten.





Quelle:
Joachim Geyer, Barbara Döring, José Godoy und Ernst Petzinger (2006): Multiple Medikamentenüberempfindlichkeit bei Britischen Hütehunden.
In: Kleintier Konkret 3/2006, www.medizinverlage.de



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KLEINTIERPRAXIS

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