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Beeinflu
Eine immens wichtige Frage, denn schließlich ist das Fluoroquinonolon Enrofloxacin ein Antibiotikum, das gegen ein breites Spektrum von Pathogenen bakterizid wirkt und zudem eine exzellente Gewebspenetration zeigt. Beim Pferd ist es bei parenteraler Gabe sehr irritierend, so daß es oral gegeben werden muß. Ein Grund mehr, den Einfluß der Futterzusammensetzung kritisch zu überprüfen...

Enrofloxacin wird bei Pferden nach oraler Applikation gut absorbiert und gilt als sicher für die intestinale Bakterienflora des Pferdes und ebenso für die Anwendung bei erwachsenen Pferden.

Vor allem dem Zelluloseanteil in der Pferdenahrung wurde eine große Bedeutung zugeschrieben, da man vermutete, sie könne Arzneimittel absorbieren und so deren Bioverfügbarkeit reduzieren.

Sechs adulte gesunde 3-6 jährige Wallache einer lokalen Rasse sollten den Einfluß der Fütterung bei Gabe von Enrofloxacin prüfen.

Die Tiere wurden auf Weiden gehalten und erhielten Heu zwischen den Untersuchungen. In der Nacht vor dem Beginn der jeweiligen Fütterungsprotokolle wurden sie aufgestallt.

Eine klinische Untersuchung, ein komplettes Blutbild und Blut-Biochemie wurden von jedem angefertigt, ehe die Untersuchungen begannen.

Während der gesamten Untersuchungszeit wurden die Pferde auf adverse Reaktionen überprüft.

Die Studie selbst war als three-way crossover design angelegt.
In der ersten Phase wurden die Pferde 10 Stunden vor Medikamentengabe nüchtern gelassen.
In der zweiten erhielten sie das Medikament 10 Minuten nachdem sie 1 kg Futterkonzentrat (Hemed concentrate; enthält Hafer, Weizen, Sojabohnenmehl und 11% Protein) vertilgt hatten. In der dritten Phase wurde das Medikament 45 Minuten nach Vertilgen von 2 kg Heu gegeben.
Die Pferde hatten freien Zugang zu Wasser.

Verwenet wurde Enrofloxacin als Baytril® 10%; Bayer, Istanbul, Turkey), eine orale Lösung zum Einsatz bei Geflügel. Sie wurde via Nasenschlundsonde eingegeben, mit 5 mg/kg Körpergewicht dosiert und mit 250 ml Wasser nachgespült.

Mindestens 7 Tage lagen zwischen den einzelnen Studienphasen. Blutproben wurden aus der V. jugularis mittels eines 14G Katheters jeweils 15, 30, 45, 60, 75, 90 Minuten sowie dann 2, 3, 4, 6, 8, 12, 15, 24 und 30 h nach der Medikamentengabe entnommen, zentrifugiert und bei −30 °C bis zur Untersuchung gefroren.

Es gab keine adversen Reaktionen auf Enrofloxacin. Statistisch signifikante Unterschiede der pharmakokinetischen Parameter wurden bei den drei unterschiedlichen Fütterungsprotokollen nicht gefunden.

Daraus wurde gefolgert, daß bei erwachsenen Pferden Enrofloxacin oral verabreicht werden kann, ohne sich Gedanken über eventuelle fütterungsbedingte Wirkungsverluste machen zu müssen.


Quelle: STEINMAN, A., BRITZI, M., LEVI, O., LAVY, E., LICHTER, A. & SOBACK, S. (2006): Lack of effect of diet on the pharmacokinetics of enrofloxacin in horses. In: Journal of Veterinary Pharmacology & Therapeutics 29 (1), 67-70.



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