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Transplantation der Amnionmembran nach Tumorentfernung bei Pferden
Plattenepithelkarzinome im corneolimbalen Bereich sind bei Pferden leider gar nicht so selten. Chirurgische Therapie mit oder ohne nachfolgende Bestrahlung ist die gängigste Behandlungsmethode, doch sind Vernarbungen und Lokalrezidive zu befürchten. Würde eine permanente Transplantation der Amnionmembran auf die Corneaoberfläche dies verhindern können? Ein hochinteressante Studie!

Die Praktikabilität und die Wirksamkeit der permanenten Transplantation der Amnionmembran als unterstützende Maßnahme entweder nach oberflächlicher Keratektomie alleine oder der Kombination mit Strontium 90-Bestrahlung wurde an 9 Pferden mit corneolimbalen Plattenepithelkarzinom (squamous cell carcinoma (SCC))geprüft. Beurteilt wurden die Reduktion der Narbenbildung und der Rückfallrate.

Diese retrospektive Fallstudie umfaßte 11 Pferde (n = 12 Augen), die als okuläres SCC diagnostiziert und behandelt wurde, das Limbus und Cornea betraf.

Neun der Pferde (n=9 Augen) wurden zwischen 2002 und 2006 mit oberflächlicher lamellärer Keratektomie alleine oder als Kombinationsbehandlung mit Strontium 90-Bestrahlung behandelt und deren chirurgischer Defekt dann anschließend mit einer permanenten Amnionmembran-graft gedeckt wurde.

Das Ausmaß der Narbenbildung (Speziell der Klarheit der Cornea) wurde subjektiv mit den Patienten verglichen, wo ein permanenter bulbärer Conjunctival-graft nach Keratektomie plus Bestrahlung oder Kryotherapie durchgeführt wurde (n = 3 Augen).
ein Rezidiv wurde definiert als Wiederauftreten des SCC trotz Operation bzw. Raditation an der selbsn Stelle und am Augapfel.

Alle 9 Pferde, die nach der Keratektomie mit oder ohne Bestrahlung ein Amnionmembran-Transplantat erhalten hatte, zeigten nur eine minimale Narbenbildung der Cornea, die im Laufe der Zeit eine größere Transparenz erhielt als bei den Tieren mit einem Bulbus-conjunctival-graft.

Alle Pferde mit Amnionmembran-graft hatten über im Mittel 226 ± 218 Tage (21-778 Tage) kein Tumorrezidiv.

Die Kombination aus oberflächlicher Keratektomie alleine oder zusammen mit Radiotherapie und einer permanenten Amnionmembran-Transplantation ist demnach eine effektive Therapie von cornealem oder corneolimbalen SCC bei Pferden. Dies gilt speziell für ausgedehnte Corneadefekte.

die Amnionmembran wird in den Corneadefekt inkorporiert und scheint eine deutliche Reduktion der NArbenbildung zu bewirken.



Quelle: Ollivier, F. J., Kallberg, M. E., Plummer, C. E., Barrie, K. P., O`Reilly, S., Taylor, D. P., Gelatt, K. N. & Brooks, D. E. (2006): Amniotic membrane transplantation for corneal surface reconstruction after excision of corneolimbal squamous cell carcinomas in nine horses. In: Veterinary Ophthalmology 9 (6), 404-413.



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PFERDEPRAXIS

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Kladruber sind bekanntlich eine alte Pferderasse, die insbesondere auch im Nationalgestüt in der Tschechischen Republik gezüchtet wird. Hier wurde eine relativ enge Herde Old Kladruber Horses (OKH) auf das Vorliegen von Augenveränderungen, aber auch auf normale okuläre Variationen, untersucht. Insgesamt 261 gestütseigene Tiere, davon 122 Old Kladruber Gray Horses und 139 Old Kladruber Black Horses, nahmen an der Untersuchung teil.

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