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Klinikopathologische Untersuchung feliner Epulis
Epuliden sind beim Hund verhältnismäßig häufig, bei Katzen eher eine Seltenheit. Ist ihre Einteilung nach dem beim Hund üblichen Head-Schema überhaupt möglich, und wenn: ist sie von mehr als akademischem Interesse? Die Universität Utrecht gibt in ihrer gerade erst online publizierten Untersuchung Antwort auf derlei wichtige Fragen.

In dieser retrospektiven Studie wurden über einen Zeitraum von 6 Jahren insgesamt 52 neu aufgetretene Epuliden bei Katzen evaluiert und nach klinischen und pathologischen Kriterien nach Head eingeteilt wie canine Epuliden auch.

Die Inzidenz betrug bei fibromatösen, akanthomatösen, ossifizierenden und Riesenzell-Epulis 57.7% (30/52), 7.7% (4/52), 5.8% (3/52), und 28.8% (15/52).

Die Riesenzell-Epuliden zeigten signifikante Unterschiede zu den fibromatösen in ihrem klinischen Verhalten, beispielsweise wuchsen sie sehr schnell (P < .0001), zeigten ulzerative Veränderungen (P < .01), und schnelle Lokalrezidive nach chirurgischer Entfernung (P < .01) aufgrund dessen bei 4 Tieren die Euthanasie erforderlich wurde.

15 Riesenzell-Epuliden wurden histochemisch und immunhistochemisch untersucht, um den Ursprung der vielzelligen Riesenzellen (MGCs) ausfindig zu machen.

Die Van Gieson Färbung zeigte bei 11 Fällen eine osteoide und verwobene Knochenbildung. Sowohl MGCs als auch eine Fraktion der monomukleären Zellen waren positiv für Vimentin, Tartrate-resistente saure Phosphatase (TRAP), einem weithin akzeptierten MArker für Osteoklsten, und den polyklonalen antibody receptor activator of nuclear factor ß (RANK), ein Zytokin, das letztlich die Differenzierung von Osteoklasten-Vorstufen zu reifen Osteoklasten bewirkt.

Die MGCs waren negativ auf smooth muscle actin, MIB-1, sowie Faktor VIII.

Damit könnte die Riesenzell-Epulis eine Variante der fibromatösen und ossifizierenden Form darstellen, bei der die ausgedehnte Ulzeration und die starke Entzündungsreaktion durch eine gesteigerte Osteoklasten-Aktivität hervorgerufen wird.

Die Osteoklastenartigen Riesenzellen sind wahrscheinlich durch einen Monytene-Makrophagen-verbundenen Vorläufer des Osteoklasten gebildet worden, der sich unter dem Einfluß von mononukleären Osteoblastenartigen Stromazellen zum OSteoblasten differenziert.



Quelle: N. D. de Bruijn, J. Kirpensteijn, I. J. S. Neyens, J. M. A. Van den Brand and T. S. G. A. M. van den Ingh (2007): A Clinicopathological Study of 52 Feline Epulides. In: Vet Pathol 44:161-169 (2007)




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KLEINTIERPRAXIS

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