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H
Eine seltene Kombination: zwei tumoröse Veränderungen zusammen im dritten Augenlid eines Belgischen Kaltblüters von 12 Jahren. Anamnestisch bestand die Neubildung samt blutig tingiertem Augenausfluss bereits seit drei Monaten. Ein spannender Fallbericht aus Michigan!

Nachdem das dritte Augenlid komplett entfernt und zur histopathologischen Untersuchung einsandt worden war, zeigte sich, daß sich die Neubildung aus einem Hämangiosarkom und einem Plattenepithelkarzinom zusammensetzte.

Nach zunächst erfolgreicher Operation traten 16 Monate später erneut blutiger Augenausfluß sowie verdickte Augenlider auf, das Pferd wurde euthanasiert.

Postmortal zeigte sich, dass das Hämangiosarkom bereits zu einem Lokalrezidiv als auch zu regionalen Metastasen geführt hatte. Rein adspektorisch war nicht zu bemerken, daß die Neubildung aus zwei hochmalignen Tumoren zusammengesetzt war.



Quelle: Patricia M. Gearhart, Barbara A. Steficek, Simon M. Peteresen-Jones (2007): Hemangiosarcoma and squamous cell carcinoma in the third eyelid of a horse. In: Veterinary Ophthalmology 10 (2), 121–126.



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PFERDEPRAXIS

Dermoskopie und Histologie gesunder Pferdehaut im Vergleichmembers
Histologische Untersuchungen von Hautveränderungen bedeuten in der Regel hohe diagnostische Aussagekraft, sind allerdings mit der Entnahme von Biopsien verbunden. Die Dermoskopie ist eine nichtinvasive diagnostische Technik, die eine Visualisierung der Strukturen der oberflächlichen Dermis erlaubt, die für das bloße Auge nicht sichtbar sind und in der Humanmedizin bereits in zahlreichen Fällen als Alternative zur Histologie eingesetzt wird. Könnte dies möglicherweise auch für das Pferd gelten?

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