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Infektionspr
Eine Infektionsprävalenz von 52 % mit etwa der Hälfte entweder typischer oder atypischer Erkrankungen sowie verschwimmende Endemiegrenzen innerhalb Deutschlands. Diese neuen Daten ermittelte eine Dissertation an der FU Berlin, die äußerst lesenswert ist...

Sowohl die Borna`sche Krankheit (BK) als auch die ausschließliche Infektion mit Borna-Disease-Virus (BDV) ist in Deutschland bei Pferden doch stärker verbreitet als vermutet. Noch ist die BK eine meldepflichtige Erkrankung, obwohl sie nach Ansicht des Autors mit einer Prävalenz von über 52 % nach dem Tierseuchengesetz kaum noch als eine solche einzustufen ist.

Die serologischen Untersuchungen von Proben aus praktisch allen Bundesländern wurden mit Hilfe eines dreifachen ELISA-Tests durchgeführt, so daß BDV-Antigen, -Immunkomplexe und –Antikörper erfasst wurden.

In bisherigen Studien zur Verbreitung der Erkrankung wurden nur BDV-spezifische-Antikörper im Blut oder Liquor berücksichtigt. Daher kamen sie auf eine relative Häufigkeit von nur 18,6%.

Die Endemiegebietsgrenzen der Bornaschen Krankheit scheinen nach den Daten dieser Disseratation zu verschwimmen: Die früheren klassischen endemischen Gebiete in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind kaum noch auszumachen. Nahezu in jedem Bundesland existieren klassisch und atypisch BDV-erkrankte Pferde mit nachweislichen, spezifischen BDV-Titern.

Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Bayern und Hessen zeigten die relativ höchste Rate mit jeweils über 10 % BDV-hochpositiven infizierten kranken Pferde.

Interessant war auch die durch diese Daten ermittelte jahreszeitliche Schwankung:
Zwischen Mai und August war die relative Häufigkeit kranker, infizierter Tiere besonders hoch.



Quelle: R. Dieckhöfer (2006): Epidemiologische Untersuchungen zur equinen BDV-Infektion, der Bornaschen Krankheit beim Pferd [...]. In: Inaugural-Disseration, FU-Berlin







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PFERDEPRAXIS

Effekte intraartikulärer Injektion von liposomalem Bupivacain beim Pferdmembers
Nachweislich dient die intraartikulärer (IA) Gabe von Lokaalanästhetika als wirksame Maßnahme zur Kontrolle postoperativen Schmerzes. Allerdings wurde auch gezeigt, dass die Effekte von Lokalanästhetika auf equine Chondrozyten auch Chondrodestruktion umfassen, was natürlich nicht erwünscht ist. Also untersuchte man in dieser Studie eine liposomale Formulierung von Bupivacain, die beim Menschen und beim Hund zur intra- und periaartikuären Injektion eingesetzt wird und bis zu 72 Stunden Analgesie bewirkt. Geprüft wurden potentielle Effekte, Nebenwirkungen einschließlich Chondrotoxizität und Wahrscheinlichkeit des Abusus wegen des langdauernden analgetischen Effekts. Eine höchst interessante und praxisrelevante Studie, nicht nur im Hinblick auf `schmerzfrei gespritzte` Pferde vor Ankaufsuntersuchungen oder Wettbewerben!

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