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ERSTES GUILLAIN-BARRÉ-SYNDROM NACH SCHWEINEGRIPPE-IMPFUNG AUFGETRETEN
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Diese seltene Erkrankung wurde bei einer jungen Frau innerhalb der ersten 10 Tage nach der Impfung mit dem zugelassenen Impfstoff Pandemrix® diagnostiziert, also ungewöhnlich früh, wie die zuständige französische Behörde Afssaps (Agence française de sécurité sanitaire des produits de santé) bekanntgab. Sie prüft nun, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen Impfung und Erkrankung besteht.
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Laut Afssaps beträgt das Intervall zwischen Impfung und Krankheitsausbruch normalerweise vier bis sechs Wochen, weshalb nach anderen Auslösern in der Anamnese gesucht werde, vorwiegend nach weiteren Impfungen und Infektionen.
In Frankreich erkranken jedes Jahr 1.700 bis 1.800 Menschen an einem Guillain-Barré-Syndrom. Eine französische Studie schätzt die Inzidenz im Anschluss an eine Grippe auf 4 bis 7 auf 100.000 Grippefälle. Die Inzidenz nach einer Impfung soll nach den US-Erfahrungen aus dem Jahr 1976 (allerdings bei anderen, heute nicht eingesetzten Impfstoffen) bei 1 zu 100.000 liegen (Am J Epidemiol 1979; 110: 105-23).
Das Paul-Ehrlich-Institut hingegen bezweifelt, dass die Grippe-Impfung ein Guillain-Barré-Syndrom auslöst, und beruft sich auf mehrere kontrollierte Studien zum Risiko nach saisonalen derzeit verfügbaren, modernen Grippeimpfstoffen.
Der Nutzen der Impfung werde dadurch nicht infrage gestellt.
Quelle: www.aerzteblatt.de
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