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Topische Therapie bei Dermatosen durch Bakterien und Malassezien
Hautinfektionen mit Bakterien und Hefepilzen kommen in der Kleintierpraxis häufig vor. Eine Behandlung mit systemischen Antibiotika und Antimykotika ist aufgrund der Zunahme der multiresistenten Organismen, der Kosten und der möglichen Nebenwirkungen wahrscheinlich nicht ideal. Topische antimikrobielle Substanzen können als zusätzliche oder als einzige Therapie statt der systemischen Behandlung verwendet werden. Doch wie effektiv sind sie wirklich? Dieser Literaturreview bewertet Studien, die sich mit der topischen Behandlung von Hautinfektionen befassten.

In vitro und in vivo Studien, die topische antimikrobielle Wirkstoffe untersuchten, wurden auf elektronischem und manuellem Weg in Büchern und Artikeln gesucht.

Die Studien wurden bewertet und die Evidenz für oder gegen die Verwendung von lokalen Wirkstoffen wurde herausgesucht.

Es besteht eine gute Evidenz für die Wirksamkeit von Chlorhexidin und, in etwas geringerem Ausmaß, für Benzoylperoxid bei caninen bakteriellen Hautinfektionen.

Die Evidenz für die Wirksamkeit von Silbersulfadiazin und medizinischem Honig gegen bakterielle Hautinfektionen beim Hund und für die Wirksamkeit von Hydrogenperoxid und Zinnfluorid bei Pferden war limitiert.

Eine gute Evidenz besteht für die Verwendung einer Kombination von Chlorhexidin und Mikonazol bei Hunden mit kutanen Malassezieninfektionen.

Es besteht nur ungenügende Evidenz andere topische Therapien zur Vserwendung bei kutanen Infektionen zu empfehlen.

Schlussfolgerungen und klinische Wichtigkeit:  Obwohl viele antimikrobielle Produkte zur lokalen Therapie in der Veterinärdermatologie am Markt sind, konnte eine Wirksamkeit nur für eine Minderheit an Wirkstoffen publiziert werden.

Randomisierte kontrollierte Studien, die verschiedene topische Behandlungen evaluieren sind daher dringend notwendig.

Quelle: Mueller, R. S., Bergvall, K., Bensignor, E. and Bond, R. (2012), A review of topical therapy for skin infections with bacteria and yeast. Veterinary Dermatology, 23: 330–e62. doi: 10.1111/j.1365-3164.2012.01057.x




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KLEINTIERPRAXIS

Update zu Vergiftungen mit Rodentiziden bei Katzen
Wie häufig sind Vergiftungen mit Rodentiziden bei Katzen, wie viele davon sind Antikoagulantien (`Rattengift`), wie wirksam ist eine gastrointestinale Dekontamination (GID) im letzteren Fall? Es gibt interessante Erkenntnisse dieser retrospektiven Studie mit knapp 150 betroffenen Tieren, manche davon enorm relevant für die tägliche Praxis: eine Bestimmung der PT 48 Stunden nach Giftaufnahme beispielsweise ist mit und ohne GID ein absolutes Muss und entscheidet über das weitere Vorgehen.

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