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Temporohyoidale Osteoarthropathie beim Pferd - Diagnostik und Therapie
Beim Hund ist die temporohyoidale Osteoarthropathie (THO) wohl bekannt, beim Pferd kaum. Doch sie ist auch hier mitunter schwierig zu diagnostizieren und ausgesprochen pleomorph in der klinischen Symptomatik. Und: sie betrifft nicht nur mittelalte oder ältere Pferde, wie oft vermutet wird. Eine hochinteressante Fallserie aus England!

Bei insgesamt 7 Pferden wurde die THO mittels endoskopischer Untersuchung verifiziert, trotz der geringen Fallzahl handelt es sich um die größte Fallserie in Europa.

Die Diagnose wurde mittels Computertomographie zusätzlich bestätigt, und bei 2 Pferden wurde eine Fraktur des Os stylohyoideus festgestellt. Bei 2 weiteren tieren wurde auch eine Szintigraphie vorgenommen und erbrachte eine gesteigerte Anreicherung von radioaktivem Material bei einem der Tiere.

Eines der betroffenen Tiere war ein Jährling.

Die Therapie wird nach wie vor kontrovers gesehen, bei 2/5 Tieren führte eine Keratohyoidektomie zu einer kompletten Heilung und bei den restlichen 3 zu einer deutlichen Verbesserung.

Ein Tier mit leichter Symptomatik wurde durch die Therapie mit Antibiotika und nichtsteroidalern Antiphlogistika geheilt.

Ein weiteres, das wegen Headshakings vorgestellt wurde, besserte sich zwar unter dieser Kombination, wurde aber nicht geheilt.


Quelle: Palus, V., Bladon, B., Brazil, T., Cherubini, G. B., Powell, S. E., Greet, T. R. C. and Marr, C. M. (2012), Retrospective study of neurological signs and management of seven English horses with temporohyoid osteoarthropathy. Equine Veterinary Education, 24: 415–422. doi: 10.1111/j.2042-3292.2011.00334.x




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PFERDEPRAXIS

Effekte intraartikulärer Injektion von liposomalem Bupivacain beim Pferdmembers
Nachweislich dient die intraartikulärer (IA) Gabe von Lokaalanästhetika als wirksame Maßnahme zur Kontrolle postoperativen Schmerzes. Allerdings wurde auch gezeigt, dass die Effekte von Lokalanästhetika auf equine Chondrozyten auch Chondrodestruktion umfassen, was natürlich nicht erwünscht ist. Also untersuchte man in dieser Studie eine liposomale Formulierung von Bupivacain, die beim Menschen und beim Hund zur intra- und periaartikuären Injektion eingesetzt wird und bis zu 72 Stunden Analgesie bewirkt. Geprüft wurden potentielle Effekte, Nebenwirkungen einschließlich Chondrotoxizität und Wahrscheinlichkeit des Abusus wegen des langdauernden analgetischen Effekts. Eine höchst interessante und praxisrelevante Studie, nicht nur im Hinblick auf `schmerzfrei gespritzte` Pferde vor Ankaufsuntersuchungen oder Wettbewerben!

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