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Erstbeschreibung der erfolgreichen Korrektur eines Vaginalprolapses bei einer tragenden Katze
Ein Vaginalprolaps ist bekanntlich eine exzessive Akkumulation eines Schleimhautödems zusammen mit einer Protrusion hyperplastischen Gewebes durch die Vulva. Er kommt insbesondere bei Wiederkäuern und Hunden vor, bei der Katze wurde er bislang noch nicht beschrieben. Was tun, wenn eine tragende Maine Coon-Katze mit diesem Problem vorgestellt wird?

Die Katze wurde etwa 54 Tage nach der ersten Belegung vorgestellt und zeigte einen Vaginalprolaps Typ III.

Er wurde reponiert und mit einem Kreuzheft in der Vulva verschlossen.

An dem Wurftermin wurde auch wegen des Risikos der Dystokie und des erneuten Auftreten des Prolapses ein Kaiserschnitt vorgenommen und dabei gleichzeitig eine Ovariohysterektomie durchgeführt.

Das Kreuzheft wurde sicherheitshalber noch für 2 weitere Wochen in der Vulva belassen, was zu einer permanenten Reduktion des Prolapses führte.

Nach Wissen der Autoren ist dies die Erstbeschreibung eines erfolgreich behandelten Vaginalprolapses bei einer tragenden Katze.


Quelle: McKelvey, K. A., Beachler, T. M., Ferris, K. K., Diaw, M., Vasgaard, J. M. and Bailey, C. S. (2014), Vaginal prolapse in a pregnant Maine coon cat: a case report. Journal of Small Animal Practice. doi: 10.1111/jsap.12310


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KLEINTIERPRAXIS

Amoxicillin-Clavulansaeure bei Hunden mit haemorrhagischer Gastroenteritis
Jahrzehntelang gehörte die antibiotische Therapie oder `antibiotische Abdeckung` zur Standardtherapie der hämorrhagischen Gastroenteritis beim Hund. Im Zeitalter zunehmender Antibiotika-Resistenzen und besser beschriebenen Antibiotika-Nebenwirkungen stellt sich natürlich die Frage, ob diese Empfehlung wirklich noch zeitgemäß ist. Zumal ihre Notwendigkeit bislang bei hämorrhagischer Gastroenteritis (HGE) ohne Sepsis noch nicht wirklich belegt worden ist. Diese neue prospektive, Placebo-kontrollierte, verblindete Studie der LMU München sollte prüfen, ob eine Gabe von Amoxicillin-Clavulansäure bei HGE den klinischen Verlauf und die Resultate positiv beeinflussen kann - 60 Patienten nahmen teil.

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