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Immunvermittelte Keratitis (IMMK) beim Pferd
Eine immunvermittelte Keratitis tritt nicht nur beim Hund, sondern auch beim Pferd gar nicht so selten auf. Wie äußert sie sich klinisch, wie wird sie therapiert, und wie sind die Resultate? Eine wichtige und höchst informative Studie, die gerade publiziert wurde.

19 Pferde mit IMMK wurden in diese retrospektive Studie eingeschlossen.

Bei allen 19 Tieren (22 Augen) wurde eine IMMK diagnostiziert.

Drei verschiedene Gruppen wurden anhand des klinischen Bildes klar unterschieden, basierend auf der Tiefe der Veränderung im Bereich der Cornea:

Superfiziell stromal (n = 11 Augen), midstromal (n = 6 Augen), oder endothelial (n = 5 Augen).

Die Pferde waren zwischen 5 und 19 Jahren alt (mittleres Alter ± SD 11.9 ± 3.6 Jahre).

11 Tiere litten schon 12 Monate oder länger an klinischen Symptomen einer Cornea-Erkrankung, bevor sie überwiesen wurden.

Die mittlere Dauer der Erkrankung vor der Überweisung betrug 11.8 ± SD 8.3 Monate.

Eine superfizielle stromale Keratitis präsentierte sich als oberflächliches zelluläres stromales Infiltrat mit einer diffusen Vaskularisation.
Die midstromale Keratitis zeigte ein midstromales zelluläres Infiltrat, umgeben von einem leichten Corneaödem und Vaskularisation.
Die endotheliale form schließlich zeigte ein endotheliales zelluläres Infiltrat mit einem diffusen Corneaödem.
Bei allen drei Typen der IMMK wurden keine klinischen Symptome einer Uveitis oder stärkeres Unbehagen gesehen.

Die Tiere mit einer superfiziellen IMMK sprachen auf topische Therapie an, aber deutlich besser auf chirurgische Entfernung der Läsion. Die Tiere mit midstromaler Keratitis reagierten gut auf topisches Cyclosporin, die endotheliale Form reagierte am wenigsten auf irgendeine Therapie.






Quelle: Gilger, Brian C., Michau, Tammy Miller & Salmon, Jacklyn H. (2005): Immune-mediated keratitis in horses: 19 cases (19982004). In: Veterinary Ophthalmology 8 (4), 233-239.




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