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Optimierung der Ergebnisse von Proben aus dem Respirationstrakt des Pferdes
Atemwegserkrankungen beim Pferd gehören zu den häufigsten Krankheiten, und die Entnahme und zytologische oder mikrobiologische Untersuchung von Proben aus dem Respirationstrakt zur Diagnostik gehören zu den Routineverfahren in der Pferdepraxis. Dennoch sind die Resultate mitunter enttäuschend. Wie kann man sie verbesserrn?

Spontane Perforation des Ösophagus beim Pferd
Perforationen des Ösophagus sind beim Pferd kein Seltenheit, doch normalerweise Folge traumatischer Einwirkungen, beispielsweise bei Schlundverstopfungen oder dem Versuch ihrer Korrektur. Spontan treten sie am ehesten bei einer idiopathischen muskulären Hypertrophie (IMHO) des Ösophagus. Diese Veränderung ist ziemlich unbekannt, aber nicht zu unterschätzen!

Ungewöhnliche Ursache einer Obstruktion des kleinen Colons beim Saugfohlen
Gerade mal sieben Tage war die kleine Stute alt, die mit akuten hochgradigen Koliksymptomen eingeliefert wurde und auch nicht auf konservative Therapie ansprach. Von Mekoniumverhalten bis hin zu Missbildungen reichen die möglichen Differentialdiagnosen. Die bei der explorativen Laparatomie gefundene Ursache ist sehr selten, aber korrigierbar, so dass eine Restitution ad integrum möglich war.

Gewichtsverlust bei gutem Appetit - wichtige Differentialdiagnosen beim Pferd
Diese Kombination hat viele Ursachen und kann eine echte Herausforderung für den Pferdepraktiker werden. Interessanterweise findet man zur Thematik guter Appetit und Gewichtsverlust nur relativ wenig in der Literatur, geschweige denn Risikofaktoren oder prognostische Indikatoren. Diese neue Publikation ist ausgesprochen hilfreich für die tägliche Praxis!

Einfluss der Entnahmeorte und der Testverfahren auf die Resultate bei Druse
Druse ist bekanntlich eine hochansteckende Equiden-spezifische Erkrankung, die durch das Bakterium Streptococcus equi subsp. equi hervorgerufen wird und auch heute durch immer neue Ausbrüche immer wieder für Gesprächsstoff sorgt. Mehrfache negative Proben werden verlangt, um die Sperrung eines Betriebes wieder aufzuheben bzw. die Quarantäne eines Pferdes aus einem betroffenen Betrieb auszuheben. Doch in bis zu 40% der Fälle sind Pferde mit Druse labordiagnostisch negativ, obwohl die Entnahmemethoden und die Laboranalysen sich über die letzten Jahre enorm verbessert haben. Wie kann man diese schockierenden Resultate verbessern?

Erstbeschreibung einer atypischen infiltrativen Lipomatose im Mesojejunum beim Pferd
Persistierende Kolik bei einer 25jährigen Stute - da kommen sicher zahlreiche Differentialdiagnosen in Frage. Bei näherem Befragen berichteten die Besitzer, dass die Stute bereits mehrere Episoden einer leichten rekurrierenden Kolik, die bis zu 18 Stunden dauerten und nicht auf Analgetika ansprachen, im Verlauf des letzten Monats entwickelt hatte. Unglücklicherweise wurde die Diagnose der ungewöhnlichen Ursache dann erst portmortal gestellt, die Stute wurde eingeschläfert.

Infiltrative Lipomatose des Caecums als Kolikursache
Ein akutes Abdomen und massive Koliksymptomatik beim Pferd kann zahlreiche Ursachen haben, wie jeder Tierarzt weiß. Eine davon, wenn auch eine seltenere, ist eine Lipomatose, also ein massives fettiges Infiltrat im Bereich unterschiedlicher Darmabschnitte. Verfolgt man die Literatur, scheint die Lipomatose zumindest immer häufiger als Kolikursache diagnostiziert zu werden. Diese Fallbeschreibung eines neunjährigen Wallachs beschreibt detailliert die prä- und intraoperativen Befunde und ist ausgesprochen informativ.

Ungewöhnliche Kolikursache bei einem neunjährigen Wallach
Ursachen für Koliken beim Pferd gibt es viele, häufigere und weniger häufige. Diese ist hier erstmals beschrieben, trotzdem sollte man sie differentialdiagnostisch bedenken: eine infiltrative Lipomatose im Caecumbereich.

Folgeschäden nach intramuskulärer Injektion bei einem Vollblüter
Lokale Reaktionen nach intramuskulärer Injektion werden häufig gesehen und sind bei weitem nicht immer durch unsaubere Arbeit zu erklären. In diesem Fall, bei einen neunjährigen Vollblutwallach, sind die Folgen allerdings dramatisch, denn nach der Injektion von Flunixinmeglumin in den linken Halsbereich fand sich eine massive Schwellung, aus deren Aspirat große Mengen der anaeroben Clostridium spp. angezüchtet wurden. Die klinischen Folgen waren höchst dramatisch!

Episodische Blindheit und Ataxie bei einer Oldenburger Stute mit Cholesteringranulomen
Die Anamnese der elfjährigen Oldenburgerstute ist verblüffend, beinhaltet sie doch drei Episoden mit akuter, transienter Blindheit, Ataxie und Orientierungslosigkeit innerhalb von 7 Monaten. Bei der Therapie mit Corticosteroiden zeigte sich jeweils innerhalb einer Woche eine Verbesserung der klinischen Symptome einschließlich des wiederkehrenden Sehvermögens, lediglich eine leichte rechtsseitige Miosis persistierte. Ein ungewöhnlicher und hochinteressanter Fallbericht, leider ohne Happy end!

Subepitheliale Keratomykose beim Pferd
Deutschland gehört nicht zu den endemischen Ländern für subkutane oder systemische Mykosen, doch im Zeitalter der Globalisierung und der weltweit ausgetragenen Wettbewerbe sollte der Pferdepraktiker trotzdem mit den klinischen Symptomen solcher Infektionen vertraut sein. Diese Fallserie aus Florida umfasst beachtliche 21 Pferde unterschiedlichster Rassen mit subepithelialer Keratomykose (SEK) und ist die Erstbeschreibung derart subtiler Formen einer Keratomykose.

Synoviazysten beim Pferd - klinische Befunde, Diagnose und Therapie
Insgesamt 16 Pferde mit Synoviazysten in den Gelenken wurden in diese retrospektive Fallserie einbezogen. Bewertet wurden neben Signalement, Anamnese und klinischer Symptomatik auch diagnostische Verfahren, Therapie und Behandlungserfolg.

Isolierte Bakterien bei serienhaften Verfohlungen von Quarterhorse- und Vollblutstuten
In der Fohlensaison wurden ungewöhnlich viele Aborte bei Vollblut- und Quarterhorse-Stuten im australischen Hunter Valley, New South Wales, festgestellt. Anfängliche Gemeinsamkeit war der kulturelle Nachweis von atypischen coryneformen Bakterien aus der Umwelt aus Mageninhalt und/oder Lunge der abortierten Feten. Die pathologischen Veränderungen waren so unverwechselbar, dass man sogar eine Definition für sie und den eigens hierfür geschaffenen Term ‘equine amnionitis and fetal loss’ (EAFL) schuf. Doch was ist der eigentliche Auslöser?

Update der Alopecia areata beim Pferd
Haarverlust infolge Alopecia areata (AA) ist bei diversen Species einschließlich Mensch beschrieben, aber insgesamt selten. Der Haarausfall entsteht infolge entzündlicher Veränderungen innerhalb und rund um die Haarwurzel und die unteren Abschnitte der Haarfollikels. Die Dokumentation von AA bei Pferden beschränkt sich auf einige Fallberichte der Universität Davis und ist ausgesprochen informativ - sind es doch gerade mal 15 Fälle in einem Zeitraum von mehr als 30 Jahren in einer Überweisungsklinik!

Orales Meloxicam beim Fohlen
Über Sicherheit, Wirksamkeit und Pharmakokinetik von Meloxicam bei diversen Tierarten ist viel geforscht und berichtet worden, auch bei Pferden. Bei Fohlen allerdings nicht, und natürlich ist es möglich, dass physiologische Unterschiede zwischen Neugeborenen und Adulten nicht nur die Pharmakokinetik von Meloxicam verändern, bei anderen Medikamenten ist das ja hinlänglich bekannt. Haben Fohlen ein höheres Risiko für Nebenwirkungen?

Temporohyoidale Osteoarthropathie beim Pferd
Bei jungen Hunden, insbesondere bei manchen Terrierrassen, ist die temporohyoidale Osteoarthropathie (THO) nicht unbekannt, bei jungen Pferd ist die THO mit ihrer immer noch nicht voll geklärten Pathogenese eine Seltenheit. Der Fallbericht aus Australien ist nicht zuletzt deswegen besonders interessant, weil einer der Patienten an einem weiteren häufigen und oft schlecht zu kontrollierenden Problem litt: an schwerem Headshaking.

Erstbeschreibung einer idiopathischen eosinophilen Meningoenzephalitis beim Pferd
Beim Hund sind eosinophile Meningoenzephalitiden wohlbekannt - mitunter schwierig zu diagnostizieren und zu therapieren, manchmal erst postmortal diagnostiziert. Beim Pferd wurden sie bislang nicht beschrieben, bei dem holländischen Warmblutwallach leider auch erst bei der Obduktion entdeckt. Der interessante Fallbericht kommt aus Österreich.

Erfolgreiche Entfernung eines Führungsdrahts aus der Vena jugularis
Ein Alptraum, der glücklicherweise nur selten passier: Beim Schieben eines Verweilkatheters in die Vena jugularis bei diesem ausgewachsenen Pferd entfaltet der Draht des Führungsteils ein `Eigenleben`. Mittels Röntgen- und Ultraschalluntersuchung kann sein proximales Ende im distalen Drittel des Zervikalbereichs ausgemacht werden. Doch wie entfernt man den Draht nun, ohne noch mehr Schaden anzurichten?

Pharmakokinetik von Makrolid-Antibiotika beim Fohlen
Lungenerkrankungen beim Fohlen sind keine Seltenheit, und sie müssen nicht nur wegen der akuten Lebensgefahr, sondern auch wegen möglicher Folgeschäden sehr ernst genommen und intensiv therapiert werden. Makrolid-Antibiotika, eine Zeitlang angesichts vermeintlich modernerer und besserer Antibiotika seltener verordnet, erleben gerade in der Therapie von Pneumonie sowie von extrapulmonalen Erkrankungen, hervorgerufen durch Rhodococcus equi, eine Renaissance. Wie gut sie sind und warum erklärt dieser neue, wirklich lesenswerte Review-Artikel!

Vitamin E und damit verbundene Erkrankungen beim Pferd
Vitamin E und Selen werden unter Pferdebesitzern nicht selten als `Geheimtipp` gehandelt und häufig auch unreflektiert eingesetzt. Wann ist es denn sinnvoll, Vitamin E als primäres Antioxidans zu geben, und was soll es genau bewirken?

Endokrine Erkrankungen und Laminitis beim Pferd
Laminitis oder Hufrehe ist seit Jahrzehnten ein Schreckgespenst für die meisten Pferdebesitzer. auch wenn intensivst über Pathogenese und auslösende Faktoren geforscht wird, bleiben viele Fragen offen. Bekannt ist, dass zwei häufige endokrine Erkrankungen, nämlich pituitary pars intermedia dysfunction und equine metabolisches Syndrom (beide auch mitunter als `Wohlstandserkrankungen` klassifiziert), Pferde und Ponies für Laminitis prädisponieren oder diese auch auslösen können. Ein hochinteressantes Beitrag mit neuesten Informationen zur Hufrehe

Wunden im Achselbereich beim Pferd und ihre Komplikationen
Beim Pferd kommen leider Wunden im Achselbereich häufig vor, und nicht zuletzt wegen der großen Spannung in dieser Region sind Komplikationen an der Tagesordnung und nicht selten schwerwiegend und potentiell lebensgefährlich. Insbesondere subkutane Emphyseme, Pneumomediastinum und Pneumonthorax sind hier zu nennen. Diese hervorragende Zusammenstellung beschreibt die genannten Komplikationen und ihre adäquate Therapie.

Plötzliche maligne Transformation eines Melanozytoms beim Pferd
Melanozytäre Tumore sind gerade bei hellen Pferden häufig, und sie können benigne oder maligne sein. Gerade graue Tiere sind prädisponiert. Eine plötzliche maligne Transformation eines Melanozytoms im Bereich der Schweifmitte wie beim 16jährigen irischen Kaltblüter ist allerdings nicht so häufig, aber interessant und bis dato noch nicht beschrieben.

Schilddrüsenhormone bei Esel und Pferd
Esel sind keine kleinen Pferde, das wird immer klarer und gilt, wie diese interessante Arbeit zeigt, auch für die Serumspiegel der Schilddrüsenhormone. Wichtig zu wissen, um keine Fehldiagnose zu stellen!

MRI-Diagnostik der equinen spinalen Ataxie - Möglichkeiten und Grenzen
Spinale Ataxie beim Pferd zu diagnostizieren kann einfach sein, eine Herausforderung kann hingegen die Identifikation der jeweiligen Ursache darstellen. Diese neue kanadische Untersuchung beschäftigt sich mit Möglichkeiten und Grenzen der `modernsten` diagnostischen Methode, dem MRI (magnetic resonance imaging).

Aussagekraft der radiologischen Veränderungen bei Fohlen mit Rhodococcus equi-Pneumonie
Pneumonien bei Fohlen sind gar nicht selten und enden in vielen Fällen trotz aller Bemühungen tödlich. Oft wird daher vor Therapiebeginn vom Besitzer eine Aussage zur Prognose gewünscht. Gibt möglicherweise das radiologische Verteilungsmuster bei seitlichen Aufnahmen diesbezügliche Hinweise? Eine interessante Fragestellung, der bei der Rhodococcus equi-bedingten Pneumonie einmal nachgegangen wurde. An insgesamt 62 Fohlen mit kulturell nachgewiesenem Erreger.

Extraokuläres Lymphosarkom beim Pferd
Lymphosarkome, auch solche, die das Auge betreffen, sind auch bei Pferden keine Seltenheit. Ungewöhnlich allerdings, dass wie in dieser Fallstudie extraokuläre Strukturen betroffen sind - und das häufiger als gemeinhin angenommen!

Cornea-Graft zur Therapie eines tiefen Ulcus corneae beim Pony
Trotz aller intensiven konservativen Bemühungen zeigte das arme achtjährige Pony in diesem Fallbericht ein progressives infiziertes tiefes Ulcus corneae am linken Auge, auch noch an einer ausgesprochen ungünstigen Stelle. In diesem Fall war die chirurgische Intervention die Rettung von Bulbus und Augenlicht.

Ungewöhnliche Ursache für Konditionsschwäche beim Pferd
Wenn ein sechzehnjähriger voll trainierter Araberwallach unspezifische Allgemeinsymptome wie Leistungsrückgang ohne irgendwelche klinisch fassbaren veränderten Untersuchungsbefunde zeigt, heißt es nachdenken. Im Blutbild fanden sich Neutropenie und Anämie. Was könnte die Ursache sein, und liegt hier die Lösung des Problems?

MRI-Darstellung der Pulpa von Backenzähnen beim Pferd
Veränderungen im Bereich der Backenzähne können schwierig bei Pferden zu diagnostizieren sein, nicht selten scheinen sie im Röntgenbild sogar unauffällig zu sein. Kann man mittels MRI die Pulpa eindeutig darstellen und zwischen gesunden und veränderten Zähnen differenzieren? Zur Klärung dieser Frage befassten sich die Autoren mit insgesamt 619 Backenzähnen im Ober- und Unterkiefer von 62 Pferden und verglichen klinische, radiologische und MRT-Befunde.

Veränderungen an der Plazenta bei Fohlen mit kongenitalen Deformationen
Kongenitale Deformationen, insbesondere wie hier beschrieben kongenitale Flexuren der Gliedmaßen, werden gerade bei Vollblutfohlen recht häufig gesehen. Über mögliche Ursachen wird viel gerätselt. Diese jüngst erschienene Publikation befasst sich mit den Plazenten von acht betroffenen neugeborenen Fohlen, an denen auch prompt Veränderungen zu finden waren.

Prävalenz, Risikofaktoren und Frühsymptome einer Pars-intermedia-Dysfunktion beim alten Pferd
Eine Dysfunktion der hypophysären Pars intermedia (PPID) beim Pferd ist eine gar nicht seltene, altersabhängige neurodegenerative Erkrankung. Doch wie häufig kommt sie tatsächlich vor? Welche Risikofaktoren und welche Frühsymptome gibt es? Diese wichtigen Fragen wurden mit Hilfe von saisonal angepassten ACTH-Spiegelbestimmungen bei älteren Pferden geklärt.

Aortenruptur und Aorten-Lungen-Fistel beim Friesen
Insbesondere bei Zuchthengsten sind Aortensinus von Valsalva-Aneurysmen oder Abrissen der Aortenwurzeln wohlbekannte Ursachen plötzlicher Todesfälle, wie auch die jüngste Vergangenheit bei Hengsten im Leistungssport einmal mehr gezeigt hat. Friesen werden verhältnismäßig selten in diesem Zusammenhang genannt. Zu Unrecht, wie die erschreckenden Resultate dieser gerade erschienenen Publikation zeigen - sie leiden gar nicht so selten an einer ungewöhnlicheren Form der Aortenruptur, die im Bereich proximal des Ligamentum arteriosum lokalisiert ist.

Kastration beim Pferd - Techniken, Komplikationen und Tipps bei skrotalen und kryptorchiden Hoden
Die Kastration stellt eigentlich die Standard-Operation in der Pferdepraxis dar, und doch sind Komplikationen, die in ihrem Zusammenhang auftreten, die häufigste Ursache für Klagen gegen den ausführenden Tierarzt, zumindest in den USA. Dieser hervorragende Review-Artikel beschreibt nicht nur OP-Techniken und viele wissenswerte Details, sondern geht auch kurz auf die Embryonalentwicklung ein, deren Kenntnis für die Differenzierung normaler und abnormaler Strukturen Voraussetzung ist und so bereits Komplikationen minimiert.

Granulosazelltumor bei einer tragenden Stute
Eigentlich scheinen sich beide Befunde auszuschließen: eine Trächtigkeit und ein ovarieller Granulosazelltumor, der Östrogen produziert. Und doch konnte die tragende vierzehnjährige 7/8 Vollblutstute erfolgreich therapiert werden, nachdem sie ursprünglich mit einer Umfangsvermehrung an einem Ovar vorgestellt worden war. Dieser Beitrag geht über einen reinen Fallbericht hinaus, vielmehr werden auch die diagnostischen und therapeutischen Herausforderungen während einer solchen Schwangerschaft diskutiert. Wirklich lesenswert!

Praxistipps zur bronchoalveolären Lavage beim Pferd
Sie ist sicher, diagnostisch wertvoll und leicht durchzuführen - und trotzdem bei der Diagnostik von Atemwegserkrankungen beim Pferd weit unterschätzt. So lautet das Fazit dieser gerade erschienenen Publikation bezüglich der bronchoalveolären Lavage (BAL). Dementsprechend wertvoll sind die Tipps aus der Praxis, die hier vermittelt werden sollen.

Augenveränderungen nach Blitzeinwirkung bei einem Vollblutjährling
Nach dem schweren Gewittersturm zeigte der zweijährige Vollblutwallach, bis dato gesund, so schwere Augenveränderungen und Sehstörungen, dass er eingeschläfert wurde. Die Augen wurden klinisch und histopathologisch untersucht, die Resultate sind hochinteressant.

Pankreatitis beim Pferd - ein Update
Pankreatitis bei Hund und Katze ist keine Seltenheit, und ihre Diagnose kann ausgesprochen schwierig sein. Beim Pferd hört man recht wenig von dieser potentiell tödlichen Erkrankung. Zu Unrecht, doch ihre definitive Diagnose ante mortem gilt als eine Herausforderung. Diese hervorragende retrospektive Studie fasst die häufigsten klinischen Symptome, klinikopathologischen Befunde und Begleiterkrankungen bei Pferden mit gesicherter Pankreatitis zusammen. Und diese Lektüre schärft hoffentlich den Blick für eine Diagnose intra vitam!

Azithromycin beim erwachsenen Pferd
Beim Fohlen wird Azithromycin häufig verwendet, bei erwachsenen Pferden hingegen fehlen erstaunlicherweise entsprechende Studien. Ziel dieser Untersuchung war es, das Pharmakokinetik-Profil beim erwachsenen Pferd zu bestimmen sowie eine vorläufige Aussage bezüglich der Anwendungssicherheit und der Verträglichkeit bei erwachsenen Pferden zu ermöglichen. Zu diesem Zweck wurden 6 adulten gesunden Stuten in einer Studie im Crossover-Design jeweils 5 mg/kg intravenös bzw. 10 mg/kg über Magensonde verabreicht und anschließend in Serienproben von Plasma, Neutrophilen und in den Lungenmakrophagen die Azithromycinkonzentrationen gemessen.

Diagnose von Knochenresportion an der Flexorseite des Hufbeins mittels MRI und Röntgenuntersuchung
Die Diagnose einer Knochenresorption auf der Flexorseite des Hufbeins wurde bis dato beim Pferd mittels MRI dargestellt, allerdings ohne Hinweise darauf, mit häufig und wie charakteristisch diese Veränderung vorkommt. Dies wurde in der vorliegenden Studie geprüft, zusammen mit der Frage, ob es auch gelingt, entsprechende Befunde auch beim sehr viel häufiger durchgeführten Röntgenbild darzustellen.

B-Zell-Lymphom mit Leukämie beim Maultier
Vorgestellt wurde der zwanzigjährige Patient mit den wenig spezifischen Symptomen Anorexie und Fieber. Bei der Blutuntersuchung fanden sich eine Population aus großen, immaturen Lymphozyten sowie eine signifikante Anämie. Die Knochenmarkspunktion verlief nicht erfolgreich,der abdominale Ultraschall unauffällig. So konnte die endgültige Diagnose bedauerlicherweise erst postmortal gestellt werden - das Maultier wurde nämlich wegen der schlechten Prognose eingeschläfert.

Aminoglykoside beim Pferd - ein Überblick
In der Vergangenheit gab es immer mal wieder Probleme, die beim Pferd häufig verwendeten Aminoglykoside zu beschaffen (insbesondere Amikacin und Gentamicin), doch ist diese Antibiotikafamilie eigentlich diejenige, die bei dieser Species vielfach verwendet wird. Dieser hervorragende, jüngst publizierte Artikel liefert zunächst einen allgemeinen Überblick über den Wirkungsmechanismus, die Pharmakokinetik und natürlich auch über potentielle Nebenwikrungen beim Patient Pferd.

Serum-Proteinspiegel und Serum IgG bei neugeborenen Fohlen
Proteinspiegel im Blut sind auch mit dem `normalen` Praxislabor zu bestimmen, also Gesamteiweiß (sTP), Albumin (sAlb), und Globulin (sGlob), die Immunglobulin G-Spiegel (sIgG) neugeborener Fohlen dagegen nicht, und doch sind letztere so wichtig für die passive Immunität. Diese soeben publizierte Studie beschäftigt sich mit der Frage, ob möglicherweise die Proteinspiegel prädiktive Wirkung bezüglich des IgG haben könnten.

Ausscheidung von Salmonellen bei Pferden mit akuter Kolik
Akute Kolik und Salmonellen-Ausscheidung sind bei Pferden nicht selten assoziiert, und Pferde mit Salmonellose entwickeln bekanntlich im typischen Fall Diarrhoe, Fieber und Leukopenie. Gibt es zusätzlich prädiktive Faktoren, die dabei helfen könnten, die Salmonellen-Ausscheider unter den Kolikern früher zu identifizieren - und damit nicht nur schneller therapieren zu können, sondern auch die Kontamination der Umgebung zu reduzieren?

Zytokinmuster und Entzündungszellen bei Pferden mit rekurrierender Urtikaria
Rekurrierende Urticaria (RU) kommt bei Pferden bekanntlich häufig vor, wobei über die Pathogenese dieser Erkrankung wenig bekannt ist. Ziel dieser Studie war die Beschreibung des entzündlichen Zellinfiltrates sowie des Exprimierungmusters der Zytokine in der Haut von Pferden mit RU. Zu diesem Zweck wurden Biopsien veränderter und unveränderter Haut bei Pferden mit RU (n = 8) sowie gesunde Haut von Kontrolltieren (n = 8) untersucht. Liefert diese Untersuchung neue Erkenntnisse?

Osteoprogenitor Cell Therapy bei Frakturen beim Pferd
Eine faszinierende experimentelle Studie, erst einmal im Modell an 10 Pferden durchgeführt: Verbessern Osteoprogenitoren die Knochenheilung bei chirurgisch verursachten Ostektomien des vierten Metakarpalknochen die Wundheilung, wenn sie dem bisher üblichen fibrin glue zugesetzt werden? Jedes Pferd diente gleichzeitig als eigene Kontrolle, denn die Ostektomie wurde beidseits durchgeführt und nur ein Bein therapiert - randomisiert entweder mit der Injektion von fibrin glue alleine oder mit Osteoprogenitor-Zellen in die Knochendefekte.

Epilepsie beim Pferd - Ätiologie und prädiktive Faktoren
Beim Hund weit verbreitet und hervorragend erforscht, beim Pferd arg vernachlässigt - so könnte man den derzeitigen Stand der Epilepsiekenntnisse beschreiben. Diese hervorragende Studie der Ohio State University beschäftigt sich erstmals mit der systematischen Klassifikation von epileptischen Anfällen an 104 Pferden.

Ungewöhnliche Folgen einer Colonverlagerung
Eigentlich schien schon alles erfolgreich korrigiert worden zu sein: die neunjährige Vollblutstute hatte eine Verlagerung des großen Colons nach links dorsal, die erfolgreich therapiert worden war. Doch die Phenylephrintherapie, die in diesem Zusammenhang durchgeführt wurde, führte zu ungeahnten Folgen...

Elektrophysiologische Veränderungen bei Quarter Horses mit neuroaxonaler Dystrophie
Quarter Horses gehören nicht nur in den USA, sondern auch in Europa zu den beliebtesten Pferderassen, und dass sie zu verschiedenen spezifischen Erkrankungen neigen, ist wohlbekannt. Eine davon ist die neuroaxonale Dystrophie (NAD), eine tückische Erkrankung, die zu plötzlichen neurologischen Symptomen bei jungen Pferden im Alter von 4-36 Monaten führt. Die equine degenerative Myeloenzephalopathie (EDM), eine mit niedrigen Vitamin E-Spiegeln assoziierte Erkrankung, wird als die fortgeschrittene Form der NAD angesehen. Gibt es möglicherweise typische elektrophysiologische Bilder in Elektroretinogramm und Elektroenzephalogramm für NAD/EDM beim American Quarter Horse?

Distichiasis als Ursache rekurrierender Hornhautulzera bei zwei Friesen
Distichiasis als Ursache für Hornhautulzera sind beim Hund bestens bekannt, verschiedene meist kleine Rassen sind hierfür prädestiniert. Beim Pferd kommt dieses Problem nicht so häufig vor oder wird seltener erkannt - ein Patient in der Fallserie war ein neunjähriger Hengst, der andere ein fünfjähriger Wallach.

Ultraschall versus Röntgen bei der Untersuchung von Gelenksveränderungen beim Pferd
137 Pferde mit Gelenksveränderungen wurden in diese hochinteressante und praxisrelevante Untersuchung eingeschlossen: sind Ultraschalluntersuchung oder Röntgenuntersuchung besser geeignet, um Gelenksveränderungen zu diagnostizieren? Die Resultate überraschen!

Exogene L-Laktat-Clearance beim erwachsenen Pferd
Die Laktatspiegel bei Pferden sind im Zusammenhang mit diversen Notfällen immer wieder als besonders wichtige Parameter mit teilweise prognostischer Relevanz beschrieben worden. Diese jüngst publizierte Studie beschäftigt sich mit der interessanten Frage, wie die endogene Produktion von L-Laktat und die Clearance von exogen zugeführtem Natrium-L-Laktat (ExLC) bei gesunden Pferden ablaufen.

D-Dimer-Konzentration in der Synovia septischer Gelenke beim Fohlen
Sepsis mit Beteiligung der Gelenke oder bakterielle Arthritiden sind bei Fohlen keine Seltenheit und immer wieder Anlass für dramatische Spätschäden. Beim Menschen und bei adulten Pferden wurde schon länger nachgewiesen, dass bei verschiedenen Gelenkserkrankungen das D-Dimer als Ausdruck gesteigerter fibrinolytischer aktivität der Synovia erhöht ist, was möglicherweise die Fbrinablagerung im Gelenk reduzieren soll und dementsprechend dessen negative Effekte verringert. Wie sieht der D-Dimer-Wert bei Fohlen mit septischen Gelenkveränderungen aus?

Neue Technik zur Entfernung von Keratomen beim Pferd
Zwei Turnierpferde wurden mit identischen Vorberichten, nämlich chronischer Lahmheit, vorgestellt. Einer litt unter einer Deformation der Hufwand, der zweite an einer Zubildung im Bereich der Fesselbeuge. Radiologisch fand sich bei beiden Tieren eine mittelgradig röntgendichte Masse, ultrasonsographisch eine gut abgesetzte, nichtinvasive heterogene Zubildung. Das CT des zweiten Patienten wies eine gut abgesetzte, zweilappige, teilmineralisierte Zubildung nach, die teilweise bereits zu Knochenresorption der darunterliegenden mitteleren Phalanx geführt hatte. Wie kann man hier am schonendsten chirurgisch vorgehen?

Chronisch-proliferative Pododermatitis beim Pferd - Früherkennung ist essentiell
Zu diesem Fazit kommt diese gerade publizierte Studie an 30 Pferden, die größtenteils nicht wie meist angenommen Kaltblüter waren: 18 waren Warmblüter, nur 7 Kaltblüter und die restlichen sonstige Rassen. Auch sonst räumt diese retrospektive Studie mit verschiedenen Vorurteilen bezüglich Prognose und Therapie auf. Sehr lesenswert!

Spätfolgen von okulären Plattenepithelkarzinomen bei vier Pferden
Das Plattenepithelkarzinom scheint erfolgreich therapiert, doch das böse Erwachen folgt: entweder gab es bei den vier Tieren dieses Fallberichts ein Lokalrezidiv oder lokale Metastasen, doch das Auge war bei keinem der Tiere ein zweites Mal betroffen. Welche Lokalisationen sollten besonders sorgfältig kontrolliert werden?

Invasives Hämangiosarkom der Cornea bei einem Araber
Eine Neubildung, die vom lateralen Limbus ausgehend bereits 30% der Cornea überzieht, war der Grund der Vorstellung des 15jährigen grauen Araberwallachs. Sie war nicht-pigmentiert, glatt, unregelmäßig geformt und zentral nekrotisch und mit serosanguinösem Ausfluss. Wie gestaltet sich das weitere Vorgehen, wenn nach Entfernung mittels lamellärer Keratektomie ein Hämangiosarkom histologisch diagnostiziert wird, mit hässlichen unregelmäßigen Gefäßkanälen, die von plumpen Spindelzellen ausgekleidet werden.

Ungewöhnliche Ursache einer Überlaufblase beim Pferd (Fallbericht)
Die Symptomatik des Pferdes in diesem Fallbericht wies schon eindeutig auf ein neurologisches Problem lokalisiert im Sakralbereich hin, die eigentliche Läsion hingegen war eher ungewöhnlich. Ein interessanter Fallbericht aus Australien!

Die gängigsten Therapien bei Gelenkerkrankungen des Pferdes
Diese Umfrage bei Kollegen, die häufig mit Leistungspferden zu tun haben und die Gelenkprobleme intraartikulär behandeln, liegt eigentlich nahe - und doch wurde noch nie eine derartige Liste der beliebtesten Therapien publiziert. Besagte Umfrage richtete sich an Mitglieder der American Association of Equine Practitioners (AAEP) und ist hochinteressant, wertet sie doch die Antworten von mehr als 800 Kollegen aus...

Metallfremdkörper in der Zunge bei 16 Pferden
Klinisch zeigten alle 16 (adulten!) Pferde identische Symptome: eine geschwollene Zunge, exzessive Salivation und leichte bis hochgradige Anorexie, einige entwickelten auch Fieber, vergrößerte und schmerzhafte Intermandibularräume, Dysphagie, Halitosis und unilaterale Zungenlähmung. Welche Fremdkörper waren es, und wie ist die Prognose?

Ultraschalluntersuchung von Verletzungen der tiefen Beugesehne beim Pferd
Verletzungen im Bereich der tiefen Beugesehne gehören zu den häufigen Lahmheitsursachen beim Pferd, und auch das komplexe `Hufrollen`- oder `Navikular-Syndrom` gehört zu den häufigsten Erkrankungen im Bereich der Vordergliedmaßen. Mittels Ultraschall kann man Schädigungen im Bereich der Weichteile und der knöchernen Oberflächen gleichermaßen nachweisen, was in manchen Kliniken schon zur diagnostischen Methode der Wahl bei Veränderungen im Bereich der Hufrolle geführt hat. In dieser Arbeit wurden die hauptsächlichen pathologischen Veränderungen im proximalen Bereich des Hufrollenapparates (PTA), die ultrasonographisch darstellbar sind, beschrieben - insbesondere solche im Bereich der tiefen Beugesehen (SSFT), der bursa podotrochlearis (PTB) und des distalen digitalen Ligamentum annulare (DDAL). Sehr informativ!

Multiple Pseudodivertikel im Dünndarm bei Pferden mit Lymphosarkomen
Die klinischen Symptome der drei Pferde in diesem Fallbericht sind zunächst wenig spezifisch: progressiver Gewichtsverlust, Inappetenz, Bauchödem und Lethargie, bei 2 Tieren auch intermittierende leichte Bauchschmerzen. Wie hängen diese Befunde mit dem Primärtumor zusammen?

Ungewöhnliche Veränderungen an einem abdominalen kryptorchiden Hoden beim Shetlandhengst
Ein Shetlandpony mit unilateralem abdominalem Kryptorchismus klingt nicht wirklich spektakulär. Doch die Veränderungen sind wirklich ungewöhnlich: Auf der kryptorchiden Seite fanden sich inguinal keine testikulären Strukturen, doch bei der laparaskopischen Umntersuchung testikuläre und epididymale Reste am distalen Ende einer gestielten Struktur im Abdomen. Der Laparaskopiesitus ist wirklich spektakulär!

Pathologische Veränderungen bei Pferden mit der Todesursache equine Influenza
Ausbrüche von equiner Influenza bleiben trotz aller Präventionsversuche und Impfmöglichkeiten gefürchtet und kosten jedes Mal viele Tiere das Leben. Wie sehen die pathologischen Veränderungen bei diesen Tieren aus? Diese Frage klärte man anläßlich des letzten großen Ausbruchs der equinen Influenza (EI) in Australien im Jahr 2007.

Akute myeloische Anämie bei einem Vollblutfohlen
Anämien sind auch beim Pferd keine Seltenheit, und wenn ein 10 Wochen altes Fohlen mit einer bereits seit 4 Wochen bestehenden Anämie vorgestellt wird, richten sich erste Gedanken vermutlich eher in Richtung parasitärer Ursachen. In diesem Fall zeigte die Blutuntersuchung jedoch nicht nur eine hochgradige Anämie, sondern auch eine Panleukopenie, und eine weiterführende Untersuchung des Knochenmarks brachte interessante Zusatzinformationen. Ein lehrreicher Fallbericht!

Alkohol-Dehydrogenase als Marker bei Pferden mit akutem Darmverschluss
Von der Universität Leipzig kommt diese äußerst praxisrelevante Untersuchung: Sie beschäftigt sich mit Pferden mit Kolik und Verdacht auf akuten Darmverschluss, einer häufigen Problematik, die nicht immer so schnell und eindeutig zu beantworten ist. Leider, denn Therapie und Prognose hängen natürlich wesentlich von der richtigen Interventionsentscheidung ab. Liefert die Serum-Alkohol-Dehydrogenase (ADH), die in jedem Praxislabor gemessen werden kann, wichtige diesbezügliche Informationen?

Verfärbung vom Urin beim Pferd
Beim Pferd wird eine Verfärbung des Urins verhältnismäßig häufig gesehen, doch trotzdem ist eine exakte Diagnose längst nicht immer zur stellen. Dieser neue Artikel gibt einen hervorragenden Leitfaden, wie klinische Pathologie und bildgebende Verfahren bei der Diagnostik sinnvoll eingesetzt werden können.

Femurkopfresektion bei einem Araberfohlen mit Langzeit-Follow-up
Bei kleineren Hunden und bei Katzen ist die Femurkopfresektion bei Femurluxation eine gebräuchliche und relativ kostengünstige Operationsmethode, für die man allerdings lange die obere Gewichtsgrenze bei etwa 30 kg ansetzte. Dieser Fallbericht ist in vielerlei Hinsicht interessant - beschreibt er doch nicht nur die beim Pferd ungewöhnliche Operation, sondern auch das Langzeit-follow-up vier Jahre später - hier sieht man endgültig, ob diese Operationsmethode im Fohlenalter indiziert war...

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus bei Pferden in Australien
Methicillin-resistente Staphylokokken sind ein zunehmendes Problem beim Menschen, aber auch beim Hund in verschiedenen Ländern. Über derartige Probleme beim Pferd hört man kaum etwas - diese Untersuchung aus Australien ist auf jeden Fall hochinteressant...

Temporohyoidale Osteoarthropathie beim Pferd - Diagnostik und Therapie
Beim Hund ist die temporohyoidale Osteoarthropathie (THO) wohl bekannt, beim Pferd kaum. Doch sie ist auch hier mitunter schwierig zu diagnostizieren und ausgesprochen pleomorph in der klinischen Symptomatik. Und: sie betrifft nicht nur mittelalte oder ältere Pferde, wie oft vermutet wird. Eine hochinteressante Fallserie aus England!

Megavesika bei einem neugeborenen Fohlen
Die Missbildungen bei dem neugeborenen Hengstfohlen waren so beachtlich, dass manch einer eher an eine Euthanasie als an chirurgische Intervention denken würde: eine hochgradig vergrößerte Harnblase (Megavesika), eine Divertikulum derselben sowie eine abnorme und hernienbildende Reststruktur des Nabels. Die Ätiologie der Megavesika beim Fohlen ist nicht klar, doch die Therapie...

Kongenitale Missbildungen der Zervix bei Stuten
Kürzlich wurde ein Fallbericht einer fünfjährigen Quarter Horse-Maidenstute mit einer kurzen (nur 3 cm langen) kongenitalen inkompetenten Zervix zusammen mit einem Pneumouterus beschrieben. Ausgehend davon beschäftigt sich die vorliegende Zusammenstellung mit den kongenitalen Zervixmissbildungen - die teilweise erst verhältnismäßig spät, nämlich wenn es zur Erstbedeckung geht, manchen Besitzern auffallen.

Neonatale Isoerythrolyse und andere immunvermittelte Erkrankungen des Fohlens
Auch heute stellt die neonatale Isoerythrolyse noch eine sehr ernste, potentiell lebensbedrohliche Erkrankung des neugeborenen Fohlens dar. Ursache ist eine Erkrankung, die aufgrund von Inkompatibilität zwischen Blutgruppe des Fohlens und der Mutter zu einer immunvermittelten hämolytischen Anämie führt. Welche wichtigen anderen Erkrankungen sind noch zu beachten?

Endoskopische Untersuchung des Ductus nasolacrimalis beim Pferd
Bislang gab es keien Beschreibung einer endoskopischen Untersuchung des equinen Ductus nasolacrimalis. Erstaunlich, liefert doch die Endoskopie ein direktes Bild der intraluminalen und ductalen Mucosa beim stehenden sedierten Pferd.

Extraktion von Backenzähnen beim Pferd mittels Buccotomie
Die Entfernung von Backenzähnen beim Pferd ist ein zeitraubender und schwieriger Eingriff, der auch nicht selten von Komplikationen begleitet wird. Es gibt derzeit nur wenige publizierte Daten über die Erfolgsraten bei Extraktion mittels lateraler Buccotomie. Nach Auswertung der Daten von 114 Pferden, die sich diesem Eingriff unterzogen haben, kann man nun diese Frage sehr viel besser beurteilen, zumal 112 der 114 Tiere für ein follow-up von mehr als 2 Monaten zur Verfügung standen.

Führt die wiederholte Instillation von Blut in die equinen Atemwege zur Lungenfibrose?
Auf den ersten Blick mutet die Fragestellung dieser Studie merkwürdig an, auf den zweiten Blick wird sie klar: Es geht um die Frage, ob die insbesondere bei Vollblütern und anderen stark gearbeiteten Pferden durch Belastung ausgelösten, häufig gesehenen pulmonalen Blutungen (EIPH) längerfristig zur Lungenfibrose führen - oder was sonst mit dem Blut in der Lunge geschieht.

Therapie einer infektiösen Polyarthritis-Osteomyelitis bei einem vier Wochen alten Fohlen
Bakteriell bedingte Polyarthritis und Osteomyelitis beim jungen Fohlen sind äußerst gefürchtet - die Mortalitätsraten sind hoch, die Wahrscheinlichkeit permanenter Schäden ebenfalls. Wenn wie in diesem Fall der Erreger auch noch Salmonella type III: 44 ist, scheint die Prognose infaust. Oder doch nicht? Die Kollegen in North Carolina haben um dieses Fohlen mit einer ausgeklügelten Antibiotikakombination erfolgreich gekämpft - und legen in diesem hochinteressanten Fallbericht auch noch dar, warum das nach Lehrmeinung als Antibiotikum der Wahl geltende Amikacin bei Salmonellen-Arthritiden klinisch doch nicht so gut wirkt wie erhofft.

Plötzlicher Tod beim Rennpferd - die häufigsten Ursachen
Dass auch gut trainierte Vollblüter im Renneinsatz plötzlich sterben, kommt leider vor, und nicht selten wird über die Ursache lediglich spekuliert. Höchste Zeit für eine Untersuchung wie diese, die multizentrisch die postmortalen Befunde bei betroffenen Tieren untersucht und publiziert. Hochinteressant!

Gastrotomie zur Therapie einer Magenüberladung beim Pferd
Gastrotomien bei Kleintieren und Wiederkäuern gehören zu den Standardeingriffen, bei Pferden nicht - zu limitiert ist der chirurgische Zugang zu diesem Organ. Das Pferd in diesem Fallbericht litt auch primär an einem anderen Problem, einer traumatischen Schulterverletzung, und entwickelte die Magenüberladung erst während des stationären Aufenthalts. Ein hochinteressanter Fallbericht!

Exertionale Rhabdomyolyse bei einer Warmblut-Familie in der Schweiz
Exertionale Rhabdomyolyse (ER) ist bei anderen Pferderassen wohlbekannt, doch bei Warmblütern sehr ungewöhnlich, und über die familiäre Basis ist bei ihnen auch nur wenig bekannt. Diese großangelegte Studie beschäftigt sich mit einer ganzen Familie von Pferden, die auf einen Hengst mit ER zurückgehen, und beschreibt nicht nur Einzelheiten zu klinischen Symptomen und Haltungsbedingungen, der Prävalenz klinischer Erkrankung etc. Hochinteressant!

Kutane und subkutane Glomus-Tumoren bei drei Pferden
Drei Pferde wurden mit unterschiedlich schmerzhaften, nicht-ulzerierten Umfangsvermehrungen auf dem Kopf oder am Hals vorgestellt, die als Glomus Tumoren diagnostiziert worden waren. Makroskopisch waren sie fleischige, rosarote bis bräunliche Massen, die zwischen 0,4 und 9 cm groß waren, und entweder die tiefe Dermis und Subkutis, oder die Subkutis und den zugrunde liegenden Skelettmuskel betrafen. Es handelte sich um Glomus-Tumoren, eine relativ wenig bekannte Tumorart, die auch noch hervorragend innerviert ist...

Glanzmann´sche Thrombasthenie bei einer 17jährigen Paso Peruano-Stute
Die Patientin wurde mit bilateraler Epistaxis vorgestellt, die seit mindestens drei Jahren bestand. Die Laborwerte waren verhältnismäßig unauffällig, eine leichte Anämie bei normaler Thrombozytenzahl und unveränderten Gerinnungszeiten sowie negativem Coggins-Test wurde festgestellt. Wie kommt man trotzdem auf die Diagnose der Glanzmann´schen Thrombastenie, einer hereditären Funktionsstörung der Thrombozyten, und kann diese sich wirklich erst so spät manifestieren?

Muskuläre Erkrankungen beim Warmblut
Es gibt nur wenige detaillierte Beschreibungen von Muskelerkrankungen beim Warmblut - beim Kaltblut und Quarterhorse sind derartige Probleme hingegen wohlbekannt. Gibt es spezielle Muskelerkrankungen bei Warmblütern, wie häufig sind sie, und wie äußern sie sich klinisch, gibt es Risikofaktoren und Parallelen zur polysaccharide storage myopathy (PSSM)? Ein hochinteressante Untersuchung mit überraschenden Ergebnissen!

Freies versus Gesamt-Cortisol bei Fohlen mit Sepsis
Bei septischen Fohlen findet sich bekanntlich eine relative Cortisolinsuffizienz, die auch die Überlebenswahrscheinlichkeit beeinflusst. Sind die Spiegel an freiem, also biologisch verfügbarem, Cortisol bessere Indikatoren als die normalerweise gemessenen Gesamtspiegel, wenn ein Fohlen mit Sepsis vorgestellt wird? Eine hochinteressante Frage!

Hochgradige Schwellung der Lider beim Pferd - was steckt dahinter?
Wenn Pferde mit stark geschwollenen Augenlidern vorgestellt werden, reicht die Liste der Differentialdiagnosen vom Trauma über Allergie bis hin zu Neoplasien. Die Anamnese ist zur Diagnostik bereits sehr hilfreich, sonographische Untersuchungen aber auch, wie diese neue Arbeit zeigt.

Hereditäre Augenveränderungen bei einer Herde Exmoor-Ponies
Eine geschlossene Population wie die Herde Exmoor-Ponies in Kanada ist hervorragend geeignet, Augenuntersuchungen durchzuführen und dabei insbesondere auf Anomalien und ihre mögliche Häufung in bestimmten Familien zu achten. Diese gerade publizierte Studie hat einige interessante neue Informationen bezüglich hereditärer Veränderungen und möglicher Erbgänge.

`Hörtest` beim älteren Pferd
Dass mit zunehmendem Alter das Hörvermögen nachläßt, gilt für Menschen, aber auch für Tiere. Bei erstgenannten sind entsprechende Untersuchungen allerdings ungleich einfacher durchzuführen. Kann der BAER (brainstem auditory evoked response), der bei Hunden bereits etabliert ist, auch bei Pferden dazu herangezogen werden, die auditiven Funktionen zu prüfen? Eine hochinteressante Frage, die bei 5 jüngeren (5-8 Jahre) und 4 älteren Pferden (17-22 Jahren) untersucht wurde.

Kutane Asthenie bei einem Warmblutfohlen
Kutane Asthenie ist bei Mensch, Hund und Katze ein wohlbekannter hereditärer Defekt, bim Pferd nicht. Das sechs Wochen alte Warmblutfohlen, das mit multiplen Hämatomen an den unterschiedlichsten Lokalisationen vorgestellt wird, läßt zunächst natürlich an andere Differentialdiagnosen denken. Schlechte Wundheilung und abnorme Narbenbildung lenken den Verdacht dann aber doch in diese Richtung...

Ein Abszess an ungewöhnlicher Lokalisation bei einem Pferd
Ein 20jähriger Vollblutwallach wird mit einer periorbitalen dorsalen Schwellung des linken Auges vorgestellt, die intermittierend bereits seit 3 Monaten bestand. Bei der Augenuntersuchung fand sich eine derbe, indolente Schwellung unter dem Oberlid im Bereich der orbitalen Tränendrüse, und diese erstreckte sich nach vorne bis unter den dorsalen orbitalen Ast. Wie geht der diagnostische Plan weiter?

Idiopathischer aseptischer Perikarderguss mit Herzbeuteltamponade bei einem Wallach
Beim Pferd sind Perikardergüsse deutlich seltener als beim Hund, und die meisten Fälle werden als idiopathische klassifiziert, obwohl auch bei dieser Spezies diverse mögliche Ursachen beschrieben sind. Welche Diagnostik ist am besten geeignet, und wie sieht die Therapieempfehlung aus?

Rektales Hamartom bei einem Fohlen (Fallbericht)
Ein drei Wochen altes Paint Horse-Fohlen wurde mit Blutungen und einer aus dem After herausragenden Masse vorgestellt. Ein Prolaps? Infektiöse Ursachen, Trauma, kongenitale Defekte oder ein Tumor? Wie sollte man diagnostisch vorgehen?

Chirurgische Rekonstruktion einer komplizierten dislozierten Unterkieferfraktur beim Pferd
Der in diesem soeben publizierten Fallbericht geschilderte Palominowallach wies Verletzungen am Unterkiefer auf, die zweifellos in vielen Fällen den Rat zur Euthanasie nach sich gezogen hätten. Doch die chirurgische Rekonstruktion bei dem Patienten, der mit Exkoriationen über der ventralen Mandibula und lockeren Incisivi vorgestellt wurde und bei dem sich dislozierte Frakturen von den interdentalen Bereichen und beiden Unterkieferästen radiologisch offenbarten, verlief ausgesprochen erfolgreich. Welche Techniken wendeten die Kollegen an?

Aussagekraft der Messung des Magendrucks beim Pferd
Die Messung des intraabdominalen Drucks beim stehenden Pferd ist ausgesprochen hilfreich, aber nicht-invasiv nicht möglich. Wäre die weniger invasive Messung des Magendrucks ähnlich aussagekräftig? Mit dieser Fragestellung, bei der diese Messung mit der der Messung des direkten intraabdominalen Drucks von der Bauchhöhle aus verglichen wird, beschäftigt sich vorliegende Untersuchung!

Konfokale Mikroskopie in vivo bei mykotischer Keratitis des Pferdes
Mykotische Keratitiden beim Pferd kommen häufiger vor als mitunter vermutet, und ihre Diagnose kann sich sehr schwierig gestalten. Eine in vivo-Diagnostik hätte gegenüber der in vitro-Diagnostik natürlich Vorteile. Wie zuverlässig und praxisnah ist diese Methode?

Neue adverse Reaktionen auf Sulfonamid-Trimethoprim-Kombinationen bei Pferden
Bei vielen Tierarten sind adverse Reaktionen auf Sulfonamid-Trimethoprim-Kombinationen keine Seltenheit. Bekannt sind Manifestationen gastrointestinaler Art, kutane Reaktionen und Blut-Dyskrasien. Neurologische Symptome fehlen bislang bei den Beschreibungen - oder liegt dies nur daran, dass niemand sie bislang mit den Medikamentengaben in Zusammenhang brachte?

Reversed periosteal flaps bei grossen nasokutanen Fisteln beim Pferd
Kopfverletzungen beim Pferd sind leider verhältnismäßig häufig und mitunter sehr frustrierend in der Therapie. Wie erfolgreich ihre Versorgung war, hängt von dem initialen Trauma ab, den beteiligten anatomischen Strukturen und dem Ausmaß des Gewebsverlustes. Die vorliegende Fallbeschreibung zur Behandlung ausgedehnter nasokutaner Fisteln klingt sehr vielversprechend.

Moxidectin zur Therapie von Chorioptes bovis bei Pferden
Makrozyklische Laktone sind derzeit Therapeutika der Wahl bei zahlreichen parasitären Erkrankungen, unter anderem bei Chorioptesmilben. Diese stellen eine häufige und auch häufig undiagnostizierte Ursache für Dermatitiden im Fesselbereich gerade bei Pferden mit schweren Behängen wie bei Kaltblütern und den sehr populären Tinkern und Friesen dar. Wie wirksam ist die Therapie mit Moxidectin plus Umgebungsbehandlung bei dieser Ursache der `Mauke`?

Bioverfügbarkeit von Detomidin-Oralgel bei Pferden
Absorption, Bioverfügbarkeit und sedativer Effekt von Detomidin-Gel, das sublingual verabreicht wurde, wurde in dieser Studie geprüft. Detomidin in injizierter Form wird schon längere Zeit beim Pferd eingesetzt, doch nicht alle Pferde lassen sich ohne Schwierigkeiten spritzen. Wäre für sie eine orale Detomidingabe eine Lösung?

Erstbeschreibung einer bakteriellen Dakryozystitis beim Pferd
Bei Kleinnagern ist die Dakryozystitis weitverbreitet und bei einer Schwellung im Periorbitalbereich die erste Differentialdiagnose. Beim Pferd sind sehr viele andere Ursachen wahrscheinlicher. Welche Symptome zeigt diese Spezies, und wie sollte man weiter abklären und therapieren?

Chirurgische Korrektur eines inkompetenten Urethrasphinkters bei der Stute
Eine siebenjährige Schwedische Warmblutstute wird mit Urininkontinenz als Folgeerscheinung einer erfolgreicher Entfernung eines Blasensteins vorgestellt. Für die Besitzer ein großes Problem, auch wenn die Stute nicht im Haus lebt. Läßt sich der geschädigte Urethrasphinkter erfolgreich reparieren?

Kongenitale Herzfehler bei neugeborenen Fohlen
Bei Pferden gibt es im Gegensatz zu anderen Tierarten und dem Menschen nur spärliche Literaturangeben zu kongenitalen Herzfehlern - sie kommen selten vor, und so gibt es entweder einzelne Fallberichte oder kleinste Fallserien. In diesem Beitrag werden immerhin 18 Fohlen unter 15 Tagen mit mindestens einem kongenitalen kardialen Defekt samt ihrer klinischen, echocardiographischen und Obduktionsbefunde beschrieben.

Ungewöhnliche Ursache einer Diarrhoe und Depression bei einem Vollblutfohlen
Ein drei Tage altes Vollblutfohlen wird als Notfall eingeliefert - mit dem Vorbericht einer seit 24 Stunden bestehenden Diarrhoe und Depression und Coronavirus-Partikeln, die elektronenmikroskopisch nachgewiesen werden. Ist damit die Diagnose vollständig? Es scheint so, aber es stimmt nicht. Dieser Fallbericht ist hochinteressant!

Veränderungen von Leber- und Stoffwechselfunktionen bei Pferden mit Kolik
Pferde mit Kolik, die einer chirurgischen Intervention bedürfen, haben häufig auch weitere Probleme, beispielsweise metabolischer Art, die es bei der perioperativen Therapie zu berücksichtigen gilt. In dieser hochinteressanten Studie wurden sie erstmals systematisch aufgelistet - die Resultate sind teilweise überraschend!

Mononukleäre Zellinfiltrate und ihre Rolle bei akuter Laminitis
Allen Forschungen zum Trotz wirft die equine Laminitis immer noch viele Rätsel auf. Eines davon ist die Frage, welche Rolle Monozyten/Makrophagen und T- und B-Lymphozyten im Gewebe der Lamina bei gesunden Pferden und bei solchen mit akuter Laminitis spielen, in dieser Studie experimentell hervorgerufen mit dem Modell der black walnut extract (BWE)-induced laminitis.

Ist die Elektrolytmessung bei Distanzpferden nach Henderson-Hasselbach noch zeitgemäß?
Zugegeben eine etwas provokative Frage, wird doch auch bei den FEI***-Wettkämpfen seit langem traditionell an den Vetchecks mit dem Henderson-Hasselbach equation das Säure-Basen-Verhältnis gemessen und die Elektrolytbestimmung durchgeführt. Bei dieser Untersuchung anlässlich einer FEI***-Distanzprüfung über 120 km wurde der traditionellen eine neue Meßmethode namens simplified strong ion approach gegenübergestellt, die deutlich akkurater sein soll. Stimmt das?

5%ige Imiquimod-Creme bei auralen Plaques
Aurale Plaques kommen bei 22% der Pferde vor und können asymptomatisch sein oder eine Sensibilität der Ohren, Headshaking etc. hervorrufen. Immunhistochemische und elektronenmikroskopische Studien haben einen starken Zusammenhang zwischen auralen Plaques und Papillomavirus gezeigt. Das Ziel dieser Studie war es, die Wirksamkeit von Imiquimod 5% Creme, einem Modifizierer der Immunantwort mit potenter antiviraler Aktivität, bei der Behandlung der auralen Plaques von Pferden zu untersuchen.

Technik zur Entfernung unvollständig durchgebrochener Backenzähne beim Pferd
Zahnprobleme bei Pferden sind gar nicht selten die eigentliche Ursache für Rittigkeitsprobleme, angebliche Unarten etc., so dass eine eingehende Gebisskontrolle bei Pferden zu einer der wichtigsten Untersuchungen geworden ist. Doch was tun, wenn beispielsweise ein Backenzahn, der nicht vollständig durchgebrochen ist, Probleme macht und entfernt werden muss? Diese Studie beschreibt als Operationstechnik die transkortikale Osteotomie und Bukkotomie an insgesamt 10 Pferden.

Hyperkoagulabilität und ischämische oder entzündliche Darmerkrankungen beim Pferd
Koagulationsstörungen sind häufig bei Pferden mit ischämischen oder inflammatorischen gastrointestinalen (GI) Störungen. Sind frühe Stadien dieser Erkrankungen möglicherweise charakterisiert durch Hyperkoagulabilität (HC)?

Vollständiger Zäkum-Bypass ohne Ileum-Transsektion beim Pferd - geht das?
Bei insgesamt sieben Pferden wurde diese kürzlich beschriebene Methode zur Therapie einer Anschoppung im Zäkum eingesetzt. Sie wurden chirurgisch mittels einer Stapling-Technik behandelt, welche einen vollständigen Zäkum-Bypass ohne Transsektion des Ileums beinhaltete - eine ganz neue Methode, denn bislang wird der Bypass mit Transsektion durchgeführt. Wie sind die Ergebnisse?

Kapsel-gestützte Endoskopie des Dünndarms beim Pferd
Beim Menschen wird die Endoskopie mittels abgeschluckter Kapsel mittlerweile häufig durchgeführt und liefert eine Fülle von Informationen des untersuchten Darmbereichs, ist dabei für den Patienten noch sehr viel angenehmer als eine `normale` Endoskopie. Wie sind erste Eindrücke dieser Methode beim Pferd?

MRI zur Diagnose unklarer Lahmheiten beim Pferd
Jeder Pferdetierarzt kennt das Problem: längst nicht in allen Fällen sind selbst hochgradige Lahmheiten so eindeutig zu diagnostizieren, wie man sich dies wünscht. So auch bei den beiden Rennpferden in dieser Fallbeschreibung, bei denen eine hochgradige Lahmheit bestand, die im Bereich der Phalnx II des betroffenen Vorderbeins lokalisiert werden konnte. Die Röntgenbilder waren weitgehend unauffälllig, die endgültige Diagnose lieferte das MRI.

Multizentrischer Mastzelltumor bei einem Pferd
Multizentrische Mastzelltumoren beim Hund werden häufig gesehen, und für sie existieren auch zahlreiche Therapieprotokolle. Doch bei Pferden hört man von diesem Tumor verhältnismäßig wenig. Ist er tatsächlich so viel seltener, oder wird er möglicherweise unterdiagnostiziert? Eine hochinteressante kürzlich publizierte Fallbeschreibung!

Erstes größeres Auftreten der equinen Virusarteritis in Frankreich
Der Großteil der Infektionen mit dem quinen arteritis-Virus (EAV) verläuft klinisch inapperent oder verhältnismäßig schwach, jedoch gibt es gelegentlich auch heftigere Ausbrüche. So wie im Jahr 2007 in Frankreich, wo es zu beachtlicher Mortalität und Unterbrechen der ökonomischen Aktivitäten kam. Welche Stadien im Ausbruch gab es da, und was kann man daraus für künftige Zeiten lernen?

Tumoren an Penis und Präputium bei Pferden
Tumoren an Penis und Präputium bei Pferden sind gar nicht so selten und können zu Beeinträchtigungen und ernstzunehmenden Komplikationen führen. Der häufígste Tumor ist zweifellos das vorwiegend bie äkteren Tieren auftretende Plattenepithelkarzinom. Wie sollte man diagnostisch vorgehen? Und gibt es Prädispositionen bezüglich Rasse, Kastrationsstatus, Fellfarbe, schlechte Hygienebedingungen und Infektionserregern?

Neuentdecktes equines Papillomvirus Ursache für Genitaltumoren?
Eine gerade publizierte Untersuchung beschäftigt sich mit der Frage, ob möglicherweise das neuentdeckte Equus caballus papillomavirus-2 (EcPV-2) die Ursache für Plattenepithelkarzinome sein könnte. Schließlich wurde auch beim Menschen eine Papillomavirus-Infektion als ursächlich für die Entstehung dieses Tumors nachgewiesen. Eine hochinteressante Untersuchung!

Laktat-Konzentrationen in Peritonealflüssigkeit und Plasma bei Kolikern
Die Prognose bei Kolikern ist nicht immer einfach zu stellen, und ständig wird nach Parametern gesucht, die man für Diagnose und Prognose heranziehen kann. Ist die Laktat-Konzentration ein solcher Parameter?

Phenylephrin und konservative Therapie durch Wälzen bei Pferden mit Überwurfkolik
Koliken stellen beim Pferd nach wie mit die häufigste Todesursache dar, und sogenannte Überwurfkoliken (des großen Colons über das Milz-Nieren-Band) sind verhältnismäßig häufig. Nach wie vor wird oft die konservative Therapie durch gezieltes Wälzen des Patienten versucht, und die Prämedikation mit Phenylephrin ist bei diesem Vorgehen altbekannt. Fast in Vergessenheit geraten, wurde diese Therapiemethode kürzlich nochmal evaluiert. Ist sie wirklich überholt?

Langzeiterfolge eines Cyclosporin-Implantats bei rekurrierender equiner Uveitis
Rekurrierende Uveitis, besser bekannt als `Mondblindheit`, ist nach wie vor ein Schreckgespenst vieler Pferdebesitzer und -tierärzte. Trotz aller Bemühungen und Therapieversuche scheint die progressive Verschlimmerung und letztlich Erblindung unausweichlich. Oder jetzt nicht mehr? Diese jüngst publizierte Studie stellt die Langzeitergebnisse eines Suprachoroidalen Cyclosporinimplantats vor, das in Europa und den USA bei mehr als 150 Pferden eingesetzt wurde.

Distale Luxation der Patella bei einem Pferd
Luxationen der Patella sind bei Pferden keine Seltenheit, und bestimmte Rassen sind besonders gefährdet. Allerdings handelt es sich fast immer um Luxationen nach medial, seltener nach lateral. Und ganz selten nach distal - eine derartige Fallbeschreibung gab es erst einmal in der einschlägigen Literatur. Wie sind die klinischen Symptome, wie das weitere Procedere?

Verdaulichkeit von Heulage bei Isländern und Warmblütern
Dass Isländer meist sehr viel leichtfuttriger sind als Warmblüter, ist vielen Islandpferdebesitzern aus leidvoller Erfahrung bewußt - sind doch Erkrankungen wie Laminitis, metabolisches Syndrom und auch manche Allergien mit der Fütterung assoziiert. In dieser Studie wurden die Verdaulichkeit und die metabolische Reaktion von Isländern und Warmblütern auf zwei Heulagen, die in unterschiedlichen Wachstumsperioden gewonnen wurden, untersucht. Mit sehr interessanten Resultaten!

Kutane Habronemiasis bei einem Dromedar
Eine schlecht heilende Wunde im medialen Augenwinkel bei einem Dromedar im besten Alter - da gibt es zahlreiche Differentialdiagnosen, und eine histopathologische Untersuchung nach Biopsieentnahme sollte eigentlich helfen, viele der Differentialdiagnosen auszuschließen und möglichst schon die Diagnose zu liefern. Tat sie auch, aber es ist nicht klar, ob die Diagnose auch Bestandteil der klinischen Differentialdiagnosen-Liste war...

Clostridium perfringens in Kotproben von Pferden mit Grass sickness
Zwar wurde in der Vergangenheit ein Zusammenhang zwischen der equinen grass sickness (EGS) und dem Vorliegen von Clostridium botulinum im Inhalt des Ileums sowie im Kot nachgewiesen, jedoch fehlen Untersuchungen mit anderen intestinalen anaeroben Bakterien doch weitgehend. Wie sieht es beispielsweise mit Clostridium perfringens aus, für den auch ein ELISA-Test erhältlich ist? Eine interessante Frage, der in dieser gerade publizierten Studie nachgegangen wurde.

Unilateraler Abszess der Glandula lacrimalis bei einem älteren Pferd
Ein zwanzigjähriger Vollblutwallch wurde mit einer periorbitalen dorsal gelegenen Schwellung des linken Auges vorgestellt, die intermittierend seit 3 Monaten bestand und sich bei der ophthalmologischen Untersuchung als derbe indolente mit dem Oberlid verbundene Schwellung erwies, die auch nach vorne unter den Orbitalbogen zog. Ultraschall und CT waren bei der weiteren Diagnostik extrem hilfreich!

Tendonopathie des distalen Teils der tiefen Beugesehne - eine `neue` Lahmheitsursache
Lahmheiten im Zusammenhang mit Schädigungen der tiefen Beugesehne sind häufig beim Pferd, doch diese spezielle Form der Erkrankung wurde erst in jüngster Zeit beschrieben und stellt doch eine wichtige Ursache für Lahmheiten beim Pferd dar. Obgleich die pathologischen Veränderungen gut beschrieben sind, liegt die Ätiopathogenese derzeit weitgehend im Dunkeln. Wie diagnostiziert man sie?

Erfolgreiche Operation einer Salter-Harris II-Fraktur beim Pferd
Frakturen vom Typ Salter-Harris II des distalen Humerus sind schon beim Hund gefürchtet, weil sie nicht selten für bleibende Probleme trotz erfolgreicher Operation sorgen. Beim Pferd hingegen bedeutete eine Humerusfraktur in den meisten Fällen ein sicheres Todesurteil, insbesondere eine gelenknahe. Vielleicht zu Unrecht, denn dieser Fallbericht einer erfolgreichen Operation an einem 3 Monate alten Warmblutfohlen macht Mut...

Trema micrantha-Toxizität bei Pferden in Brasllien
Trema migrantha ist zwar keine in Deutschland beheimatete Pflanze jedoch sollte man trotzdem wissen, was nach der Aufnahme der grünen Blätter dieser Pflanze führt, denn sie ist nur wenig bekannt.Ein sehr interessanter Fallbericht aus Brasilien!

Phenol red thread test (PRT) bei Arabern und Vollblütern
Die Messung der Tränenproduktion beim Kleintier erfolgt in den meisten Fällen via Schirmer-Tränen-Test, in der Pferdepraxis mit vor allem der Test mit Phenolrot gebräuchlich. Diese gerade publizierte Untersuchung beschäftigt sich mit der immens wichtigen Frage nach den Normalwerten bei den beliebten Arabern und Vollblütern für diesen Test, um mit diesem Test auch aussagekräftige Resulate zu bekommen.

Mißbildung des Kolons als Ursache für eine Kolik beim Saugfohlen
Wenn ein vier Monate altes Vollblutfohlen mit Koliksymptomen eingeliefert wird, gilt sicher nicht der erste Gedanke einer kongenitalen Mißbildung. Bei der Operation entpuppte sich dann eine bislang noch nicht beschriebene T-förmige Malformation des ventralen Kolons als die Ursache. Hat das Fohlen eine Chance?

Ultraschall bei Muskelfaserrissen der Hintergliedmaße von Pferden
Muskelfaserrisse sind nicht nur bei Fußballprofis, sondern auch bei Pferden ein verbreitetes Phänomen - im Gegensatz zu ersteren gibt es aber für Pferde deutlich weniger gute Beschreibungen der diagnostischen Verfahren, der Therapie und des Therapieerfolgs. Diese neue Studie beschäftigt sich mit dieser Problematik an acht Pferden und kommt zu praxisrelevanten Erkenntnissen...

Experimentelle Leptospirose beim Pferd - Serologie und Klinik
Über Leptospirose beim Pferd gibt es deutlich weniger und teilweise auch deutlich weniger gut dokumentierte Berichte als bei anderen Tierarten. Grund genug für die Autoren dieser Studie, vier gesunde, Leptospirose-negative adulte Pferde mit Leptospira interrogans serovar Kennewicki zu infizieren und die serologischen, hämatologischen und klinischen Folgen zu studieren.

Hernia praeputialis bei einem zweijährigen Wallach
Ein akuter Beginn mit Präputialschwellung und -prolaps bei einem zweijährigen Wallach ist sicher kein Routinefall, wenn sie nicht auf die konservative Therapie mit Rückverlagerung des Penis anspricht, erst recht nicht. Und wenn 5 Tage später nach scheinbarer Besserung eine heftige Kolik auftritt, stellt sich erst recht die Frage nach der Ursache. In diesem Fall eine ungewöhnliche Mißbildung...

Ungewöhnliche Manifestation einer Salmonellose bei einem Fohlen
Salmonellosen werden bei allen Tierarten beschrieben, doch sind die vorherrschenden Symptome meist gastrointestinal. Bei diesem Fohlen sah die Symptomatik hingegen ganz anders aus und läßt zunächst an andere Differentialdiagnosen denken: eine infektiöse Arthritis im Bereich der ersten und zweiten Halswirbelgelenke mit vertebraler Osteomyelitis und entsprechender klinischer Symptomatik.

Was bringen Fütterungsänderungen bei übergewichtigen Ponies wirklich?
Die Ursache für die Durchführung dieser Studie war schlicht die Tatsache, dass es in UK immer mehr übergewichtige Pferde und Ponies gibt (und nicht nur dort!). Ein praktikabler und wirksamer Plan für eine Gewichtsreduktion sollte also her, ohne allerdings gesundheitliche Risiken wie die gefürchtete Hyperlipämie in sich zu bergen. Ist dieses Ziel erreicht worden?

Prävalenz von Magengeschwüren bei Distanzpferden
Dass Magengeschwüre bei Pferden sogar im Fohlenalter keine Seltenheit sind, ist hinlänglich bekannt, ebenso liegen Daten über Turnierpferde in den verschiedenen klassischen Disziplinen ebenso wie in Westerndisziplinen vor. So lag es eigentlich nahe, auch einmal Untersuchungen bei Hochleistungs-Distanzpferden vorzunehmen. Wie hoch ist die Prävalenz von Magengeschwüren (EGUS) bei ihnen?

Intoxikation mit Trema migrantha bei zwei Pferden
Die grünen Blätter von T. micrantha scheinen für Pferde attraktiv zu sein, doch über ihre Wirkung auf Pferde war bislang wenig bekannt. Das ist nach diesem Fallbericht aus Brasilien anders, der die Symptome akkurat beschreibt.

Wirkung von Dexamethason- und Prednisolongaben auf die Ovarienfunktion der Stute
Dauerrosse zählt neben Endometritis zu den häufigsten Ursachen einer Infertilität bei der Stute. Künftig sorgte eine Publikation über die Verbesserung der Trächtigkeitsraten bei `Problemstuten` für Aufsehen, bei denen mittels Corticosteroiden die entzündliche Antwort nach der Rasse beeinflußt werden soll. Ob und wieweit sie auch einen Einfluß auf die hypophysäre und ovarielle Funktion haben, bleibt noch zu klären.

Postpartale schwere Laminitis bei einer Welsh-Mischlingsstute
Trotz aller Bemühungen bezüglich Ätiopathogenese und Therapien hat die equine Laminitis (`Hufrehe`) wenig von ihrem Schrecken verloren. Die postpartale Laminitis wurde zumindest in der Vergangenheit häufig mit einer Nachgeburtsverhaltung in Zusammenhang gebracht. Diese mögliche Ursache scheidet allerdings in dem vorliegenden Fallbericht aus.

Optimale Entnahmetechnik von Stammzellen aus dem Sternum bei Pferden
Stammzell-Therapien bei Pferden sind `in` - am häufigsten werden sie bei den weitverbreiteten und nur langsam heilenden Sehnenverletzungen eingesetzt. Die Entnahme der Stammzellen aus dem Sternum ist nicht mehr neu, aber nicht ohne Risiko. Diese gerade publizierte Untersuchung bemühte sich anhand vieler Daten an toten Tieren und ultraschallgestützten Entnahmen, die optimale Lokalisation und Entnahmetechnik zu finden. Es scheint gelungen zu sein!

Wie häufig sind Transfusionszwischenfälle bei Verwendung von kommerziellem equinem Plasma?
Wenn Transfusionen von equinem Plasma indiziert sind, handelt es sich in der Regel um schwerkranke Patienten, nicht selten um Fohlen. Wie häufig sind Transfusionszwischenfälle, wenn man die kommerziell erhältlichen Produkte nimmt? Eine hochinteressante Frage, der in dieser gerade online publizierten Untersuchung nachgegangen wird. Es werden gleich zwei unterschiedliche kommerzielle Produkte intravenös eingesetzt und beurteilt, und zwar an mehr als 100 Pferden.

Die Rolle der Cajal´schen Zellen beim Pferd
Es klingt fast nach einer Quizfrage, denn die interstitiellen Cajal´schen Zellen beim Pferd sind nicht sehr bekannt. Was wissen wir bislang über sie? Eine neue Publikation aus Edinburgh beschäftigt sich mit diesen geheimnisvollen und doch so wichtigen Darmzellen!

Orale Corticoide bei Pferden mit RAO unter Allergenexposition
Eine hochinteressante und absolut realistische Studie wurde vor wenigen Tagen online publiziert: Wirkt sich die orale Gabe von Prednisolon oder Dexamethason bei Pferden mit RAO (recurrent airway obstruction) nur symptomatisch aus, oder verbessert sie sogar die Lungenfunktion, wenn die Auslöser wie beispielsweise Heustaub, Schimmelpilzsporen oder Pollen nicht vermieden werden können und weiter einwirken?

Bovine Papillomaviren als Marker bei Sarkoiden des Pferdes
Dass in equinen Sarkoiden nicht selten bovines Papillomavirus nachweisbar ist, ist seit Jahrzehnten bekannt. Doch wie sieht es mit der Virusmenge aus - korreliert sie irgendwie mit der Schwere und dem Verlauf eines Sarkoids? Eine hochinteressante neue Studie befaßt sich mit dem häufigsten Hauttumor beim Pferd, der mit zu den größten wirtschaftlichen Verlusten bei dieser Spezies weltweit führt...

Vorkommen von Karies beim Pferd
Karies beim Pferd wird im Gegensatz zu anderen Species nur selten beschrieben, kommt aber vor und kann bei weiteem Fortschreiten doch ernsthafte klinische Probleme hervorrufen. Doch wie häufig kommt periphere Karies tatsächlich vor, an welchen Zähnen findet sie sich bevorzugt, und wie schwer ist sie? Mehr als 500 Schädel von schwedischen Pferden wurden unter diesen Aspekten angeschaut, das Ergebnis ist hochinteressant!

Therapie eines osteoblastischen Osteosarkoms bei einem alten Pferd
Was ist eine adäquate Therapie eines ansonsten noch fitten 27jährigen Vollblutwallachs, der wegen einer bereits sichtbaren Neubildung in der rechten Nüster vorgestellt wird, die mittlerweile den Luftstrom komplett verhindert und sich endoskopisch und röntgenologisch als Zubildung erweist, die die komplette rechte Nasenhöhle ausfüllt? Ein hochinteressanter gerade publizierter Fallbericht, der dazu ermutigt, auch alte Pferde noch zu therapieren!

Ungewöhnliche Kolikursache bei zwei Fohlen
Wenn Fohlen mit Koliksymptomen vorgestellt werden, kommen zweifellos zahlreiche mögliche Ursachen in Frage. Dass es sich um eine Mißbildung handeln könnte, war nach der Ultraschalluntersuchung mit freier Flüssigkeit im Abdomen und verdickten Dünndarmwänden noch nicht klar. Ein lehrreicher Fallbericht aus Kentucky!

Antimikrobielle Therapie der Synovia mittels intraartikulärem Katheter
Trauma mit Beteiligung der Synovia und die damit meist verbundenen Infektionen sind bei Pferden äußerst gefürchtet, enden sie doch trotz der Therapie mit systemischen Breitspektrumantibiotika und eventuell noch unterstützender Lavage nicht selten mit der dauerhaften Unbrauchbarkeit. Ein intrasynovialer Kathteter (ISC) zum Erreichen hoher konstanter Antibiotikakonzentrationen vor Ort klingt sinnvoll, aber schwierig. Wie sind die Resultate mit dieser Therapiemethode, und ist der Katheter wirklich so schwierig zu plazieren? Eine gerade publizierte Studie an 38 Pferden mit Synoviatrauma und Sepsis, die mit einem ISC therapiert wurden, hilft bei der Entscheidungsfindung.

Érstbeschreibung eines vakzine-induzierten Fibrosarkoms bei einem Pferd
Vakzine-induzierte Fibrosarkome bei Katzen sind seit Jahren wohl bekannt und vielfach beschrieben. Bei anderen Tierarten sind sie eher selten. Nachdem sich allerdings viele Reaktionsmuster von Katzen und Pferden entsprechen, ist es so verwunderlich nicht, dass eine vakzine-induzierte Fibrosarkombildung nun auch beim Pferd beschrieben wird, und zwar nach einer der gebräuchlichsten und bei Turnierteilnahme vorgeschriebenen Impfung gegen equine Influenza.

Uveitis bei neugeborenen Fohlen mit Sepsis
Septikämie bei Menschen ist eine der häufigsten Ursachen einer Uveitis, die sogar zur Erblindung führen kann. Ist es bei Fohlen auch so, und könnte eine Uveitis beim neugeborenen Fohlen mit dem Schweregrad der Sepsis korrelieren, also sogar womöglich ein indirekter Indikator für die Überlebenschancen sein? Eine hochinteressante Frage, der diese spanische Untersuchung nachging.

Reproduzierbarkeit von Lahmheitsuntersuchungen beim Pferd
Wie verschiedene bereits publizierte Studien zeigen, ist speziell bei Lahmheitsuntersuchungen bei Pferden die Übereinstimmung in der Diagnose von Tierarzt zu Tierarzt nur gering. Allerdings wurden immer nur geringe Fallzahlen und entweder Führanlagen oder Videoaufnahmen zur Beurteilung herangezogen. Diese neue Untersuchung ist praxisnäher: sie läßt 2-5 erfahrene Kliniker insgesamt 131 adulte Pferde unter gleichen Bedingungen auf Lahmheit untersuchen. Die Resultate sind verblüffend und erschreckend zugleich!

Real-Time-PCR bei equinen Rhinitis-Viren
Equine rhinitis viruses (ERV) sind verantwortlich für respiratorische Probleme und Konditionsverlust bei Pferden gleichermaßen. Doch die tatsächliche ökonomische Bedeutung dieser Erreger wird möglicherweise aufgrund von insuffizienten Nachweismethoden unterschätzt. Ein schneller, sensitiver, praxistauglicher real-time RT-PCR (rRT-PCR) assay für Routinediagnose und die epidemiologische Unterscheidung von ERV A und B wäre wünschenswert. Gibt es den schon?

Real-Time-PCR zur qualitativen und quantitativen Diagnose bei Equinem Rhinitis-Virus
Equine Rhinitis-Viren (ERV) führen zu Atemwegserkrankungen, die letztlich zu einem Leistungsrückgang und somit zu ökonomischen Verlusten führen. Letztere werden möglicherweise durch die wenig sensitiven Nachweismethoden unterschätzt, und so lag die Bemühung nahe, einen sensitiven, schnellen real-time RT-PCR (rRT-PCR)-Assay zu entwickeln, der für die Routinediagnose, aber auch die epidemiologischen Untersuchungen der ERV-Varianten A und B geeignet sein soll. Ist das Kollegen an der Universität Limerick geglückt?

Diagnostik eines medullären Tibia-Infarkts beim Pferd
Zunächst wurde die radioluzente Veränderung im Bereich der linken distalen Metaphyse der Tibia bei der Lahmheitsuuntersuchung des Andalusierhengstes dieser Fallbeschreibung festgestellt, der genannte Bereich war auch die Lokalisation der Lahmheit. Eine MRI-Untersuchung des Bereichs und die Histopathologie erbrachten letztendlich die genaue Diagnose, doch leider zu spät.

Eosinophile Tendovaginitis bei einem Pferd (Fallbericht)
Wenn ein 13jähriger Morgan-Horse-Wallach mit Lahmheit vorne rechts und Tenosynovitis der Sehnenscheide der beiden Beugesehnen vorgestellt wird, ist ein Tumor sicherlich eine der am wenigsten in Erwägung zu ziehende Ursache, zumal das Tier neben einer ausgeprägten Lahmheit auch eine deutlich gefüllte Sehnenscheide zeigte. Bei der weitergehenden Untersuchung mittels Ultraschall und Feinnadelaspiration wurden reichlich Eosinophile gefunden - neben einer Weichteil-Zubildung im oberen Bereich der Sehnenscheide, verbunden mit dem distalen Radius. Was könnte diese Befunde verursachen? Ein hochinteressanter und lehrreicher Fallbericht eines scheinbaren Routinefalls!

Stoßwellentherapie zur unterstützenden Therapie von Verbrennungen von Pferden
Nur eine kurze Fallberschreibung aus Kalifornien, die gerade online publiziert wurde und eine interessante neue Indikation der bei Pferden sehr populären Stoßwellentherapie beschreibt: Ein Pferd mit ausgedehnten Verbrennungen nach einem Brand des Hängers erholte sich unter dieser unterstützenden Therapie ausgesprochen gut - ohne Nebenwirkungen.

Septische Osteomyelitis beim Fohlen
Septische Osteomyelitis beim Fohlen ist keine seltene, wenngleich eine sehr gefürchtete Erkrankung. Selbst wenn die Patienten überleben, ist die spätere Nutzung speziell bei sehr wertvollen Fohlen eine Frage, die zahlreiche Besitzer bereits bei Therapiebeginn stellen. Diese australische Studie an mehr als 100 betroffenen Vollblutfohlen beschäftigt sich mit klinischen Charakteristika, Kurzzeitprognose sowie dem späteren Einsatz auf der Rennbahn.

Multiple Pseudodivertikel im Jejunum eines Araberjährlings (Fallbericht)
Ein Jährling mit akuter Kolik und anamnestisch seit zwei Wochen bestehender Inappetenz und Gewichtsverlust, zweifellos ein Notfall. Was sich dann bei der rektalen Untersuchung präsentiert, führt auch nicht viel weiter, also wird eine explorative Zeliotomie durchgeführt, die sämtliche Erwartungen übertrifft. Wie therapiert man drei Meter verdicktes, ödematöses und dilatiertes Jejunum mit Intussuszeption und diversen Divertikeln bei einem so kleinen Tier?

Neuausbruch des West-Nil-Virus in Italien mit Todesfällen
Seit August 2008, wo es zu einem erneuten Ausbruch des vorwiegend in Amerika beheimateten West-Nil-Virus kam, wurden im Nordosten Italiens 33 klinische Fälle und 5 Todesfälle gemeldet. Bei Vögeln wurden bislang keine Todesfälle bekannt. Stechmücken sowie Blut, Serum und Gewebeproben von Vögeln und Pferden in und um das Ausbruchsgebiet wurden untersucht und mit zahlreichen Untersuchunstechniken serologisch und virologisch untersucht. Unterscheieden sich die Erreger von denen des Ausbruchs in der Toskana 1998?

Überleben von Streptococcus zooepidemicus und Ps. aeruginosa in der Lavageflüssigkeit von Pferden
Subpalpebrale Lavagen mit equinem Serum werden bei Pferden nicht selten durchgeführt. Doch immer geistert die Frage durch den Raum, ob sich die genannten multiresistenten Keime auch in Spülflüssigkeit überleben oder sich gar vermehren können und die Augenerkrankungen der damit behandelten Pferde noch verschlimmern statt verbessern.

Intermittierende Koliksymptome aufgrund eines Fibroleiomyoms
Fibroleiomyome an den Ovarien von Pferden sind zwar eine Rarität, doch können sie auch Symptome bei der tragenden Stute hervorrufen, die nicht auf sie hindeuten. Dieser kürzlich publizierte Fallbericht der Universität Berlin beschreibt eine tragende und bereits multipare Zuchtstute, bei der die klinischen Symptome intermittierende Kolikanzeichen waren. Sicherlich eine wichtige Differentialdiagnose bei der `Kolik-Abklärung`.

Arterielle Blutgaswerte bei gesunden Fohlen in 1500 Metern Höhe
Ein unverzichtbarer und weltweit genutzter Parameter, um die respiratorischen Funktionen neugeborener Fohlen einschätzen zu können: Die Bestimmung der arteriellen Blutgase ist eine Routineuntersuchung, deren Normwerte überall nachzulesen sind. Doch gelten sie wirklich überall uneingeschränkt? Diese Untersuchung an Fohlen, die in Colorado in 1500 Metern Höhe gesund zur Welt kommen, läßt die scheinbar normalen Werte in einem ganz anderen Licht erscheinen!

Ultraschalluntersuchungen zum postoperativen Monitoring nach Kolikoperationen
Dass bei Pferden ein Dickdarmvolvulus chirurgisch korrigiert werden muß, ist keine Seltenheit. Dass trotz sorgfältiger Behandlung erneute Koliken postoperativ als Komplikationen auftreten und nicht selten tödlich enden, ebenfalls. Kann man mittels postoperativer transabdominaler Ultraschalluntersuchungen der Wanddicke des Dickdarms ein sinnvolles Monitoring anschließen, oder anders gesagt: korreliert eine verlängerte Rückbildungszeit der verdickten Kolonwand mit höherer Morbidität oder gar Mortalität? Eine immens wichtige Untersuchung...

Überlebensaussichten bei Pferden mit Tetanus
Dass Pferde extrem empfänglich für Tetanus sind, ist allgemein bekannt, nicht jedoch, wie nun genau die Überlebensaussichten im Falle einer Infektion sind. Diese holländische Studie wertet die Daten von insgesamt 30 Pferden und 1 Esel mit Tetanus aus. Die Ergebnisse sind ein einziges Argument für regelmäßige Schutzimpfungen!

Einfluß von Tropicamid auf den Schirmer-Tränen-Test beim gesunden Pferd
Aus dem Iran kommt diese gerade publizierte und praxisrelevante Untersuchung, die sich mit der Frage beschäftigt, ob die Anwendung von 1%iger Tropicamidlösung am Auge (eine gängige Untersuchungshilfe) einen Einfluß auf den Schirmer-Tränen-Test nimmt, und wenn ja, wie lange. Die Ergebnisse sind überraschend!

EHV-9-Infektion bei einem Eisbär (Fallbericht)
Dass Herpesviren besonders schwerwiegende Verläufe bei einer Übertragung auf eine andere Spezies hervorrufen können, ist bekannt. Doch dieser 12jährige weibliche Eisbär, der mit plötzlich beginnendem Muskeltremor, Kreisbewegungen, Kopfschütteln und Ptyalismus vorgestellt wurde und schnell dann partielle und letztlich generalisierte Krämpfe zeigte, ließ zweifellos zunächst an andere Differentialdiagnosen als eine Infektion mit dem equinen Herpesvirus 9 denken. Ein ungewöhnlicher Fallbericht, aus dem die Konsequenz gezogen werden soll, immer ausgesprochen vorsichtig im Handling von wilden oder in Gefangenschaft gehaltenen Equiden zu sein - insbesondere in Zoos!

Hyperglykämie als prognostischer Indikator bei Pferden mit schweren abdominalen Erkrankungen
Aus der Humanmedizin ist bekannt, dass die Glukose-Homöostase bei Patienten mit schweren Erkrankungen nicht mehr erhalten ist und die entstehende Hyperglykämie mit einer erhöhten Mortalitätsrate einhergeht. Bei Pferden mit schweren abdominalen Erkrankungen wird häufig auch eine Hyperglykämie gemessen. Ist sie auch in diesem Fall ein negativer prognostischer Indikator? Die vorliegende Studie wurde gerade online publiziert und wertet die Daten von mehr als 200 Kolikpatienten aus.

Anästhesieprotokoll für die ambulante Kastration von Ponies
Kastrationen unter `Feldbedingungen` gehören zweifellos zu den häufigsten Operationen an Pferden, die im heimatlichen Stall und nicht in der Klinik durchgeführt werden. Trotz aller modernen Anästhetika bleiben speziell die Induktions- und die Aufwachphase kritisch. Ob eine Narkoseeinleitung und -unterhaltung mit Alfaxolon nach Induktion mit Romifidin und Butorphanol empfehlenswert ist, wurde an 17 Ponies überprüft - im britischen Newmarket, einer der pferdereichsten Regionen des UK.

Extra-adrenales Paragangliom beim Pferd
Ein zugegebenermaßen nicht häufig auftretender Tumor im Bereich der Orbita ist ein extra-adrenales Paragangliom (EAPG). Trotzdem kann es diagnostisch erhebliche Schwierigkeiten bereiten, wie diese Untersuchung zeigt: Die beschriebenen 6 Pferde im Alter von 14-24 Jahren (durchschnittlich 16,8 Jahren) zeigten die klinischen Symptome immerhin 1,5-5 Jahre (durchschnittlich 2,8 Jahre), ehe endlich die korrekte Diagnose gestellt wurde!

Behandlung von Wunden im Bereich von Fesselbeuge und Ballen mittels Castverband
Wunden im Bereich der Fesselbeuge und der Ballenregion beim Pferd sind ausgesprochen häufig und oft sehr problematisch in der Heilung. Die goldene Regel seit langem besagt, sie grundsätzlich unter Verband zu halten. Doch Verbände können rutschen, scheuern oder wenn schlecht gepflegt auch ein ideales Mikroklima für pathogene Keime bilden und dann natürlich wenig heilungsfördernd wirken. Sind Castverbände im Phalanxbereich besser - und sind sie überhaupt geeignet? Eine hochinteressante, wirklich praxisnahe Studie an 50 Pferdebeinen wurde gerade publiziert und beschäftigt sich mit genau diesen Fragen.

Schwere Hyponatriämie mit neurologischen Ausfällen bei zwei Fohlen
Dass bei neurologischen Defiziten wie Andrücken des Kopfs an Gegenstände oder akute Blindheit diverse Ursachen, vor allem Traumata und Intoxikationen, zu bedenken sind, leuchtet ein. Wie sollte weiter vorgegangen werden, wenn ein vier Monate altes Vollblut- und ein 11 Tage altes Paint-Fohlen derartige Symptome zeigen, begleitet von akuter Diarrhoe und Depression. Ist der einzige veränderte Laborparameter, ein massiv erniedrigter Natriumspiegel, tatsächlich der Schlüssel zur Diagnose?

Gründe für den Wettbewerbsausschluß bei Vielseitigkeitspferden
Soeben wurde eine spannende retrospektive Untersuchung online publiziert: 30 Vielseitigkeitspferde wurden untersucht, die aus metabolischen Gründen auf tierärztliche Anordnung die Prüfung abbrechen mußten und therapiert wurden. Welche Diagnosen wurden bei ihnen gestellt, welche Laborparameter waren verändert - und wie häufig war eine stationäre Behandlung erforderlich?

Extraadrenales Parangangliom der Orbita bei sechs Pferden
Primäre Erkrankungen der Orbita beim Pferd sind selten, meist sind in dieser Region die Veränderungen von benachbarten Gewebe ausgehend. Unter den primären Orbitaerkrankungen stellen die extraadrenalen Paragangliome (EAPG) die häufigsten und wichtigsten dar, doch sind sie verhältnismäßig wenig bekannt. Welche Altersgruppen betroffen sind und wie die klinischen Symptome aussehen, beschreibt dieser sehr informative Artikel, der kürzlich publiziert wurde.

Hormonprofile von Stuten mit Mare Reproductive Loss syndrome (MRLS)
MRLS gibt auch Jahre nach der Erstbeschreibung noch in vielerlei Hinsicht Rätsel auf, insbesondere bezüglich der Frage, was das Zielgewebe ist, gegen das sich letzten Endes die immunologische Attacke richtet und letztlich zum Frühabort führt - Corpora lutea (CL), Endometrium oder Fetus und/oder seine Hüllen. Diese hochinteressante Studie soll zur weiteren Klärung mit beitragen...

Zwerchfellhernien beim Pferd
Bei Hunden und Katzen werden Zwerchfellhernien gerade nach Unfällen häufig gesehen und können in der Mehrzahl der Fälle erfolgreich chirurgisch korrigiert werden. Doch beim Pferd ist über dieses Problem nur ausgesprochen wenig bekannt. Wichtig ist jedoch auch bei dieser Spezies zu wissen, wie die Langzeitprognose nach diesem doch sehr gravierenden und auch kostspieligen Eingriff ist. Immerhin 44 Pferde wurden in diese Untersuchung, die soeben publiziert wurde, einbezogen. Die Ergebnisse sind im Vergleich zu Kleintieren deprimierend...

Magentumore beim Pferd - neue Informationen
Dass Magengeschwüre bei zahlreichen Turnier-, aber auch Freizeitpferden enorm häufig sind, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Wie häufig hingegen Magentumore beim Pferd vorkommen und welche Tumorarten besonders wichtig sind, weniger. Diese hochinteressante und praxisreleevante Untersuchung wurde soeben online publiziert. Eines der interessanten Ergebnisse: wegen Kolik wurden nur 5 der 24 betroffenen Tiere vorgestellt...

Klinische und pathologische Veränderungen bei Pferden mit spontaner Trypanosomiasis
Spontane Infektionen mit Trypanosoma evansi sind in vielen Gebieten der Erde bei Pferden ein häufiges Problem, doch immer noch sind die klinischen Symptome teilweise lückenhaft beschrieben, ebenso wie die Pathologie des Zentralnervensystems bei den betroffenen Tieren. Diese Untersuchung faßt die entsprechenden Daten von 9 brasilianischen Pferden zusammen.

Erstmals aurikuläre Chondrose beim Pferd beschrieben
Bei Katzen, aber auch bei Hunden oder bei Labortieren wird sie gelegentlich gesehen, beim Pferd war sie bislang noch nicht bekannt. Wie sieht hier das klinische Bild einer aurikulären Chondrose aus?

Intraabdominale Hypertension bei zwei Pferden
Zwei adulte Pferde entwickelten sekundär zu einem hochgradigen Bauchhöhlenerguß einen stark erhöhten intraabdominalen Druck( IAP). Wie kann man dieses Phänomen messen, wie behandeln? Beim Pferd wurde es bislang nicht beschrieben, beim Menschen kommt es auch im Rahmen eines abdomimalen Compartment-Syndroms gar nicht so selten vor.

Schwere Herzmißbildung mit Dextroposition der Aorta bei einem Friesen-Fohlen (Fallbericht)
10 Monate war das Fohlen alt, das mit einer chronischen globalen Herzinsuffizienz vorgestellt wurde. Zusätzlich zu verschiedenen veränderten biochemischen und hämatologischen Parametern war auch das cardiale Troponin I erhöht. Die zugrundeliegende Mißbildung ist beim Pferd noch nie zuvor beschrieben worden, tritt allerdings beim Menschen gelegentlich auf.

Pleomorphes Sarkom der Cornea bei einem Haflinger (Fallbericht)
Sarkome sind die häufige Tumore beim Pferd und in Aussehen und Lokalisation extrem unterschiedlich. Im Bereich der Augenlider sind sie keine Seltenheit. Jedoch ist das Auftreten mesenchymaler Neoplasien der Cornea nicht nur beim Pferd, sondern auch bei anderen Haustieren und beim Menschen mehr als ungewöhnlich. Ein interessanter Fallbericht!

Ultraschall versus Röntgenuntersuchung am stehenden Pferd mit Beckenverletzungen
Beim Kleintier stellt die radiologische Diagnose von Beckenfrakturen und Veränderungen des Hüftgelenks in der Regel kein Problem dar, Aufnahmen können ohne weiteres in zwei Ebenen angefertigt werden. Anders hingegen beim Pferd, das nicht so ohne weiteres in Rückenlage verbracht werden kann, schon gar nicht mit derartigen Verletzungen. Wie gut ist die Aussagekraft einer sonographischen Untersuchung, nicht-invasiv und weitgehend schmerzfrei? Eine praxisrelevante Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover an insgesamt 25 Tieren.

Zyanidvergiftung bei einem Pony (Fallbericht)
Hartnäckig hält sich die Meinung, dass Pferde es vermeiden, für sie giftige oder schädliche Substanzen zu fressen. Doch es gibt zahlreiche Gegenbeispiele, eines davon ist dieser hochinteressante wenn auch tödlich endende Fallbericht eines Ponies, das zuviele Kirschen gefressen hatte.

Neuropathologische Veränderungen bei Infektionen mit Trypanosoma evansi
In Mitteleuropa eine seltene, in anderen Regionen der Welt eine ziemlich häufige Infektionskrankheit bei Pferden: Die Infektion mit Trypanosoma evansi und daraus resultierende neurologische Symptome. Wie äußern sie sich, und was passiert eigentlich im betroffenen Gewebe? Eine hochinteressante Untersuchung aus Brasilien.

Pilzgranulome bei einem Pferd
Hautknoten beim Pferd im Halsbereich sind nicht unbedingt Sarkoide oder maligne Neoplasien, sondern können durchaus gut therapierbare mykotische Granulome sein, so das Fazit dieser hochinteressanten Fallbeschreibung aus England.

Pharmakokinetik von i.m. verabreichtem Butorphanol beim Pferd
Butorphanol wird beim Pferd verhältnismäßig häufig verwendet und kann sowohl intramuskulär als auch intravenös verabreicht werden. Ersteres ist in der Regel deutlich einfacher. Unterscheidet sich die Pharmakokinetik bei beiden Applikationsarten gravierend, und wie oft müßte man bei intramuskulärer Gabe nachdosieren, um einen wirksamen Plasmaspiegel aufrecht zu erhalten? Eine wichtige und praxisnahe Frage!

Autochthone kutane Pythiose bei einem Pferd (Fallbericht)
Bei einer großen Neubildung im Bereich von Hintergliedmaße und Fesselgelenk bei einem älteren Pferd denkt man zweifellos erst einmal an ein tumoröses Geschehen, wenn der Patient im kalifornischen Central Valley lebt und dieses zeitlebens nicht verlassen hat. Doch auch hier ist differentialdiagnostisch ein infektiöses Geschehen nicht ausgeschlossen...

Neue Kastrationstechnik beim Hengst
Eine ausgesprochen interessante und ersten Berichten zufolge simple und risikoarme neue Kastrationsmethode beim Hengst wird hier beschrieben, die möglicherweise künftig eine echte Alternative zu den klassischen Methoden im Stehen oder im Liegen bedeuten könnte - zumindest für die Besitzer, die das leere Scrotum stört. Zuvor werden allerdings größere Fallzahlen und Langzeitergebnisse benötigt!

Tagesrhythmus in der Tränenproduktion bei gesunden Pferden
Die Tränenproduktion ist nicht den ganzen Tag über gleich stark, sondern unterliegt bei gesunden Pferden physiologischen Schwankungen. so das Ergebnis einer neuen italienischen Studie, die neben dem Zirkadianrhythmus auch Faktoren wie Geschlecht und Unterschiede zwischen beiden Augen untersucht. Hochinteressant und wichtig zu wissen, wenn man etwa einen Schirmer-Tränentest durchführt!

Plötzliche Sehstörungen assoziiert mit Sinusitis beim Pferd
Diese gerade publizierte Fallserie aus England ist verblüffend und von enormer Wichtigkeit für die Pferdepraxis: drei Pferde mit unterschiedlich starken Sehstörungen nach einer Infektion der oberen Luftwege, teilweise ohne ophthalmoskopische Auffälligkeiten selbst für erfahrene Ophthalmologen. Und der dringende Rat: im Zweifelsfall schleunigst bildgebende Verfahren wie MRI oder CT nutzen, um die Ursache, eine entzündlich bedingte Kompression des N. opticus, zu finden.

Koagulopathien bei schwerkranken neugeborenen Fohlen
Im Januar beginnt allmählich wieder die `Fohlensaison`, in der ohne Zweifel auch wieder zahlreiche schwerkranke neugeborene Fohlen tierärztliche Hilfe brauchen. Die Gründe sind unterschiedlich, aber wie diese erst online publizierte neue Untersuchung zeigt, sind sie ausgesprochen häufig mit Koagulopathien verbunden - aller Wahrscheinlichkeit nach unterschätzte Komplikationen speziell bei Sepsis und septischem Schock, denn längst nicht immer zeigen sich Koagulopathien auch klinisch sichtbar als Blutungsneigung. Eine Untersuchung, die möglicherweise manchem Fohlen das Leben rettet!

Knochenmarksnekrose und Myelophthisis bei einem Pferd (Fallbericht)
Eine 14jährige Paint Horse-Stute wird mit leichter Kolik, Anorexie und Pyrexie vorgestellt. Zunächst nicht ungewöhnlich, wäre da nicht eine Panzytopenie. Und auch die Hyperfibrinogenämie und die Hyperglobulinämie passen ebenso wenig wie die vereinzelt sichtbaren atypischen großen Blutzellen im Blutausstrich zu einer `normalen` Kolik. Was ist die Ursache?

Ist eine abgedunkelte Aufwachbox für Pferde wirklich notwendig?
Seit Jahrzehnten ist sie in vielen Pferdepraxen und -kliniken eine Selbstverständlichkeit: Die Aufwachbox für Pferde nach Allgemeinanästhesie ist ein abgedunkelter Raum, der zwar die Überwachung in dieser sehr kritischen Phase deutlich erschwert, jedoch das Aufwachen für den Patienten schonender machen soll. Aber stimmt das wirklich? Ein amerikanisches Untersucherteam hat in einer ausgeklügelten Versuchsanordnung beleuchtete und abgedunkelte Aufwachboxen verglichen und kommt zu hochinteressanten Ergebnissen...

Neuer Therapieansatz bei okulären Plattenepithelkarzinomen des Pferdes?
Beim Pferd stellen Plattenepithelkarzinome die zweithäufigste Tumorart dar, und in immerhin 40-50% kommen sie im Bereich der Augen bzw. ihrer Adnexe vor, sind also therapeutisch enorm schwierig anzugehen. Die Upregulation von Cyclooxygenase (COX)-2 und möglicherweise UV-induzierte Mutationen des Gens p53 spielen in der Pathogenese eine wichtige Rolle. Doch wie ist die Immunreaktivität dieser Tumoren auf COX-2 beim Pferd wirklich? So hoch, daß eine Therapie mit COX-2-Inhibitoren lohnt wie bei vielen anderen Tumorarten auch?

Hausstaubmilben in der Umgebung von Pferden
In in vitro wie in vivo-Allergietests bei Pferden finden sich wie bei Kleintieren und Menschen auch häufig positive Reaktionen auf Hausstaubmilben. Bislang wurde ihnen wenig Bedeutung beigemessen, denn schließlich gibt es zwar alle möglichen Vorratsmilben im Stall, aber keine Hausstaubmilben. Oder doch? Und gibt es demnach auch Hausstaubmilbenallergien bei Pferden?

OCD im Bereich der Synovia im Fesselgelenk beim Warmblut
OCD (osteochondrosis dissecans) in den verschiedensten Gelenken wird beim Pferd sehr häufig gesehen, auch das Fesselgelenk bleibt nicht davon verschont. Schwierig können Diagnose und Therapie werden, wenn die Fragmente sich im Bereich der Synovia befinden und dort noch weitere Reaktionen wie Fibrosierung auslösen. Doch wie häufig lösen sie auch Lahmheiten aus?

Bilaterales Seminom bei einem Hengst
Leider nur ein postmortaler Befund, aber dennoch ein lehrreicher für künftige Fälle: Der Tumor, der histologisch vorwiegend aus polyhedralen Tumorzellen mit großen Kernen, prominenten Nucleoli und einem schmalen Zytoplasmasaum bestand, konnte mit speziellen Färbemethoden weiter klassifiziert werden.

Frakturen des Os temporale beim Pferd und zu erwartende neurologische Ausfälle
Beim Menschen werden Frakturen des Os temporale spezifisch klassifiziert, je nach klinischen Symptomen und Prognose. Das ist beim Pferd nicht der Fall, hier sind vielmehr derartige Frakturen gar nicht immer so leicht festzustellen und die Lokalisation der Fraktur sagt bisherigen Erkenntnissen zufolge nichts über mögliche neurologische Defizite der Gehirnnerven aus und umgekehrt. Doch wäre eine entsprechende Klassifikation möglich? Vorliegende Studie beschäftigt sich mit CT-Untersuchungen von Frakturen des Os temporale und versucht Zusammenhänge zwischen Frakturort und zu erwartenden neurologischen Ausfällen herzustellen.

Kutane Pythiose bei einem Pferd in einem nicht-endemischen Gebiet (Fallbericht)
Pythiose wird gelegentlich bei Hunden beschrieben, die in bestimmten geographischen Regionen leben. Bei Pferden ist die Erkrankung eher selten, und Kalifornien gehört nicht zu den endemischen Gebieten. Trotzdem wurde sie bei einem Pferd dort gefunden, das das Land gar nicht verlassen hatte. Ein hochinteressanter Fallbericht!

LCP-Platten zur Pankarpal-Arthrodese beim Jährling (Fallbericht)
Einer der Alpträume jedes Pferdebesitzers: Eine Trümmerfraktur des Ulna-Karpusbereichs, die zu einer Instabilität des Karpalgelenks führt und einer kompletten pankarpalen Arthrodese bedarf. Und dies beim temperamentvollen und im Wachstum befindlichen zweijährigen Vollblüter. Können zwei LCP (locking compression plates)-Platten dieses Gelenk stabilisieren?

Pharmakokinetik von Valacyclovir beim Pferd
Herpesvirusinfektionen beim Pferd sind und bleiben trotz Impfungen ein ernstes und mitunter auch lebensbedrohliches Problem, und dementsprechend ist die Frage nach einem Einsatz von Virustatika aus der Humanmedizin aktueller denn je. Das Antiherpes-Mittel Valacyclovir (VCV), der Prodrug des bekannten Aciclovir (ACV) scheint besonders interessant. Doch wie ist die Pharmakokinetik, und mit welcher Dosis könnte man arbeiten? Eine interessante Vorstudie an 6 adulten Tieren gibt bereits einige Anhaltspunkte..

Geburtsterminierung bei der Stute durch tägliche Oxytocingaben
Längst nicht alle Stuten fohlen zum errechneten Termin, und die Geburtsüberwachung kann für den Tierbesitzer zur erheblichen Belastung werden. Ist das Grund genug, durch tägliche Injektionen niedrig dosierten Oxytocins den `Wunschtermin` herbeizuführen, oder sind die Risiken doch zu groß? Eine hochinteressante kürzlich publizierte Studie beschäftigt sich mit dieser Frage anhand von immerhin 350 Stuten!

Isofluran-Anästhesie mit oder ohne Ketamin und Lidocain beim Pferd?
Eine hochinteressante Frage, nicht nur aus finanzieller Sicht, da man mit der systemischen Ketamin- oder Lidocaingabe die Menge des benötigten Isoflurans reduzieren kann. Doch gibt es auch andere Vorteile als die Kostenersparnis?

Osteomyelitis einer Rippe bei drei Fohlen
Drei Fohlen im Alter zwischen 21 und 44 Tagen wurden wegen Pyrexie und Lahmheit vorgestellt, bei ihnen allen wurde ein subkutaner Abszeß assoziiert mit Osteomyelitis einer Rippe am kostochondralen Übergang und einer pathologischen Fraktur dieses Bereichs diagnostiziert. Ungewöhnlich, ebenso ungewöhnlich die übrigen Lokalisationen und die isolierten Erreger. Eine lesenswerte Fallstudie!

Ultraschallgestützte Injektion in den Proc. articularis im kaudalen Thorakolumbarbereich beim Pferd
Arthrosen im Bereich der kaudalen thorakolumbaren Region beim Pferd sind verhältnismäßig häufig und werden noch häufiger durch paramedizinische mehr oder weniger qualifizierte Personen festgestellt, `behandelt` oder gar `eingerenkt`. Zweifellos sind derartige Veränderungen allerdings nicht selten Ursache für Rückenschmerzen, Lahmheiten und eingeschränkte Leistungsfähigkeit. Diese Untersuchung einer ausgesprochen zielgerichteten und effektiven Behandlungsmethode ist hochinteressant - und auch wenn die optimale Technik erst an toten Tieren `geübt` wurde, klingt sie sehr vielversprechend.

Neues zur Exercise-induced pulmonary hemorrhage (EIPH) beim Pferd
EIPH ist ein häufiges und nicht selten erschreckendes Phänomen, das vor allem bei Vollblütern im Renneinsatz (dort in bis zu 75%) und bei Warmblütern insbesondere mit hohem Vollblutanteil auftritt. Trotzdem ist über die Pathogenese dieser Erkrankung nur erstaunlich wenig bekannt. Eine Gruppe von Kollegen fand nun bei der pathologischen Untersuchung von insgesamt 84 Proben aus den Lungen von 7 betroffenen Vollblütern interessante Veränderungen, die die Pathogenese zumindest etwas besser verständlich werden lassen.

Endoskop-geführte Dilatation der nasomaxillaren Öffnung beim Pferd
Enge nasoomaxillare Öffnungen können nicht nur beim Hund, sondern auch beim Pferd ein Problem darstellen. Doch die Korrekturmethoden variieren zwischen diesen beiden Spezies beträchtlich. Diese neue Publikation beschreibt eine endoskop-gestützte Ballondilatation, die sich vielversprechend anhört, aber erst an einer beschränkten Fallzahl (5 tote, 4 lebende Quarter Horses) zum Einsatz kam.

Erstbeschreibung eines Hepatoblastoms bei einem Jährling
Rezidivierendes Fieber seit 2 Monaten und Pleuraerguß - diese wenig typischen Symptome waren der Grund für die Vorstellung eines 10 Monate alten Vollblüters. Pyrexie, verwaschene Schleimhäute, Erythrozytose, Hyperfibrinogenämie und Hyperglobulinämie waren weitere Befunde. Wer vermutet bei einem solch jungen Tier einen malignen Lebertumor als Ursache all dieser Symptome?

Sedation am stehenden Pferd mit Propofol
Propofol ist in der Kleintierpraxis deutlich gebräuchlicher als beim Pferd. Beim Kleintier gilt das Mittel als schnell reversibel und sicher. Kann man mit Propofol auch bei Pferden eine schnell reversible und zudem eine dosisabhängige Sedation im Stehen erzielen, so dass die gefürchteten Komplikationen in der Aufwach- und Aufstehphase ausgeschlossen werden können? Eine Untersuchung, die vor allem für Pferdepraktiker, die ambulante Eingriffe in Sedation durchführen, interessant sein dürfte!

Chirurgische Therapie der Torsio uteri beim Pferd in der ventralen Mittellinie
Beim Rind ist die konservative Therapie bei einer Torsion uteri durchaus gängig und erfolgversprechend, beim Pferd nicht immer. Wenn überhaupt, wird sie dann meist in der Flanke durchgeführt. Diese Untersuchung aus Gießen an 19 Stuten beschreibt die Resultate nach Laparatomie in der Linea alba als durchaus empfehlenswerte Methode.

Auswirkung einer dreiwöchigen Dexamthasontherapie auf die Insulinempfindlichkeit beim Pferd
Cortisonbehandlungen werden bei Pferden verhältnismäßig oft aus unterschiedlichen Indikationen durchgeführt, und eine dreiwöchige Dexamethasontherapie stellt sicher keine sehr ausgefallene Behandlung dar. Gehen wir mit Corticoiden zu sorglos um? Nach Lektüre dieses Berichtes und der möglichen dramatischen Auswirkung einer solchen Therapie bei den untersuchten gesunden Pferden wird man eine derartige Therapie künftig möglicherweise mit anderen Augen sehen...

Holmium: YAG Laser Lithotripsie bei Pferden mit Urolithiasis
Urolithiasis ist kein seltener Befund beim Pferd. Während beim Menschen in vergleichbaren Fällen die Laser-Lithotripsie schon lange etabliert ist, wird beim Pferd nach wie vor die chirurgische Therapie bevorzugt - mit Recht? Eine neue Untersuchung stellt beide Verfahren beim Pferd gegenüber.

Ungewöhnliche Ursache einer Peritonitis und Sepsis bei einem Pferd
Peritonitiden bei Pferden treten häufig als Folge eines Magen- oder Darmdurchbruchs im Rahmen einer `Kolik` oder bei perforierenden Traumata auf. In diesem Fall ist die Ursache allerdings sehr viel komplexer - sie beginnt mit einer Phenylbutazonbehandlung...

Idiopathische Teratospermie bei einem jungen Araberhengst (Fallbericht)
Wenn ein 5jähriger Araberhengst bei der Benutzung von Frischsperma über 8 Monate nur eine Graviditätsrate von 26,3% erreicht, obwohl er in hervorragendem Gesundheitszustand ist und seine Spermienproduktion völlig normal ist, sollte natürlich nach der Ursache geforscht werden. Warum ist die Spermienqualität katastrophal, und wie kommt es zu dem spektakulären morphologischen Spermiendefekt?

Ropivacain versus Morphin bei experimentell induzierter Synovitis beim Pferd
Eine hochinteressante experimentelle Studie aus Brasilien verglich kürzlich die analgetische Wirkung von Ropivacain und Morphin bei Synovitis nach intraartikulärer Verabreichung. Dass Morphine gut wirken ist hinlänglich erwiesen, doch wie steht´s mit Ropivacain?

MRI zur Diagnose und Prognose von Hufrehe
Hufrehe (equine Laminitis) ist eine hochschmerzhafte, speziell bei manchen Pferderassen gehäuft vorkommende Erkrankung, die trotz aller Forschungsanstrengungen bezüglich ihrer Pathophysiologie noch hohen Klärungsbedarf hat. Speziell im Frühstadium ist die Diagnostik mittels `normaler` bildgebender Verfahren schwierig, und dem besorgten Besitzer eine einigermaßen korrekte Prognose zu geben schier unmöglich. Untersuchung mittels MRI erlauben eine direkte Visualisierung der Laminae, die allen übrigen Untersuchungsmethoden fehlt. Welche Konsequenzen kann man daraus ziehen?

Intraokuläre Choristome bei einem Vollblutfohlen (Fallbericht)
Intraokuläre Choristome sind seltene Mißbildungen bei Haustieren, und wenn sie auftreten, sind sie meist auch mit anderen okulären Mißbildungen gekoppelt. Welche das sind und wo ihr Ursprung ist, beschreibt dieser Fallbericht.

Borna´sche Erkrankung beim Pferd häufiger als vermutet
So das Fazit einer in Berlin durchgeführten Dissertation, die sich mit der Prävalenz der Borna´schen-Krankheit (BK) und der Infektion mit Borna-Disease-Virus (BDV) beschäftigt. Bei den serologischen Untersuchungen fand man eine Infektionsprävalenz von 52 %, 50% von ihnen erkrankte entweder typisch oder atypisch.

Plazentainsuffizienz mit gravierenden Folgen bei einem geclonten Fohlen
Nach der Lektüre mancher Publikationen scheint es, als wäre das Clonen von Pferden eine einfache und ziemlich risikoarme Prozedur. Doch was alles solchen geclonten Tieren widerfahren kann, angefangen von einer Plazentainsuffizienz über Hypoxie bei der Anästhesie und einen neonatalen Fehlanpassungssyndrom, schildert dieser Fallbericht sehr anschaulich. Vielleicht ist es doch der risikoärmere und kostengünstigere Weg, Fohlen auf natürlichem Weg zeugen und austragen zu lassen?

COX-2-Expression bei Neoplasien des Pferdes
Das Enzym Cyclooxygenase-2 (COX-2) ist in sehr viel mehr physiologische und pathologische Stoffwechselvorgänge involviert als lange vermutet. So wird es auch von manchen Tumoren exprimiert und katalysiert dann die Produktion von Prostaglandinen, die wachstumsstimulierend, antiapoptotisch, proangiogenetisch und immunsuppressiv wirken. Bei Hund und Mensch werden verschiedene Tumoren bereits erfolgreich mit COX-2-Hemmern therapiert. Welche Tumoren beim Pferd exprimieren COX-2 und könnten logischerweise von einer Therapie mit COX-2-Hemmern beeinflußt werden? Eine hochinteressante, gerade publizierte Untersuchung gibt neue Therapieansätze.

Tödliche Risikofaktoren bei Fohlen mit neonataler Isoerythrolyse
Neonatale Isoerythrolyse ist nicht nur bei Babies, sondern auf bei neugeborenen Fohlen gefürchtet und trotz aller Bemühungen häufig tödlich. Bislang gibt es wenig Untersuchungen, die sich mit der Ermittlung der Risikofaktoren befaßten, die ein tödliches Ende wahrscheinlicher machen. Eine wichtige Publikation, denn die `Fohlensaison` beginnt in wenigen Wochen...

Chirurgische Therapie von Sandkoliken beim Pferd
Sandkoliken sind bei Pferden, die auf sandigem Boden gehalten werden, ein gefürchtetes Problem. Viel wird unternommen, um wenn irgend möglich eine chirurgische Therapie zu vermeiden, beispielsweise die präventive Fütterung von `Flohsamen`. Doch diese interessante Publikation kann dazu beitragen, die Bedenken einer chirurgischen Therapie zu verringern - die Prognose ist nämlich ausgesprochen gut!

Prävalenz von Veränderungen der oberen Luftwege bei australischen Rennpferden
Erfolgreiche Rennpferde, in diesem Fall ausschließlich australische Vollblüter, können doch nur kerngesunde obere Atemwege haben, insbesondere Larynx und Pharynx müssen ohne Auffälligkeiten sein, oder etwa nicht? Oder umgekehrt: kann ein Pferd mit Veränderungen in diesem Bereich überhaupt sportlich erfolgreich sein? Die Lektüre dieser Studie ist hochinteressant - man glaubt kaum, welche Veränderungen den Rennerfolg nicht beeinträchtigen - und damit auch wichtige Informationen für `normale` Pferdebesitzer liefern.

Kalzifikation großer Arterien bei Rennpferden
Eigentlich sind Verkalkungen von Blutgefäßen vorwiegend ein Problem beim Menschen, bei Tieren kommen sie verhältnismäßig selten und meist im Zusammenhang mit metabolischen Erkrankungen vor. So weit die gängige Meinung. Diese neue kanadische Studie kommt zumindest bei Rennpferden zu einem ganz anderen Ergebnis!

Colon-Ganglioneuromatose beim Pferd - ein unterdiagnostizierter Tumor?
Durchaus möglich, dass dieser als selten geltende Tumor beim Pferd häufiger vorkommt als angenommen - zumindest kommen die Autoren dieses hochinteressanten Fallberichts zu diesem Ergebnis. Zumindest sollte er unbedingt in die Liste möglicher Differrenzialdiagnosen bei gastointestinalen Tumoren aufgenommen werden...

Transpalpebrale Enukleation des Bulbus am stehenden Pferd
Trotz aller Fortschritte in Anästhesie und Aufwachphase sind Komplikationen in dieser kritischen Phase nach dem eigentlichen chirurgischen Eingriff nicht ungewöhnlich. Wie empfehlenswert ist die weniger riskante und kostengünstigere Bulbusexstirpation am stehenden Pferd? Eine interessante britisch-schottisch-australische Studie!

Ross River Virus-Nachweis bei Pferden mit muskuloskelettalen Erkrankungen
Ross River Viren werden durch verschiedene Stechmückenarten übertragen. Der Anteil von Pferden mit positivem Titer ist in Australien zumindest verhältnismäßig hoch, doch wie sieht es bei Tieren mit den klinischen Symptomen von muskuloskelettalen Erkrankungen aus? Das Virus verursacht bei Pferden eher andere Veränderungen wie petechiale Blutungen. Eine interessante Untersuchung an mehr als 700 Pferden!

Fibrokartilaginöse embolische Myelopathie bei einem Pferd
Schwere neurologische Ausfälle waren der Grund der Tötung eines elfjährigen Tennessee Walking Horse-Wallachs. Die leider erst postmortal ermittelte Ursache dafür war eine fibrokartilaginöse embolische Myelopathie.

West Nile Virus-Infektion beim Pferd - eine Faktorenkrankheit?
In vielen Regionen der Welt fallen jährlich zahlreiche Pferde einer Infektion mit dem West Nile Virus zum Opfer, und seine Verbreitungsgebiete werden ständig größer. Impfstoffe gibt es bereits seit Jahren. Nun stellt eine neuere Studie aus Kanada eine interessante Frage: Welche Faktoren entscheiden darüber, ob es zu einer klinisch manifesten Infektion kommt?

Klappen-Endokarditis durch Actinobacillus equuli ssp. equuli
Derzeit wird kontrovers diskutiert, ob Actinobacillus equuli für Pferde wirklich ein nennenswertes pathogenes Potential besitzt - zumindest einige der isolierten Stämme stammen schließlich von klinisch gesunden Tieren. Aber zumindest eine Subspezies, nämlich A. equuli equuli, scheint nach dieser dänischen Publikation über diesen Zweifel erhaben!

Clostridium sordellii als Ursache von Nabelentzündungen beim Fohlen
Nabelinfektionen, die zu Sepsis und gar zum Tod führen, gehören zu den häufigsten Ursachen perinataler Mortalität bei verschiedensten Species, unter anderem bei Pferden. E. coli und Streptococcus zooepidemicus sind bei Fohlen bekanntlich die häufigsten Erreger einer Omphalitis. Doch Clostridium sordellii sollte keinesfalls unterschätzt werden...

Erfolgreiche Behandlung eines kongenitalen Hydrocephalus internus bei einem Fohlen
Dieser hochinteressante Bericht beschreibt klinisches Bild, Ergebnisse der bildgebenden Verfahren, Therapie - und Komplikationen bei der chirurgischen Behandlung eines kongenitalen Hydrocephalus internus. Besonders die Lokalisation des Shunts verblüfft!

Erfolgsraten nach Corneatransplantationen bei Pferden
Schwere entzündliche Keratopathien beim Pferd sind nicht ungewöhnlich und können sehr schwierig zu therapieren sein. Erblindungen sind durchaus möglich. Corneatransplantationen sind eine Therapieoption. Wie erfolgreich sind sie bei dieser Indikation? Eine hochinteressante Studie an mehr als 200 Augen liefert aussagekräftige Daten...

Primäre scapulohumerale Osteoarthritis bei zwei australischen Zwergponies
Kürzlich wurde ein ausgesprochen interessanter Fallbericht veröffentlicht, der zunächst bei einem Tier eher den Verdacht auf eine - bei Zwergponies auch durchaus nicht ungewöhnlichen - Hufrehe als den einer Osteoarthritis aufkommen läßt...

Huhn oder Ente zur Konservierung von Hengstsperma?
Eine interessante Frage, weiß doch jeder, daß es erheblich schwieriger ist, `gutes` Tiefgefriersperma von Pferden als beispielsweise von Rindern herzustellen. Gibt es tatsächlich signifikante Unterschiede zwischen dem Eigelb von Hühnern und Enten bei diesem Einsatzzweck?

Cornea-Transplantate bei entzündlichen Keratopathien des Pferdes
Drei Techniken der Corneatransplantation zur Therapie schwerer inflammatorischer Keratopathien bei Pferden wurden in dieser retrospektiven Studie an 206 Pferden verglichen. Welche kann besonders empfohlen werden?

Progressives Melanzytom der Iris bei einem Pferd
Eine braune Masse in einem Auge bei einem mittelalten Pferd - der Verdacht auf einen pigmentierten Tumor mit Beteiligung der Iris liegt nahe. Wie erfolgt die weitere Abklärung und Therapie, und wie lautet die Prognose? Ein interessanter Fallbericht!

Dermatophilus congolensis-Abort bei einem Pferd (Fallbericht)
Die `Fohlensaison` beginnt gerade wieder, doch leider auch die Zeit der Aborte. Zahlreiche Differenzialdiagnosen sind beim Pferd zu bedenken. Diese ist neu, sollte aber in Anbetracht der Häufigkeit und ubiquitären Präsenz des Erregers unbedingt auch mit erwogen werden. Denn daß Dermatophilus congolensis keine Hautsymptome, sondern Plazentitis und Funisitis hervorruft, ist ganz neu...

Wieder Drusefälle in den USA
Eine Zeit lang hielt man die hochansteckende Erkrankung für beinahe ausgestorben: der frühere Gewährsmangel Druse, hervorgerufen durch Streptococcus equi. Eine präventive Impfung ist in den USA möglich und sollte in gefährdeten Beständen erwogen werden.

Ellbogenluxation beim jungen Fohlen konservative versus chirurgische Therapie
Eine geschlossene Luxation des Ellbogengelenks ohne Fraktur - reicht da die konservative Therapie aus, oder sollte man doch operieren? Eine schwierige Entscheidung, wenn der Patient erst einen Monat alt ist!

Rote Vogelmilbe als Ursache für Hautprobleme bei einem Pferd (Fallbericht)
Pferde, die auf dem gleichen Anwesen wie Hühner gehalten werden, gibt es viele. Hochinteressant ist aber dieser erste publizierte Fallbericht über Hautveränderungen bei einem Pferd aufgrund einer Infestation mit Vogelmilben. Und: sie bleiben nicht am Pferd, konnten also nicht in Geschabseln zu unterschiedlichen Tageszeiten nachgewiesen werden. Sind Vogelmilben als Ursache für schweren Juckreiz beim Pferd vielleicht viel häufiger als vermutet?

Akute Rhabdomyolyse bei Streptokokken-Infektion beim Pferd
Streptococcus equi ist weltweit bekannt als Erreger der Druse. Doch bei Infektionen mit diesem Erreger ist auch mit anderen, lebensbedrohlichen Symptomen wie akuter schwerer Rhabdomyolyse zu rechnen. Ein äußert interessanter Bericht über vier erkrankte Quarter Horses.

Kalzifizierte Tumoren im Sinus paranasalis bei drei Pferden (Fallbericht)
Purulenter Nasenausfluß und Schwellung im Gesichtsbereich - das klingt zunächst mal eher nach einem bakteriellen Infekt, vielleicht sogar nach Streptococcus equi. Die kalzifizierten Tumoren, die als Ursache ermittelt wurden, erreichten teilweise eine Größe von 25 cm! Und sie konnten trotzdem mit hervorragender Langzeitprognose chirurgisch entfernt werden. Eine äußerst interessante neue Publikation aus Australien...

Corynebacterium pseudotuberculosis-induzierte Perikarditis bei einem Pferd
Lethargie und leichte Koliksymptome klingen eigentlich nicht nach einer Perikarditis, sondern eher nach einem `Standardfall`. Hochinteressant liest sich diese erste Beschreibung einer durch C. pseudotuberculosis verursachten Peritonitis aus Kalifornien!

Fertilitätsprobleme bei Stuten - diagnostisches Vorgehen
Fertilitätsstörungen bei Stuten waren und sind ein Problem, das gleichermaßen gewerbsmäßige Züchter und `Hobby-Züchter` angeht. Diverse Ursachen kommen in Frage, die systematisch abzuklären sind, um wenn irgend möglich doch noch eine intakte Gravidität zu ermöglichen.

Prävalenz von EHV-2 in Konjunktivalabstrichen gesunder und erkrankter Tiere
Das Equine Herpesvirus 2 (EHV-2), ein Gamma(2)-Herpesvirus, kommt bei Pferden aller Altersgruppen häufig vor, jedoch ist es nicht klar, ob es einen Zusammenhang mit dem Vorliegen des Virus, einer Keratokonjunktivitis und respiratorischen Erkrankungen gibt. Eine hochinteressante Untersuchung der Universität Berlin soll nun die Rolle von EHV-2 als möglichem primärem Pathogen klären.

Intraläsionales 5-Fluorouracil zur Therapie equiner Sarkoide
Sarkoide beim Pferd gehören statistisch gesehen zu den drei häufigsten Ursachen, warum ein Pferd `unbrauchbar` wird. Diverse Therapieversuche werden seit vielen Jahren unternommen, die Erfolge sind sehr variabel. Wie sieht es mit der intraläsionalen Therapie mit dem Chemotherapeutikum 5-Fluorouracil (5-FU) aus? Es klingt zumindest nach einer interessanten therapeutischen Alternative bei Sarkoiden an schlecht oder nicht operablen Lokalisationen.

St George-Erkrankung bei australischen Pferden
In Deutschland sind eher andere Pflanzen wie beispielsweise Adlerfarn oder Jakobskreuzkraut für Vergiftungen bei Pferden verantwortlich. Trotzdem liest sich diese Publikation über die Intoxikation einer Pferdeherde mit Pimelea trichostachya äußerst interessant. Insbesondere die unspezifischen klinischen Symptome, u.a. Nasenausfluß, sind bemerkenswert.

Papillomaviren in Sarkoiden und Aural Plaques beim Pferd
Schon lange wird berichtet, daß Papillomaviren (PV) das ätiologische Agens für Papillome und Aural Plaques beim Pferd sind. Mitunter gelang es, bovine Papillomavirus-DNA mittels PCR in equinen Sarkoiden nachzuweisen, nicht aber equine Papillomaviren (EPV). Schafft es diese neue kanadische Untersuchung?

Hydroxyethyl-Stärke-Lösung bei Pferden mit akuter Colitis oder Kolik
Hydroxyethyl-Stärke (HES)-Lösung ist in der Kleintiermedizin und der Humanmedizin längst als eine ausgesprochen effektive kolloidale Infusionslösung zur Therapie des hypovolämischen Schocks etabliert. Erstaunlicherweise fehlen aber größere Vergleichsuntersuchungen mit den derzeit für Pferde erhältlichen Infusionslösungen. Eine gerade publizierte Studie der renommierten Pferdekliniken Leipzig und Hochmoor liefert wichtige neue Erkenntnisse...

EHV-5 als Ursache multinodulärer Lungenfibrose beim Pferd
Lungenprobleme beim Pferd sind häufig und haben zahlreiche Ursachen, verschiedene equine Herpesviren sind bekannt und können unterschiedlichste klinische Symptome hervorrufen. Aber diese gerade entdeckte Kombination ist noch nicht bekannt: Multinoduläre progressive Lungenfibrose, die von dem bisher noch nie bei Krankheiten beschriebenen Equinen Herpesvirus 5 (EHV-5), einem Gamma-Herpesvirus, hervorgerufen wird. Ein hochinteressanter Forschungsbericht über eine neue Lungenerkrankung beim Pferd!

Osteocalcin- und CTX-I-Konzentrationen im Blut von jungen Ardenner Kaltblütern
Kaltblüter zeigen besonders häufig bereits in jungem Alter degenerative Veränderungen im Bereich der Gelenke der distalen Vordergliedmaßen. Früherkennung wäre wünschenswert, damit möglichst schnell mit Gegenmaßnahmen begonnen werden kann. Sind Marker aus der Humanmedizin hier sinnvoll? Und wie sind überhaupt die altersabhängigen Normwerte? Eine hochinteressante neue Studie aus den Ardennen mit desillusionierenden Resultaten!

Intraokuläres Retinoblastom bei einem Pferd (Fallbericht)
Ein interessanter Fallbericht über ein Pferd mit einseitiger Blindheit kommt aus England. In diesem Fall war die Ursache der Blindheit schon bei der Adspektion sichtbar: eine Zubildung innerhalb des rechten Auges. Ausgehend von Ziliarkörper und Retina und eine echte Rarität, ergab die histopathologische Untersuchung.

Netzhautablösung beim Pferd
Gefürchtet und gar nicht so selten bei Mensch und Hund, relativ unbekannt beim Pferd: eine Retinaablösung ist eine ernste Erkrankung, die sehr häufig trotz Therapie zur Blindheit führt. Wie ist die Prognose beim Pferd? Eine hochinteressante Untersuchung zweier amerikanischer Hochschulen befasst sich mit dieser Fragestellung...

Buserelin-Injektionen zur Induktion einer Ovulation bei der Stute
Buserelin, ein GnRH-Analog, wird speziell in der Rinderpraxis täglich eingesetzt. Ist es ähnlich erfolgreich in der Induktion einer Ovulation bei der Stute? Die Antwort ist ja - anscheinend eicht bereits eine einzige subkutane Injektion...

Trachealaspirate bei Rennpferden vor und nach intensivem Training
Eine äußerst wichtige Untersuchung wurde kürzlich in Australien durchgeführt und publiziert: Ändern sich die Befunde von Trachealaspiraten beim selben Tier binnen kurzer Zeit nur durch intensive Belastung im Training? Speziell die Neutrophilen ändern sich signifikant - wichtig zu wissen, wenn man derartige Proben interpretiert!

Therapie subchondraler Knochenzysten beim Pferd
Subchondrale Knochenzysten (SKZ) können mannigfaltige Ursachen haben, beispielsweise Störungen der enchondralen Ossifikation, Fissuren im Knorpel und subchondralen Knochen, vaskuläre Störungen, Infektionen sowie erhöhte Konzentrationen von PG E2 und IL-1 und IL-6. Welche Gelenke sind besonders häufig betroffen, wie wird diagnostiziert und wie sind die aktuellen Therapieempfehlungen?

Welche Viren können im Nasenausfluß akut erkrankter febriler Pferde nachgewiesen werden?
Eine ganze Menge, wie diese interessante australische Studie zeigt: Immerhin bei 12 von 20 Pferden mit akuter Symptomatik konnten insgesamt 17 Mal Viren nachgewiesen werden. Welche sind das?

Häufige Ursachen für metabolische Myopathien bei Pferd
Jeder kennt sie unter der alten Bezeichnung `Kreuzverschlag` oder `Montagmorgenkrankheit`, doch ihre Diagnose und die Identifikation der möglichen Ursachen können doch sehr schwierig sein, wie folgende interessante Studie zeigt.

Infektionsprävalenz der Borna´schen Erkrankung höher als vermutet
Eine Infektionsprävalenz von 52 % mit etwa der Hälfte entweder typischer oder atypischer Erkrankungen sowie verschwimmende Endemiegrenzen innerhalb Deutschlands. Diese neuen Daten ermittelte eine Dissertation an der FU Berlin, die äußerst lesenswert ist...

Neurologische Defizite infolge Hyponatriämie bei zwei Fohlen
Neurologische Ausfälle bei Fohlen - der erste Gedanke sind zweifellos Intoxikationen oder Infektionen. Hyponatriämie ist eher bei erwachsenen Pferden bekannt. Eine schwere Hyponatriämie ist eine ungewöhnliche, aber erwägenswerte Differentialdiagnose auch beim Fohlen - sie ist gut zu behandeln, kann aber auch tödlich enden.

Hypothyreose beim Hund - Diagnose per Ultraschall
Eine Hypothyreose gilt als eine der häufigsten Endokrinopathien beim Hund, und ihre Diagnose kann ausgesprochen schwierig sein. Oder auch nicht? Nach Lektüre dieser neuen Arbeit scheint die Diagnostik per Ultraschall mit einer Sensitivität von mehr als 90% ausgesprochen reizvoll!

Dentales benignes Zementom bei drei Pferden (Fallbericht)
Schmerzhafte Knochenzubildungen um die Zahnwurzeln an Ober- und Unterkiefer, die in die Mundhöhle ragen - hier denkt jeder Pferdepraktiker sicherlich zuerst an vereiterte Zahnwurzeln. Doch gleich bei drei Pferden wurde in deutschen Kliniken als Ursache der geschilderten Probleme eine seltene gutartige Mißbildung, ein Zementom, diagnostiziert. Sehr interessant!

Hessen hebt Sperrmaßnahmen wegen infektiöser Anämie auf
Die Sperrmaßnahmen wegen der equinen infektiösen Anämie (EIA) im Landkreis Fulda sind aufgehoben. „Es ist eine gute Nachricht, dass es sich bei dem Ausbruch der Ansteckenden Blutarmut der Einhufer offensichtlich um einen Einzelfall handelte und die Erkrankung keinen seuchenhaften Verlauf genommen hat“, so der Staatssekretär des Hessischen Ministeriums für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Karl-Winfried Seif, in der Pressemitteilung vom 19. Juli.

Adipositas bei Hund, Katze, Mensch und Pferd in den USA
In verschiedenen Untersuchungen wurde mittlerweile berichtet, daß amerikanische Hunde, Katzen und Menschen zu hohe durchschnittliche Gewichte aufweisen. Auch für Pferde gilt, dies, wie nun Kollegen in Virginia nachwiesen. Vor allem Laminitis ist die Folge. Wo liegen die Ursachen? Viele der entdeckten Faktoren treffen nicht nur für die USA zu...

Purpura haemorrhagica infarctiva beim Pferd - Diagnose
Früherkennung ist bei dieser seltenen Erkrankung besonders wichtig, weil eine möglichst früh einsetzende aggressive Therapie lebensrettend sein kann. Doch wie kann man diese Erkrankung mit ihren unspezifischen Symptomen, die der gefürchteten Henoch-Schönlein Purpura beim Menschen entspricht und multiple Infarkte in der Skelettmuskulatur hervorruft, erkennen? Ein Artikel, der zumindest für Pferdepraktiker lesenswert ist.

Chirurgische Zugänge zu Schädel und Gehirn beim Pferd
Darüber findet man in Lehrbüchern eher etwas für Hunde und Katzen, nicht aber für Pferde: Kein Wunder also, daß die entsprechende Literatur dieser Species als Basis für drei verschiedene Zugänge in dieser Untersuchung diente, von denen der beste ermittelt werden sollte. Abszesse und Hämatome machen es schließlich zunehmend häufiger erforderlich, auch den Pferdeschädel zu eröffnen, nachdem bildgebende Verfahren Lokalisation und Ausmaß von Schädigungen mittlerweile immer exakter abschätzen lassen. Welche Bereich sind gut, welche weniger leicht zugänglich?

Generalisierte Weichteilverkalkung bei einem Saugfohlen
Bewegungsunlust, geschwollene Gelenke und steifer Gang - zweifellos sind viele Differentialdiagnosen bei derartigen Symptomen eines dreiwöchigen Fohlens zu bedenken. Doch wenn die ganze Herde mehr oder weniger stark betroffen ist, wird die Diagnostik schon einfacher...

Gelenkschwellungen nach Arthroskopie vor allem bei Kaltblütern
Knochenchips bei Pferden sind ein weitverbreitetes Problem, und in den meisten Fällen sind es Warmblüter oder Vollblüter, bei denen sie arthroskopisch entfernt werden. Doch natürlich kommen sie auch bei Kaltblütern vor - wichtig zu wissen, daß diese postoperativ deutlich häufiger Gelenkschwellungen zeigen.

Gentest für HERDA an der Cornell-Universität
Seit 1978 ist die erbliche Hauterkrankung HERDA (Hereditary Equine Regional Dermal Asthenia, ein genetischer Defekt der Kollagenfasern) bei Quarter-Horses beschrieben und stellt ein erhebliches Problem dar. Alle betroffenen Tiere sind untereinander verwandt, und bis vor kurzem war es nicht möglich, betroffene Tiere vor dem Auftreten klinisches Symptome zu identifizieren. Ein neuer Test soll dies ändern.

Schweiz bietet Studium der Pferdewissenschaften an
Nach Deutschland und Österreich bietet nun auch die Schweiz ein Studium der Pferdewissenschaften an: Wie die Schweizerische Hochschule für Landwirtschaft mitteilt, wird es einen Bachelor of Science in Agronomie mit Major in Pferdewissenschaften geben, der erste Studiengang beginnt bereits im September dieses Jahres, Hintergrund ist die auch in der Schweiz gestiegene Zahl von Pferden (derzeit etwa 85 000) und den dazugehörigen Besitzern, die die Aktivitäten mit Pferden als naturverbundene Freizeitbeschäftigung schätzen.

Welchen Einfluß hat die Behandlung der Stute auf Fohlen?
Lernen durch Nachahmung findet häufig bei Tieren - und Menschen - statt. Diese interessante französische Untersuchung prüft, ob es einen Unterschied im späteren Verhalten 6 Monate alter Fohlen dem Menschen gegenüber macht, wenn sich Menschen mit der Mutterstute vor ihren Augen intensiv beschäftigen.

Einfluß von Lidocain auf die postoperative Jejunummotorik beim Pferd
Eine spannende Untersuchung, ist doch bekannt, daß diverse Anästhetika die Darmmotorik beim Pferd beeinflussen und postoperative Komplikationen auslösen könnn. Wie steht´s mit Lidocain - kann es vielleicht sogar als prokinetisch wirkendes Mittel eingesetzt werden?

Leptospirose als Ursache rekurrierender Uveitis beim Pferd
Früher hieß die rekurrierende Uveitis (ERU) beim Pferd `periodische Augenentzündung` und galt als Gewährsmangel, mittlerweile nicht mehr. Seit einiger Zeit ist bekannt, daß in den meisten Fällen eine persistierende Leptospirose die Ursache der Erkrankung ist. Wo persistieren die Erreger eigentlich? Eine hochinteressante Untersuchung aus München!

Impfung von Stuten gegen GnRH zur Unterdrückung von Rossesymptomen
Davon träumen viele Stutenbesitzer, wenn ihr Tier in der Rosse teilweise sehr starke unangenehme Reaktionen beim Arbeiten und im Umgang mit anderen Pferden zeigt: eine Impfung gegen derlei Symptome. Die ist tatsächlich theoretisch möglich und wirksam, wie diese Untersuchung aus Australien zeigt.

Clostridium sordellii bei Omphalophlebitis von Fohlen
Nabelentzündungen sind bei den Jungtieren aller Spezies gefürchtet und führen nicht selten zu Sepsis und Tod des Patienten. Bei Fohlen sind zwar bekanntlich Escherichia coli und Streptococcus zooepidemicus die häufigsten Erreger, aber der kaum bekannte Keim Clostridium sordellii sollte keinesfalls unterschätzt werden!

Neonatale Sepsis beim Fohlen - was sind prognostisch ungünstige Faktoren?
Die `Fohlensaison` ist in vollem Gange, und parallel nehmen leider auch bakterielle Infektionen, bis zur Sepsis, zu. Welche Faktoren sind prognostisch eher ungünstig, welche günstiger? Eine interessante Untersuchung aus Australien.

Tierarzt injizierte Rennpferden Wodka
Zumindest wird er wegen dieser unüblichen Dopingmethode angeklagt. Angeblich ist Wodka als anxiolytisch wirkende Substanz bei Rennpferden weit verbreitet. Wodka soll der angesehene Kollege, Past-Präsident der Nebraska Veterinary Medical Association, vier Rennpferden vor den Rennen im Grand Island`s Fonner Park verabreicht haben.

Stroma-Tumoren im Caecum von Pferden
Neoplasien im Bereich des Caecums kommen bei Pferden hin und wieder vor und sind nicht selten ein Zufallsbefund bei Schlachtung oder Laparatomie. Welche Tumoren sind im Blinddarmbereich an häufigsten? Eine interessante Studie, die zeigt, daß Pferde und Menschen mehr Parallelen zeigen als mitunter vermutet...

Postoperative Komplikationen nach Luftembolie bei einem Pferd (Fallbericht)
Einer der Alpträume eines jeden Chirurgen: Die eigentliche Operation verläuft komplikationslos und wunschgemäß, und in der Aufwachphase gibt es Komplikationen, die mindestens ebenso schlimm sind wie der Operationsgrund. Ein interessanter Fallbericht mit neurologischen Folgen...

Hämangiosarkom und Plattenepithelkarzinom an der Nickhaut eines Kaltblüters
Eine seltene Kombination: zwei tumoröse Veränderungen zusammen im dritten Augenlid eines Belgischen Kaltblüters von 12 Jahren. Anamnestisch bestand die Neubildung samt blutig tingiertem Augenausfluss bereits seit drei Monaten. Ein spannender Fallbericht aus Michigan!

Disseminierte Kryptokokkose mit Osteomyelitis bei einem Pferd
Ein äußerst ungewöhnlicher Fallbericht aus Australien, mit der ersten Beschreibung einer Krypotkokken-induzierten Osteomyelitis. Und nicht nur an einer, sondern an mehreren Lokalisationen...

Beteiligte Bakterien und Resistenzlage bei ulzerativer Keratitis des Pferdes
Eine bakteriell bedingte ulzerative Keratitis tritt beim Pferd verhältnismäßig häufig auf und ist stets ein ernster, potentiell die Sehfähigkeit bedrohender Zustand. Eine zunehmende Resistenz der Bakterien gegenüber gebräuchlichen Antibiotika wird beobachtet, und eine vorhergegangene antibakterielle Therapie kann zusätzlich die Sensibilität der Bakterien in der Kultur beeinflussen, wenn diese von vorbehandelten Tieren stammt. Was tun?

Bandwürmer als Kolikursache
Parasitär bedingte Koliken beim Pferd sind nichts Neues und werden nicht selten durch Spul- und Fadenwürmer ausgelöst. Seit einigen Jahren wird bereits vermehrt vor durch Bandwurmbefall ausgelösten Koliken gewarnt, doch sind entsprechende Wurmkuren bei Pferden noch nicht zur Selbstverständlichkeit geworden. Die Universität Brno hat bei mehr als 500 Kolikern Untersuchungen auf Bandwurmbeteiligung durchgeführt - mit einem anderen Ergebnis als in deutschen Publikationen.

HERDA bei einem Quarter Horse-Fohlen
Ein Quarter Horse-Fohlen aus Elterntieren mit HERDA (hereditary equine regional acquired asthenia) wurde über sein 1,5jähriges Leben klinisch und histopathologisch begleitet. Mit sehr interessanten Ergebnissen!

Erste bekannte Protostrongyliden-Infektion beim Pferd (Fallbericht)
Ein äußerst interessanter Fallbericht aus New York State: ein Araberfohlen mit granulomatösen parasitär bedingten Entzündungsherden im ZNS, die nicht durch die bislang bekannten und beschriebenen Pferde-Parasiten verursacht worden waren.

Neues kinematisches Meßsystem für Pferde an der Uni Wien
Damit könnte - nach computergestützten Messungen auf dem Laufband - die Lahmheitsdiagnostik beim Pferd noch weiter verbessert werden. Doch das neue System bietet noch viel mehr. Am 19. Dezember 2006 um 12 Uhr werden in der Bewegungshalle der Veterinärmedizinischen Universität Wien durch die VUW-Movement Science Group die neue Analysesoftware und der Messvorgang beim Pferd demonstriert.

Wieder EHV-1-Fall in Florida
Akute neurologische Symptome aufgrund einer EHV-1-Infektion waren die Ursache für die Euthanasie des Tieres. Damit wurden seit Ende November aus diesem Grund bereits 7 Pferde euthanasiert oder verendeten.

Isofluran versus Sevofluran - was beeinträchtigt die hämodynamische Funktion beim Pferd stärker?
Eine äußerst interessante und praxisnahe Frage: wird die hämodynamische Funktion, insbesondere der mittlere arterielle Blutdruck (mean arterial blood pressure, MAP), durch die beiden doch eng verwandten Narkosegase unterschiedlich beeinflußt? Anders gefragt: Wann muß häufiger Dobutamin infundiert werden? Das Ergebnis ist interessant.

Troponin I-Spiegel bei Rennpferden
Das cardiale Troponin I gilt als ein aussagekräftiger Test zum Nachweis von Herzmuskelschädigungen bei Pferden. Wie sieht der Wert bei Vollblütern im Renntraining aus, und kann ein veränderter Wert möglicherweise eine schlechte Leistung erklären? Eine spannende Studie aus Australien.

Weltweit einmaliges Pilotprojekt: Reittherapie bei angeborenen Herzfehlern
Die mit Spannung erwartete KiKa-Studie ist die erste wissenschaftliche Studie, die die Wirkung von therapeutischem Reiten bei Kindern mit angeborenem Herzfehler untersucht. Schon lange bekannt und unbestritten ist natürlich, daß sich der Umgang mit Pferden positiv auf die körperliche und seelische Gesundung von Patienten auswirken kann, doch bislang fehlten wissenschaftliche Untersuchungen.

Transplantation der Amnionmembran nach Tumorentfernung bei Pferden
Plattenepithelkarzinome im corneolimbalen Bereich sind bei Pferden leider gar nicht so selten. Chirurgische Therapie mit oder ohne nachfolgende Bestrahlung ist die gängigste Behandlungsmethode, doch sind Vernarbungen und Lokalrezidive zu befürchten. Würde eine permanente Transplantation der Amnionmembran auf die Corneaoberfläche dies verhindern können? Ein hochinteressante Studie!

Einfluß des Kastrationszeitpunkts auf die Aggressivität bei Hengsten
Aggressives Verhalten gegenüber Artgenossen und/oder Menschen bei Hengsten ist nicht selten und gerade für letztere mitunter lebensgefährlich. Die Kastration scheint das Allheilmittel. Doch ist das wirklich so, und macht es einen Unterschied, ob man prä- oder postpubertär kastriert? Eine ältere aber nach wie vor höchst aktuelle Studie gibt Entscheidungshilfen für Tierarzt und Hengstbesitzer gleichermaßen...

Klonen weniger rentabel als erhofft
Pferde-Zuchtverbände stritten bereits, ob die klonierten Nachkommen von Spitzenpferden wie beispielsweise Springlegende E.T. überhaupt Papiere bekommen sollen und wenn ja, von wem. Alles nur heiße Luft? 10 Jahre nach Klonschaf `Dolly` mußte die Klonfirma Genetic Savings & Clone aus der Nähe von San Francisco schließen, obwohl in den Jahren zuvor allein in den USA Millionen Dollar in die Klonforschung investiert worden waren.

Lymphosarkome beim Pferd
Glücklicherweise treten Lymphosarkome bei dieser Spezies verhältnismäßig selten auf. Entsprechend wenig(er) wird über sie geforscht. Diese gerade publizierte Untersuchung aus Kanada liefert ausgesprochen spannende neue Erkenntnisse nach Auswertung einer verhältnismäßig großen Fallzahl. So sind beispielsweise T-Zell-Lymphosarkome die häufigere Form, und Gewichtsverlust war das häufigste wenn auch unspezifische klinische Symptom.

Diagnostische Methoden des EHV-1-Virus im Vergleich
Eine Infektion mit dem equinen Herpesvirus-1 (EHV-1) gehört zu den gefürchtetsten Erkrankungen während der Gravidität und bei neugeborenen Fohlen, Todesfälle treten regelmäßig auf, auch andere Pferde können sich infizieren. Wichtig also für den Besitzer, zu wissen, ob eine EHV-1-Infektion beispielsweise der Grund für Verfohlen war. Doch nicht alle diagnostischen Methoden sind gleichermaßen zuverlässig...

Neuer Cox-2-Hemmer besserte die Lahmheit bei mehr als 70% der untersuchten Pferde
Eine Feldstudie, an der 15 Tierarztpraxen und 134 Pferden mit akuten oder chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates beteiligt waren, wurde kürzlich publiziert. Das Fazit: das NSAID Meloxicam ermöglicht eine zuverlässige und sichere Therapie, die auch eine hohe Akzeptanz zeigt.

Bislang drei Pferde in Sachsen wegen infektiöser Anämie gestorben
Nach dem kürzlichen Ausbruch der Seuche in Thüringen wurde die Infektiöse Anämie nun auch bei 3 Pferden eines Bestandes im Regierungsbezirk Chemnitz festgestellt, die Tiere wurden getötet bzw. verstarben. Im Umkreis von drei Kilometern wurde die Untersuchung aller dort befindlichen Pferde auf Ansteckende Blutarmut der Einhufer angeordnet - alle 59 waren negativ. Unklar ist nach wie vor der Infektionsweg.

Neues zur Pathogenese der Equine Motor Neuron Disease (EMND)
Bis vor kurzem ging man davon aus, daß diese tückische Erkrankung mit Degeneration der efferenten somatischen Neurone mit der Vitamin E-Versorgung in ursächlichem Zusammenhang steht und daß Pferde mit Weidegang nicht daran erkranken. Beides stimmt so nicht...

Alltersabhängige und nicht-altersabhängige Veränderungen im Pferdehirn
Das interessiert nicht nur die Pathologen: in einer irischen Studie wurden 100 Pferdehirne untersucht und die auftretenden Veränderungen ausgewertet. ZNS-Symptome waren bei allen Tieren nicht vorhanden gewesen. Besonders interessant: bei 2 Tieren wurden sogar Alzheimer-Zellen festgestellt!

Beeinflußt die Fütterung den Enrofloxacin-Metabolismus beim Pferd?
Eine immens wichtige Frage, denn schließlich ist das Fluoroquinonolon Enrofloxacin ein Antibiotikum, das gegen ein breites Spektrum von Pathogenen bakterizid wirkt und zudem eine exzellente Gewebspenetration zeigt. Beim Pferd ist es bei parenteraler Gabe sehr irritierend, so daß es oral gegeben werden muß. Ein Grund mehr, den Einfluß der Futterzusammensetzung kritisch zu überprüfen...

Nordrhein-Westfalen verbietet bestimmte Disziplinen und Hilfsmittel bei Rodeo-Veranstaltungen
Per Erlaß wurden wichtige Neuerungen mit Verweis auf das Tierschutzgesetz geschaffen: Damit sind `Wild Horse Race` (Wildpferde einfangen) und Bullenreiten ab sofort nicht mehr erlaubt. Die beiden Disziplinen `Bare Back Riding` (Reiten ohne Sattel) und `Saddle Bronc Riding` (Reiten mit Rodeosattel) sind nur noch gestattet, wenn dabei auf den Einsatz von Sporen und Flankengurten verzichtet wird.

Septische Peritonitis beim Pferd - Diagnose per Laboruntersuchung
Septische Peritonitis beim Pferd - gerade beim Koliker eine gefährliche Komplikation, die rasches Handeln erfordert. Doch was tun, wenn die Ergebnisse einer bakteriologischen Untersuchung noch nicht zurück sind und eine zytologische Untersuchung des Punktats nicht möglich oder nicht diagnostisch ist? Simple Blutparameter, die dank Handgeräten oft schon im Stall bestimmt werden können, untersuchen und mit den Ergebnissen im Punktat vergleichen. Eine äußerst wichtige und in manchen Fällen vielleicht lebensrettende Studie für die Pferdepraxis...

Acepromazin - Einsatz beim Sportpferd
Spätestens seit dem positiven Befund des Weltklasse-Springpferdes `Shutterfly` von Meredith Michaels-Beerbaum während des Weltcupfinales in Mailand in diesem Jahr ein Thema: Acepromazin-Gabe beim Sportpferd. Die offizielle Stellungnahme der Gesellschaft für Pferdemedizin (GPM) beseitigt sämtliche Unklarheiten.

Endotracheale Kanüle zur Therapie einer bilateralen Larynx-Dysfunktion beim Rennpferd
Jeder Kleintierpraktiker kennt den lebensbedrohlichen Zustand einer Larynxparalyse beim Hund. Diese Fallbeschreibung eines australischen Rennpferdes mit dem gleichen Problem klingt kaum glaublich: zweimal im Jahresabstand erfolgreich operiert, beim zweiten Mal mit einer Langzeit-Kanüle, um die volle Leistungsfähigkeit zu erhalten, zwischenzeitlich erfolgreich bei Rennen eingesetzt - und letztlich aus forensischen Gründen nach Neuseeland verkauft und dort weiter bei Rennen erfolgreich...

Apoptose der Purkinje´schen Zellen bei drei Arabern mit zerebellärer Abiotrophie
Bewegungsstörungen, Koordinationsprobleme bis hin zur Ataxie und Tremor - sicher keine Symptome beim gerade abgesetzten Fohlen, die pathognomonisch wären. Alle drei litten an derselben Erkrankung, einer Abiotrophie des Zerebellums. Ein interessanter Fallbericht aus Spanien!

Neue OP-Methode bei nicht-dislozierten Condylusfrakturen von Rennpferden
Eine Fraktur des lateralen Metakarpal- oder Metatarsal-Condylus beim Rennpferd - nicht selten bedeutet diese recht häufige Verletzung das Ende der Karriere oder gar des Lebens. Eine neue Schraube liefert zumindest bei nicht-dislozierten Frakturen hervorragende Resultate - sicher nicht nur bei Rennpferden wichtig zu wissen!

Melanom der Huflederhaut bei einem Pferd (Fallbericht)
Melanome beim Pferd sind sicherlich keine ungewöhnlichen Tumoren - immerhin machen diese Neoplasien der Melanozyten etwa 15% der Tumoren beim Pferd aus und sind meistens (in bis zu 90%) benigne. Im vorliegenden Fall sind gleich zwei Dinge ungewöhnlich: die Lokalisation (Huflederhaut statt Perinealbereich, äußeres Genitale oder Schweifrübe) und die Farbe des betroffenen Tieres (Rappe statt Schimmel).

Mykotische Granulome beim Pferd
Pilzinfektionen beim Pferd sind gefürchtet, werden aber nicht selten per Blickdiagnose `diagnostiziert` und inadäquat therapiert. Das klassische klinische Bild des zirkulären Haarverlusts mit peripherer Ausbreitung und zentraler Abheilung ist jedem geläufig, Granulome sind schon weniger bekannt. Sie treten am ehesten bei jungen Pferden auf. Diese und noch andere interessante Erkenntisse liefert eine gerade publizierte Studie.

Importpferd mit Rotz infiziert
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) stellte bei einem aus Brasilien importierten Pferd die in Deutschland schon lange ausgerottete Infektion mit Rotz (einem der ehemaligen Gewährsmängel) fest. Da der Erreger auch beim Menschen lebensbedrohende Infektionen verursachen kann, gehört Rotz zu den anzeigepflichtigen Zoonosen.

Allergene im Pferdespeichel
Dass zahlreiche Menschen auf Pferde allergisch reagieren, ist bekannt - eines der prominentesten Beispiele ist die Springreiterin Vivien Schockemöhle. Doch bislang war `nur` eine Allergie auf Pferdehaare bzw. -epithelien bekannt. Im vorliegenden Fall reagierte eine `Pferdeallergikerin` aber allergisch auf einen Pferdebiß - mit dramatischen Folgen!

Dacryolith bei einem Pferd
Eine ungewöhnliche Lösung der scheinbar `gewöhnlichen` Symptome chronischer Augen- und Nasenausfluß. Diesmal nicht von einer vereiterten Zahnwurzel, sondern von einem Dacryolithen verursacht. Ein spannender Fallbericht aus den USA!

Ruptur der Sklera bei Pferd, Hund und Katze
Eine rel. häufige, aber längst nicht immer diagnostizierte Folge von stumpfen Traumata: die Ruptur der Sklera. Wie ist das klinische und sonographische Bild, und wie sehen histologische Befunde aus? Eine wichtige, jüngst publizierte Arbeit von Kollegen aus Zürich und Turin.

Innovative und simple Hilfe für `Sommerekzemer`
Eine geniale und verblüffend einfache Maßnahme: man spannt einen engmaschigen Zaun bis in 1 oder 1,5 Metern Höhe, der mit Deltamethrin getränkt ist - und schon haben die Pferde weitgehend Ruhe vor Kriebelmücken, Gnitzen, Bremsen etc. Denn wie Forscher vom Institut für Parasitologie und Tropenmedizin der FU Berlin jetzt herausfanden, fliegen diese Insekten ihre `Attacken` knapp über dem Boden und nicht aus großer Höhe im Sturzflug...

Clostridien bei Colitis X des Pferdes
Einer der Alpträume von Pferdebesitzern und Tierärzten: Die Colitis X, scheinbar aus heiterem Himmel und ohne Frühsymptome auftretend, mit einer Mortalitätsrate von 50-70%. Viel ist in den letzten Jahren hinsichtlich der Ursache und möglicher Therapie bzw. Prophylaxe geforscht worden. Mittlerweile haben verschiedene Untersuchungen nachgewiesen, daß Clostridum perfringens und Cl. difficile sowie deren Toxine eine Schlüsselrolle in der Pathogenese spielen.

Pemphigus foliaceus beim Pferd
Bei Hund und Katze ist Pemphigus foliaceus (PF) eine der verhältnismäßig häufigen Autoimmunerkrankungen, beim Pferd gibt es weniger Fallberichte. Doch auch bei dieser Spezies kommt die Erkrankung vor, und der Tierhalter muß möglichst exakt über die Prognose informiert werden. Dieser interessante Artikel über immerhin 20 Pferden mit PF ist zweifellos eine gute Argumentationshilfe!

Rhodococcus equi als Ursache für Abort bei zwei Stuten
Die `Fohlensaison` ist in vollem Gange, und jeder Züchter hofft auf ein gesundes Fohlen. Aborte können zahlreiche Ursachen haben. Vermutlich haben die hier beschriebenen Fohlen, die im 7. bzw. 8. Trächtigkeitsmonat abortiert wurden, Rhodococcus equi diaplazentar aufgenommen, und der Erreger breitete sich systemisch aus, konnte bei den toten Tieren dann in Lunge, Leber, Milz und Magen nachgewiesen werden. Ein sehr informativer Fallbericht über eine bislang wenig bekannte Abortursache...

Schwere Lungenveränderungen durch multisystemische eosinophile Infiltrate bei einem Pferd
Bei Katzen ist eine vergleichbare Erkrankung bekannt - das `Hypereosinophiliesyndrom`, bei dem es zu eosinophilen Infiltraten in praktisch allen Organsystemen kommt, ohne ein auslösendes Agens. Dieser Fallbericht ist enorm fesselnd - möglicherweise sind solche Lungenveränderungen als Ursache für die bei Pferden weit verbreiteten respiratorischen Probleme doch häufiger als vermutet...

Prävalenz von Augenerkrankungen bei australischen Rennpferden
Eine äußerst interessante Studie an mehr als 200 Tieren - wer glaubt, Rennpferde müßten nicht nur schnell laufen, sondern auch gut sehen können, wundert sich bei der Lektüre. Immerhin litten mehr als 7% der untersuchten Warmblüter an Augenveränderungen, die das Sehvermögen beeinträchtigten, und mehr als 50% an solchen, die vermutlich keine Einschränkungen des Sehvermögens hervorrufen.

Lokal verabreichte Glukokortikoide haben dopingrelevante Effekte beim Pferd
Eine Untersuchung, die nach den teilweise peinlichen Dopingvorfällen des vergangenen Jahres und dem An- und Aberkennen von Olympia-Medaillen dringend erforderlich war. Nun ist es also nachgewiesen: klinisch gesunde Pferde resorbieren über die klinisch intakte Haut Glukokortikoide wie Dexamethason derart gut, daß es zu ausgeprägten systemischen pharmakodynamischen Effekten kommt.

Auch 2006 Pferde in der Landwirtschaft wichtig
Nachdem die Pferdezahlen in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts rapide sanken, werden mittlerweile wieder viele Pferde gehalten. Sicherlich vorwiegend als Freizeit- und Sportpartner, aber auch in verblüffend hoher Zahl in der Land- und vor allem Forstwirtschaft, wie die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum, Friedlinde Gurr-Hirsch, nun in einer Pressemitteilung wissen ließ.

Kutane Sarkoidose beim Pferd - infektiös bedingt oder nicht?
Sarkoide gehören zu den häufigsten Gründen, Pferde euthanasieren oder schlachten zu lassen. Noch immer ist die Pathogenese nicht vollständig aufgeklärt, und die Frage nach einer infektiösen Genese wird in regelmäßigen Abständen neu diskutiert. Hier nun eine gerade publizierte, hervorragende Studie, die sich über einen Zeitraum von immerhin 18 Jahren erstreckt.

Diagnostik von Iliosakralgelenk-Läsionen mittels rektaler Ultraschalluntersuchung beim Pferd
`Blockaden im Iliosakralgelenk` gehören derzeit zu den häufigsten `Diagnosen`, wenn unklare Lahmheiten, Verspannungen im Rückenbereich, Schwierigkeiten beim Reiten etc. auftreten. Die Diagnostik durch angebliche Spezialisten ist teilweise sehr abenteuerlich, wirklich seriös sind Veränderungen im Iliosakralgelenk beim Pferd leider nur sehr schwierig zu diagnostizieren. Diese exzellente Zusammenfassung der auf Probleme im Beckenbereich spezialisierten Kollegen prüft auch in der ambulanten Praxis realisierbare Untersuchungsverfahren.

Änderungen der epidermalen Proliferation und der Zytokeratin-Expression bei Kaltblütern mit Mauke
Mauke ist eines der immerwährenden Probleme bei verschiedenen Pferderassen, speziell bei Kaltblütern und und den derzeit modernen sogenannten `Barockpferden` mit langen Behängen. Zwar handelt es in den meisten Fällen eine Faktorenkrankheit. Doch bei dieser gerade publizierten Untersuchung aus Hannover gibt es ganz interessante neue Befunde, die vielleicht einmal die Therapie beeinflussen könnten...

Topisches Nitroglyzerin zur Reduktion der digitalen arteriellen Durchblutung beim Pferd
Manchmal ist eine Reduktion der arteriellen Durchblutung ja erwünscht, bei akuter Laminitis (Hufrehe) zusammen mit einer Reduktion des Plasma-Stickoxid-Gehaltes. Kann man diesen Effekt mit den kommerziellen Nitroglyzerin-Pflastern erreichen? Eine Frage von immenser Wichtigkeit!

Synovia- und Plasma-Konzentrationen von Ceftiofur nach i.v.-Applikation
Antibiotikagaben bei infektiöser Arthritis sind beim Pferd nicht selten erforderlich. Doch welches Antibiotikum sollte gewählt werden, und wie wird die beste Anreicherung in der Synovia erreicht? Regionale intravenöse Perfusion oder systemische intravenöse Gabe, was bringt einen höheren Wirkstoffspiegel im Radiocarpalgelenk? Eine äußerst interessante, gerade publizierte Untersuchung.

Prävalenz des `Sommerekzems` bei Islandponies in Norddeutschland
`Sommerekzeme` kommen speziell bei Islandponies häufig vor, und daß ihre Prävalenz bei Isländern, die aus Island importiert werden, deutlich höher ist als bei in Deutschland gezogenen, konnte bereits vor fast 20 Jahren nachgewiesen werden. Doch wie hoch ist die Prävalenz in Norddeutschland? Eine brandneue und äußerst interessante Arbeit von der Tiho Hannover...

Eignet sich ein künstliches Kreuzband für den Hund auch zur Laryngoplastik beim Pferd?
Eine ausgesprochen interessante Studie, die jüngst publiziert wurde. Die Frage, ob ein artifizielles, kommerziell erhältliches Nylon-Band-System zum Ersatz eines rupturierten kranialen Kreuzbandes auch bei der Kehlkopfpfeifer-Operation am Pferd verwendet werden kann, liegt jedenfalls nahe. Die Antwort: das System ist prinzipiell gut geeignet, Verbesserungen wären aber noch möglich.

Penetriert systemisch gegebenes Doxycyclin beim Pferd ins Auge?
Eine wichtige Frage, werden Antibiotika doch oft bei Infektionen gegeben, die das Auge mit betreffen. Ist hier eine zusätzliche Antibiose überhaupt indiziert? Schließlich penetrieren manche Antibiotika nachweislich ins Kammerwasser. Doxycyclin auch?

Häufige Kolikursachen beim Pferd
Kolik ist das Schreckgespenst für alle Pferdebesitzer und viele Tierärzte. Gibt es Prädispositionen, was Rasse und Auslöser betrifft? Eine großangelegte Studie über 10 Jahre gibt interessante neue Erkenntnisse!

Transplantation der Amnionmembran bei schweren cornealen Ulzera und Keratomalazie
Eine ungewöhnliche Behandlungsmethode von gravierenden nicht heilenden Hornhautulzera und Keratomalazie - beides beim Pferd nicht seltene Probleme. Diese kleine Studie an drei Pferden zeigt so gute Ergebnisse, daß hoffentlich in naher Zukunft weitere folgen werden!

Basophilen-Degranulationstest zur Diagnostik des `Sommerekzems`
Der Basophilen-Degranulationstest (BDT) gilt als ein zuverlässiger, allerdings auch äußerst aufwendiger Test in der Diagnostik verschiedener Allergien. Mit dem modifizierten Testverfahren sollen jetzt Pferde mit `Sommerekzem` auch unter Therapie und außerhalb der Allergiesaison zuverlässig `entdeckt` werden können - was bei Ankaufsuntersuchungen wertvoller Tiere wichtig sein kann!

Die häufigsten Ursachen für postpartale Notfälle beim Pferd
Eine großangelegte retrospektive Studie aus einer Pferde-Überweisungsklinik, die die Daten von 163 überwiesenen Stuten im Zeitraum von 1992 bis 2002 erfaßt. Die Tiere waren binnen 30 Tagen nach der Geburt notfallmäßig vorgestellt worden. Was waren die häufigsten Notfälle?

Meloxicam-Injektionslösung für Pferde zugelassen
Indikationen für nicht-steroidale Entzündungshemmer bietet die Pferdepraxis zuhauf. Meloxicam (Metacam) wird seit vielen Jahren bei verschiedensten Tierarten und beim Menschen erfolgreich eingesetzt. Nun kommt die Zulassung der Injektionslösung mit 20 mg/ml, nachdem vor knapp 2 Jahren die Suspension für Pferde bereits zugelassen wurde.

MRSA-Infektionen bei Pferden
MRSA (methicillinresistente Staphylococcus aureus) als Infektionserreger bei Tieren, speziell Pferden, werden in letzter Zeit zunehmend häufiger beschrieben. Zudem gehört Staphylococcus aureus weltweit zur häufigsten Ursache von im Krankenhaus erworbenen Infektionen. Was tun, wenn man ein derartiges Tier in der Praxis bzw. Klinik hat?

Pharmakokinetik von Imipenem-Cilastatin nach i.v.-Gabe beim Pferd
Imipinem ist ein gängiges Medikament in Human- und Veterinärmedizin. Doch wie ist seine Pharmakokinetik beim Pferd? Eine wichtige experimentelle Studie an sechs gesunden erwachsenen Pferden!

Anästhesie-bedingtes Lungenödem bei einem Koliker (Fallbericht)?
Kolikchirurgie beim Pferd bedeutet nach wie vor eine Herausforderung für Chirurgen und Anästhesisten. Doch was tun, wenn während der Operation unerwartete Komplikationen wie eine arterielle Hypoxie und später - nach geglücktem Eingriff - ein Lungenödem auftreten? Ein spannender Fallbericht mit vielen Fragezeichen, glücklicherweise nicht die Regel.

Geklonte Spitzen-Springpferde sorgen für Wirbel
Angeblich hat die französische Firma Cryozootech die beiden Wallache Calvaro und ET, zwei der erfolgreichsten Springpferde der letzten Jahre, geklont. Die zu erwartenden Fohlen sollen aber nicht die `Familientradition` fortsetzen und im internationalen Springsport starten, sondern von Cryozootech dann als Zuchthengste aufgestellt werden.

Immunvermittelte Keratitis (IMMK) beim Pferd
Eine immunvermittelte Keratitis tritt nicht nur beim Hund, sondern auch beim Pferd gar nicht so selten auf. Wie äußert sie sich klinisch, wie wird sie therapiert, und wie sind die Resultate? Eine wichtige und höchst informative Studie, die gerade publiziert wurde.

Pulsfrequenz-Messungen beim Pferd
Freizeitsportler, aber auch `Profis` sieht man kaum ohne im Training: Eine Uhr, die die Herzfrequenz mißt und je nach Gerät auch Warnsignale gibt, wenn ein bestimmter Wert überschritten wird, gehört zur Minimalausstattung. Kaum verwunderlich, daß ein solches Gerät auch beim Training von Pferden eingesetzt wird. Doch wie zuverlässig sind die Meßwerte? Eine Studie aus Australien und Frankreich gibt Aufschluß...

Esel sind keine kleinen langohrigen Pferde
Wer Pferde behandelt, bekommt nicht selten auch erkrankte Esel vorgestellt. Werden bei ihnen dann weiterführende Untersuchungen wie beispielsweise Blutuntersuchungen durchgeführt, werden i.d. R. die `equinen` Normwerte als Vergleichswerte herangezogen. Ist das korrekt? Mitnichten, wie eine neue Untersuchung der Uni Bern zeigt.

Extrakorporale Stoßwellentherapie bei der Desmitis des Unterstützungsbandes
Heilt eine Desmitis des Unterstützungsbandes der tiefen Beugesehne schneller ab, wenn man sie mit extrakorporaler Stosswellentherapie behandelt? Eine wichtige Frage, denn derartige Entzündungen werden in der Pferdepraxis häufig gesehen und sind in der Regel langwierig in der Therapie. Das Ergebnis dieser Studie: zumindest bei experimentell induzierter Desmitis wird der Heilungsverlauf nachweislich verkürzt.

Texas A&M hat erstes amerikanisches Fohlen geclont
Nach einer über einen Monat länger als üblich dauernden Trächtigkeit kam das Fohlen namens `Paris, Texas` am 13. März zur Welt, geclont aus biopsierten Hautzellen eines europäischen Pferdes in einem Gemeinschaftsprojekt französischer und amerikanischer Forscher. Damit gebührt der amerikanischen Universität die Ehre, bereits 6 Tierarten erfolgreich geclont zu haben.

Frühe spezifische Immuntherapie bessert die Erfolgsaussichten beim Sommerekzem
Der Alptraum vieler Pferdebesitzer und -tierärzte: Pferde mit `Sommerekzem`, die sich infolge quälenden Juckreizes selbst teilweise schlimme Hautveränderungen beibringen. Daß bei Hunden mit vergleichbaren Erkrankungen die spezifische Immuntherapie Erfolgsaussichten von etwa 70 Prozent hat, ist lange bekannt. Doch wie sieht es bei Pferden aus, wo die Allergene oft bestimmte Insekten sind?

Vorsicht bei Knoblauchfütterung bei Pferden
`Natürliche` Heilmethoden boomen derzeit, und so werden zahlreiche Pferde von ihren Besitzern mit Knoblauch gegen Ekto- und Endoparasiten `behandelt`. Was aber kaum jemand weiß: Das im Knoblauch enthaltene Allicin kann bereits in niedriger Dosis bei Pferden eine Anämie auslösen, die erst Wochen nach Absetzen des Knoblauchs reversibel ist!

Ist das Talent zum Springen angeboren oder trainierbar?
Oder anders gefragt: Ist es möglich, aufgrund von Parametern wie Muskelfaserstruktur, Bewegungsmuster etc. bereits das spätere Springvermögen vorherzusagen - und bringt Training bereits im Fohlenalter bessere Resultate? Eine großangelegte Studie der Universität Utrecht gibt interessante Antworten.

Erneut Herpesvirus-Ausbrüche bei Pferden
Bisher vier Todesfälle waren in Schleswig-Holstein, einer Hochburg der deutschen Pferdezucht, zu beklagen, und unter den Pferdebesitzern herrscht Panik. Grund genug für die Schleswig-Holsteinische Tierärztekammer, eine offizielle Information für Pferdehalter und Tierärzte herauszugeben.

Unterschiedliche Dosierungen von Tiludronat zur Therapie der Hufrollenentzündung
Hufrollenentzündungen und osteolytische Veränderungen des Strahlbeines gehören zu den häufigsten Lahmheitsursachen beim Pferd. Neue Hoffnung in der Therapie gibt das seit kurzem auch in Deutschland zugelassene Tiludronat (Tildren®). Welche Dosierung ist zu empfehlen?

Tiefgefrorenes Sperma von spanischem Riesenesel nach über 20 Jahren noch fertil
Dies berichtet die Tierärztliche Hochschule Hannover: Ende Februar dieses Jahres wurde in Beedenbostel bei Celle das Maultierfohlen geboren, dessen Mutter mit mehr als 20 Jahre altem tiefgefrorenen Sperma eines spanischen Riesenesels besamt worden war.

Wieder Ausbruch des equinen Herpesvirus
Wie im vergangenen Jahr auch, wurden wieder Erkrankungen bei Pferden durch das EHV-Virus gemeldet. Besonders betroffen ist diesmal der Raum Stuttgart und Karlsruhe. Der Pferdesportverband Baden-Württemberg gibt in Abstimmung mit der dortigen Tierärztekammer Empfehlungen für das Verhalten heraus.

EQUITANA durch Kronprinzessin Victoria eröffnet
Vor 5000 Zuschauern eröffnete Kronprinzessin Victoria von Schweden die größte Messe um´s Pferd, die traditionelle EQUITANA in Essen. Vom 26.2. bis 6.3. werden zahlreiche Neuheiten um´s Pferd präsentiert. Auch der bekannte Pferdetierarzt Dr. Ende wird nicht fehlen und interessierten Zuschauern Rede und Antwort stehen.

Die meisten Stuten sind `Rechtshänder`
Reiter wissen es schon seit Jahrhunderten: Auch Pferde haben eine bevorzugte Seite, auf der sie einfach besser und leichter gehen und sich besser biegen lassen. Viele Theorien gab es zur möglichen Bestimmung der `Händigkeit` - eine beispielsweise, die Tiere bevorzugten die Hand, auf die auch die Mähne fällt. Die neueste Erkenntnis kommt aus Irland: das Geschlecht macht´s!

Scapulohumerale Arthrodese bei Zwergpferden
Zwergpferde werden immer beliebter in Deutschland. Sie leiden allerdings überdurchschnittlich oft unter verschiedensten degenerativen Skeletterkrankungen. Ist die chirurgische Arthrodese des Schultergelenks geeignet, eine schwere Dysfunktion der Schulter zu korrigieren?

Bestandsspezifischer Pferde-Impfstoff gegen Leptospirose erfolgreich
Die Periodische Augenentzündung (`Mondblindheit`), bis zur Reform des Kaufrechts ein Gewährsmangel, wird nach neuesten Erkenntnissen wahrscheinlich durch Leptospiren ausgelöst. Leider gibt es derzeit noch keine Impfprophylaxe wie beim Hund für diese chronische Erkrankung, die schubweise verläuft und zur Erblindung führt. Gute Erfolge brachte kürzlich in einer Pilotstudie der Universität München ein bestandsspezifischer Impfstoff.

Transvaginale ultraschallgestützte Aspiration zur Reduktion von Zwillingsträchtigkeiten beim Pferd
Zwillingsträchtigkeiten beim Pferd sind bei Züchter und Tierarzt gefürchtet und führen nicht selten zum Verlust beider Fohlen. Eine möglichst frühe und zuverlässige, dabei aber wenig invasive Diagnostik wäre wünschenswert, um eine entsprechende Therapie - nämlich die Reduktion auf einen Vesikel- einleiten zu können. Wie hilfreich ist die transvaginale ultraschallgestützte Aspiration hierbei?

Mysteriöse Pferdekrankheit in Australien
Etwa 15-20 Farmen sollen nach jüngsten Schätzungen von der mysteriösen Erkrankung, genannt EAFL (equine amnionitis and fetal loss), betroffen sein. Teilweise sind die Verluste mit 15-25 Aborten beträchtlich, die meisten Farmen verlieren im Schnitt 2 Fohlen. Das ursächliche Agens ist noch nicht gefunden.

Pharmakokinetik von Cefotaxim nach i.v.-Gabe beim Pferd
Cefotaxim, ein Cephalosporin der dritten Generation, wird in der Humanmedizin häufig und in der Tiermedizin zunehmend häufiger eingesetzt. Grund genug, Untersuchungen bezüglich seiner Pharmakokinetik nicht nur im Blut, sondern auch in der Synovia zu machen - schließlich sollen auch Arthritiden mit dem Cephalosporin behandelt werden.

Vollblutpferde in Polen: genetische Parameter für die Rennleistung
Galopprennen und dementsprechend die züchterische Selektion auf geeignete Vollblüter haben eine lange Tradition in Polen. Diese jüngst publizierte Studie befasst sich mit der Varianzkomponentenschätzung für Merkmale der Rennleistung von Vollblutpferden als einen Beitrag, um diese Zuchtziele näher zu definieren.

Einfluß von Spritzenmaterial und Lagerung auf Blutgas-Parameter beim Pferd
Bestimmungen von verschiedenen Blutgas-Parametern wie PO2 und PCO2 sind oft lebensrettend, doch nicht jede Praxis verfügt über entsprechende Einrichtungen. Kann Pferdeblut dann versandt werden, und wie, und wie schnell müssen die Parameter bestimmt sein? Diese Studie zeigt: wenn Blutgas-Parameter nicht binnen 2 Stunden bestimmt sind, sind die Ergebnisse irrelevant: Pferdeblut ist empfindlicher als das aller anderen Spezies...

Optimale Lagerung von Vollblut-Konserven beim Pferd
Prä-operative Blutentnahme und Herstellung von autologen Blutkonserven sind Standard-Verfahren in der Humanmedizin und werden auch für die Tiermedizin zunehmend interessant. Doch welche Gefäße sind optimal für die Lagerung, damit das Blut auch im `Ernstfall` den gewünschten Effekt bringt? In diesem gerade publizierten Artikel werden 4 Methoden verglichen. Ergebnis: die kommerziellen CPDA-1-Beutel sind am besten.

Schweine-Dünndarmsubmukosa als Xenograft bei `full thickness`-Corneadefekten
Corneadefekte kommen bei allen Tierarten verhältnismäßig häufig vor und sind oft traumatisch bedingt. Die Therapie richtet sich nach Lokalisation und Tiefe der Verletzung. Eignet sich ein Xenograft aus Schweine-Dünndarmsubmukosa (SIS) zum Decken von Perforationen auch bei anderen Tierarten wie Pferden, Hunden und Katzen?

Einsatz von Testosteron beim Pferd
Nach dem Dopingfall von `Rusty`, Dressurpferd der Weltranglistenersten Ulla Salzgeber, ist die Diskussion um die angeblich `therapeutische` Anwendung von Testosteron wegen einer Hauterkrankung neu entfacht. Gibt es beim Pferd überhaupt Indikationen für Testosterongaben? Die offizielle Stellungnahme der GPM (Gesellschaft für Pferdemedizin) schafft Klarheit.

Vorsicht bei i.v.-Injektionen beim Pferd
10 Prozent der untersuchten 855 (wegen Kolik behandelten) Pferde hatten Schädigungen der Jugularvenen, und sogar 61 Prozent der wegen Kolik operierten Tiere, wie eine Studie unter der Leitung von Prof. Hartmut Gerhards von der Pferdeklinik der Universität München ergab. Rechtliche Konsequenzen wegen Wertminderung können drohen...

Hufrehe häufiger bei Dysfunktion der Hypophyse
In einer kürzlich publizierten Untersuchung der University of Pennsylvania wurde ein erstaunlicher Zusammenhang zwischen der Entwicklung einer Hufrehe und einer Dysfunktion der Pars intermedia der Hypophyse hergestellt.

Der `TÜV` für´s Pferd: Equitax
Wie beim Auto-TÜV sollen in Zukunft Pferde standardisiert begutachtet werden. 30 Sachverständige begutachten ab sofort nach einem standardisierten Verfahren 60 Parameter, unter anderem Eigenschaften und Hufzustand. Zusätzlich wird der Proberitt des Käufers dokumentiert.

Was beeinflußt die Entwicklung von Stammzellen?
Stammzellen werden in der Therapie diverser Krankheiten auch bei Pferden eingesetzt. Doch was entscheidet, ob aus einer Stammzelle eine Knorpel- oder Muskel- oder Knochenzelle wird? Offensichtlich spielt das Raumangebot eine entscheidende Rolle.

Periokuläres Sarkoid beim Pferd (Fallbericht)
Sarkoide beim Pferd stellen die häufigsten Tumore dar, die je nach Lokalisation eine dauerhafte Unbrauchbarkeit oder sogar den Tod des betroffenen Tieres bedeuten können. Was kann man tun, wenn ein Sarkoid periokulär lokalisiert und damit möglicherweise chirurgisch nicht vollständig zu exzidieren ist? BCG-Injektionen zusätzlich zur chirurgischen Therapie zeigten bei diesem Patienten exzellente Wirkung...

Ultraschalluntersuchung bei Veränderungen von Linse und hinterer Augenkammer beim Pferd
Wann ist eine Ultraschalluntersuchung des Pferdeauges indiziert und sinnvoll? Und welche repräsentativen Ultraschallbilder haben die einzelnen Erkrankungen von Linse und hinterer Augenkammer? Mit diesen Fragen beschäftigt sich diese gerade publizierte Studie und kommt zu äußerst interessanten Ergebnissen.

Folgeschäden durch West-Nil-Virus bei Pferden häufiger als vermutet
Infektionen mit West-Nil-Virus (WNV) töten jährlich tausende von Tieren und zahlreiche Menschen und breiten sich immer weiter aus. Einer neuen Untersuchung zufolge ist das Überleben der Infektion aber noch kein Grund zum Jubeln für Pferdebesitzer, denn etwa 40 Prozent der Pferde zeigen auch 6 Monate nach der Diagnose noch Folgeschäden...

13th European Congress of Veterinary Dentistry - Call for Papers
Manggha - Center of Japanese Art & Technology – Krakau (Polen) - 22.-24. October 2004

Wie sicher ist die pränatale Geschlechtsbestimmung per Ultraschall beim Fohlen?
Die möglichst frühe Geschlechtsbestimmung beim Fohlen ist der Wunsch zahlreicher Züchter. Die transrektale Ultraschalluntersuchung der Stute gilt als die Untersuchungsmethode der Wahl. Doch wie zuverlässig ist sie?

Änderung der Resistenzlage bei equiner bakterieller Keratitis
Pseudomonas aeruginosa und Streptococcus equi subspecies zooepidemicus wurden in dieser retrospektiven Untersuchung über 10 Jahre am häufigsten bei den 65 untersuchten Pferden mit bakterieller ulzerativer Uveitis nachgewiesen. Interessant ist jedoch die Änderung der Resistenzlage in dieser Zeit: Gentamycin und Tobramaxin verlieren beispielsweise deutlich an Wirkung.

Ein `Schmerzkatalog` für Pferde
Wie bei kaum einer anderen Tierart ist der Grad von Schmerzen beim Pferd mitunter schwierig einzuschätzen. Die richtige Einordnung kann aber lebenswichtig sein, besonders dann, wenn es um Koliken und die Entscheidung konservative Therapie oder Operation geht. Diese Zusammenfassung gibt wichtige Entscheidungshilfen.

Die diagnostische Herausforderung: Equines Fibromyalgie-Syndrom
Das Equine Fibromyalgie-Syndrom (EFMS) gehört zu den Erkrankungen, für die es - wie auch in der Humanmedizin - keine gezielten und charakteristischen Nachweismethoden gibt. Unspezifische Lahmheiten zusammen mit Verhaltensänderungen gehören zu den häufigeren Symptomen. Welche sind besonders häufig und wertvoll für die Diagnostik?

Cyanoacrylate tissue adhesive zur Behandlung refraktärer Hornhautulzera
Isobutyl cyanoacrylate tissue adhesive (BCTA) wurde in dieser Untersuchung zur Behandlung refraktärer, bis zu 7 Monate bestehender oberflächlicher Hornhautulzera bei verschiedenen Tierarten eingesetzt. Nach Ansicht der Autorin eine sehr empfehlenswerte therapeutische Option!

Angeborene Fehlstellungen beim Fohlen
Stelzfüße, zu `weiche` Gelenke und ähnliche Probleme sehen Pferdepraktiker in jeder `Fohlensaison`. Der zitierte Artikel gibt einen hervorragenden Überblick über die häufigsten Ursachen.

Welche Propofol-Dosierung nach Prämedikation mit Xylazin beim Pferd?
Propofol ist aus den Anästhesieprotokollen von Kleintieren und auch von Pferden nicht mehr wegzudenken. Eine neue Untersuchung soll zeigen, welche Propofol-Dosierung nach Prämedikation mit Xylazin zu empfehlen ist.

Erfolgreicher Transfer von Pferdeembryonen auf Maultiere
Verschiedene Konzepte wurden untersucht: Insgesamt 5 Pferdeembryonen wurden nicht-chirurgisch (durch transzervikale Insemination) auf Maultierstuten übertragen. Die spontane Geburt gesunder Fohlen erfolgte am 348. Trächtigkeitstag.

Nicht-ulzerative Keratokonjunktivitis durch systemische Leptospirose beim Pferd?
In diesem Fallbericht wird ein 2jähriges Warmblut mit unilateralem okulärem Schmerz und Epiphora beschrieben. Diverse Vorbehandlungen zeigten keinen (dauerhaften) Erfolg. Das Tier war seropostiv auf 3 Serovare von Leptospira interrogans.

Hilfe für `Sommerekzemer`?
Culicoides nubeculosus, einer der Auslöser des `Sommerekzems` bei Pferden, ist über weite Teile Europas und Afrikas verbreitet. Wissenschaftler der Universität Aberdeen gelang es nun, Pheromone dieser Stechmücke zu identifizieren. Nun sollen neue wirksame Bekämpfungsmittel auf dieser Basis entwickelt werden.

Aktuelles zur Diagnostik der Lyme-Borreliose bei Pferden
Die Verdachtsdiagnose Lyme-Borreliose wird beim Pferd in Deutschland häufig durch den Nachweis von Antikörpern gegen Borrelia burgdorferi sensu lato (B. s. l.) zusammen mit den in der Literatur klnischen Symptomen gestellt. Ob in Deutschland tatsächlich Pferde an Lyme-Borreliose erkranken, soll in dieser Untersuchung mittels verschiedener direkter und indirekter Nachweismethoden wenn möglich geklärt werden.

Erste Klon-Fohlen in USA geboren
Nach Klonschaf „Dolly“ 1996 wurden Versuche, Rinder, Ziegen, Schweine, Kaninchen, Mäuse und Katzen zu klonen, unternommen, längst nicht immer erfolgreich. Don Jacklin, Präsident der amerikanischen Maultier-Rennvereinigung, gab jetzt die Geburt zweier gesunder geklonter Maultierfohlen bekannt.

Adlerfarn-Vergiftung beim Pferd - wie hoch ist die Dunkelziffer?
Die meisten Adlerfarn-Vergiftungen bei Tieren werden aus Europa, v.a. England, berichtet. Sie kommen vor allem bei Wiederkäuern, aber auch bei Pferden vor, die Adlerfarn frisch oder getrocknet im Heu mit aufnehmen. An Adlerfarn-Vergiftung bei Pferden sollte differentialdiagnostisch nicht nur bei Blutungen, sondern auch bei Paralysen und unklaren ZNS-Symptomen gedacht werden.

Früherkennung bei Sommerekzem?
Bei der 6. DGVD-Tagung in Bremen stellte Prof. Leibold, TiHo Hannover, einen neuen diagnostischen Test bei Pferden mit `Sommerekzem` vor. Etwa 80% der im frühen Alter positiv getesteten Kandidaten (klinisch unauffällig) entwickelten in den folgenden Jahren die typischen klinischen Symptome. Damit könnte diese Untersuchungsmethode auch bei Ankaufsuntersuchungen wertvoller Tiere häufig betroffener Rassen von Bedeutung werden.

West Nil-Virus dieses Jahr auch in Deutschland ein Problem?
In den USA breitet sich das West-Nil-Virus (Flavivirus) jedes Jahr dramatisch weiter aus. Empfänglich sind neben Vögeln, Hunden, Pferden etc. auch Menschen, bei denen es neben harmlosen Verlaufsformen auch zu Todesfällen kommen kann. Fachleute sind uneins, ob sich durch die Mückeninvasion nach den Überschwemmungen im Vorjahr auch in Deutschland die Bedrohungssituation verändert hat.

Neuartige Kombinations-Entwurmung hat sich bewährt
Das im vergangenen Jahr in Deutschland eingeführte Equimax® zur gleichzeitigen Behandlung von Pferden mit den beiden Wirkstoffen Ivermectin + Praziquantel ist von den Pferdehalterinnen und Pferdehaltern gut angenommen worden.

Die Chiropraktik in der Pferdemedizin - BPT Vortrag Dr. Moffatt


Die Kauf-Untersuchung nach der Schuldrechtreform - Dr. Meier


Die Chiropraktik in der Pferdemedizin - BPT Vortrag Dr. Moffatt


Breitband-Anthelminthikum für Pferde auf dem Markt
Mit nur einer Spritze erfolgreich gegen Rundwürmer, Bandwürmer und Magendasseln vorgehen. Equimax® - das Breitspektrum-Anthelmintikum für Pferde.

Ursachen der Leistungsdepression beim Sportpferd - Vortrag Dr. Uhlig







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