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Heredit
Eine Parakeratose im Bereich des Planum nasale tritt bei Hunden verhältnismäßig häufig auf. Die Ursachen sind vielfältig, reichen von autoimmunen/immunvermittelten Erkrankungen über Ernährungsfehler bis hin zu rein altersmäßigen Veränderungen. Bei 14 jungen reinrassigen Labrador Retrievern und 4 Labrador-Mischlingen wurde kürzlich eine neue, vermutlich autosomal rezessiv vererbte nasale Parakeratose beschrieben.

Erste Symptome traten bei den betroffenen Tieren im Alter zwischen 6 und 12 Monaten auf.

Histopathologisch zeigte sich eine parakeratotische Hyperkeratose, oft verbunden mit einer deutlichen multifokalen Ansammlung proteinhaltiger Flüssigkeit zwischen den einzelnen Keratinozyten im Stratum corneum und im oberen Bereich des Stratum spinosum. Subbasale lympho-plasmozytäre Infiltrate im Bereich der oberflächlichen Dermis wurden gleichfalls gefunden. Spezialfärbungen auf IgG (n=4), Staupe- und Papillomavirus (n=4), ANA-Bestimmung (n=4) und Pilzkultur (n=7) waren negativ. Elektronenmikroskopisch wurde eine Störung der Kornifikation mit Retention des nuklearen Chromatins, Fehlen der Lamellarkörperchen und deutlichem interzellulärem Ödem festgestellt.

Die Tiere sprachen nicht auf die orale Gabe von Zinkmethionin (n=3), Cephalexin (n=4), Vitamin A (n=1) und die topische Therapie mit Tretinoin (n=1) an.
Eine Besserung der Veränderungen brachte die Behandlung mit topischem Vitamin E (n=2), Petroleumgel (n=2) und Propylenglykol (n=5).

Quelle: Pagé, N., Paradis, M., Lapointe, J.-M., Dunstan, R.W. (2003): Hereditary nasal parakeratosis in Labrador Retrievers. In: Veterinary Dermatology 2003, 14, S. 103-110


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KLEINTIERPRAXIS

SDMA bei klinisch gesunden Hunden
Symmetric dimethylarginine (SDMA) ist ein derzeit sehr angesagter früher Indikator für eine Dysfunktion der Nieren und gleichzeitig ein Monitor bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz (CKD). Derzeit sind allerdings keine Untersuchungen publiziert, die die Aussagekraft dieses Tests mit publizierten, auf der Population basierenden Referenzwerten beschreibt. Diese kürzlich online publizierte Studie beschäftigt sich mit Dingen wie biologischer Variabilität, Index der Individualität (IOI), der kritischen Differenz zwischen sequentiellen Messungen (CD) und der Zahl der Messungen, die zum Erreichen des homöopathischen Setpoints (HSP) für DSMA und Serum-Creatinin (sCr) - alles bei 20 klinisch gesunden adulten Hunden, die Patienten oder Mitarbeitern einer Tierklinik gehörten.

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