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Lidocain zur Vorbeuge von Reperfusionssch
Lidocain wird in Human- und Tiermedizin seit langem als Lokalanästhetikum und Antiarrhythmikum eingesetzt. Sein mögliches Einsatzspektrum ist aber weitaus größer.

In einer neuen Studie werden die Einsatzmöglichkeiten von von intravenös appliziertem Lidocainhydorchlorid zur Prävention von postischämischen Reperfusionschäden, `systemic inflammatory response syndrome` (SIRS), und dem darauffolgenden `multiple organ dysfunction syndrome` (MODS) überprüft.

Als Lokalanästhetikum und Antiarrhythmikum ist Lidocain seit Jahren in Human- und Veterinärmedizin etabliert. Gerade zur Therapie ventrikulärer Arrhythmien bei stumpfem cardialem Trauma, myocardialer Ischämie und in der Herzchirurgie hat es seinen festen Platz. Erst kürzlich wurde bekannt, daß Lidocain auch ein Radikalfänger reaktiver Sauerstoffradikale ist, und so wurde es bei Menschen zur Prävention von Reperfusionsschäden nach Behandlung von Herzinfarkt, cross-clamping der Aorta und in der Traumamedizin eingesetzt.
In der Tiermedizin gibt es keine klinischen Studien über die vergleichbare prophylaktische Gabe von Lidocain. Allerdings sprechen zahlreiche experimentelle Daten dafür, daß Lidocain auch hier als Na+/Ca2+-Kanal-Blocker, Superoxid- und Hydroxyl-Radikalfänger, Entzündungsmodulator und potenter Inhibitor von Granulozytenfunktionen wirkt. Zum Einsatz von Lidocain in der Prävention von SIRS bei Traumapatienten gibt es auch erste veterinärmedizische Daten.

Zahlreiche Daten sprechen also dafür, daß Lidocain ein wirksames Mittel in der Prävention von Reperfusionsschäden darstellt. Angesichts mangelnder kosteneffektiver und sicherer Alternativen in der prävention von Reperfusionsschäden in der Human- und Veterinärmedizin ist der intravenöse Einsatz von Lidocain zur Prävention von SIRS und letztlich MODS eine attraktive weitere therapeutische Option. Daher sollten dringend klinische Untersuchungen zum Nachweis von Wirksamkeit und Sicherheit von Lidocain zur Prävention von Reperfusionsschäden bei Haustieren durchgeführt werden.

Quelle: Cassutto, B.H.,Gfeller, R.W. (2003): Use of intravenous lidocaine to prevent reperfusion injury and subsequent multiple organ dysfunction syndrome. In: Journal of Veterinary Emergency and Critical Care 13 (3), pp 137-148.

www.blackwell-synergy.com/links/doi: 10.1046/
j.1435-6935.2003.00080.x










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KLEINTIERPRAXIS

Radiotherapie bei Sialocelen des Hundes
Unter Sialocele versteht man bekanntlich die Ansammlung von Speichel, der aus einer geschädigten Speicheldrüse oder deren Ausführungsgang ausgetreten und mit einem Granulationsgewebe umgeben ist. Die chirurgische Therapie gilt als Therapie der Wahl mit einer Rezidivrate von 5-14%. Doch Speicheldrüsengewebe reagiert auch sehr empfindlich auf Bestrahlung, und so liegt die Frage nahe, ob die Radiotherapie nicht eine ebenso gute Wahl sein könnte und wenn ja, mit welcher Startdosis man beginnen sollte.

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