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Amitryptilin bei akuten, nicht-obstruktiven Harnwegsproblemen der Katze
Amitryptilin, ein H1- und H2-Blocker aus der Humanmedizin, wird mittlerweile in der Kleintiermedizin bei unterschiedlichsten Indikationen eingesetzt. Hilft er auch bei akuten, nicht-obstruktiven, idiopathischen Erkrankungen im Bereich der unteren Harnwege bei Katzen?

In dieser randomisierten kontrollierten Studie in Michigan wurden 31 nicht-vorbehandelte weibliche und männliche Katzen mit akuter, nicht-obstruktiver, idiopathischer Erkrankung der unteren Harnwege untersucht.
16 Tiere erhielten Amitryptilin (5 mg/d), 15 Plazebos über 7 Tage und wurden auf Pollakisurie, Hämaturie und Nebenwirkungen untersucht. Nach einem Monat wurden die Tiere erneut untersucht und die Besitzer telefonisch nach weiteren 6, 12, und 24 Monaten befragt.
2 der Amitryptilin-behandelten Katzen mußten wegen eines erworbenen Harnwegsinfekts von der Studie ausgeschlossen werden. Die klinischen Symptome verschwanden bis Tag 8 bei 8 der behandelten und bei 10 der Kontrollkatzen. Es gab keine offensichtlichen Unterschiede in der Wahrscheinlichkeit oder der Rate des Abklingens von Pollakisurie oder Hämaturie zwischen den beiden Gruppen. Die Rezidivneigung war in beiden Gruppen vergleichbar. Höheres Lebensalter war signifikant verbunden mit erhöhter Wahrscheinlichkeit und Häufigkeit von Hämaturie, aber mit geringerer Rezidivneigung.

Nach diesen Ergebnissen bringt die Kurzzeitbehandlung mit Amitryptilin keinen Vorteil beim Abklingen von Pollakisurie und Hämaturie bei Katzen mit idiopathischen idiopathischen Erkrankungen im Bereich der unteren Harnwege und trägt möglicherweise zu einem erhöhten Rezidivrisiko bei.

Quelle: Kruger JM, Conway TS, Kaneene JB, Perry RL, Hagenlocker E, Golombek A, Stuhler J. (2003): Randomized controlled trial of the efficacy of short-term amitriptyline administration for treatment of acute, nonobstructive, idiopathic lower urinary tract disease in cats.
In: J Am Vet Med Assoc 2003 Mar 15;222(6):749-58






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KLEINTIERPRAXIS

Broccoli in der Tumortherapie beim Hund - eine neue Option?members
Eine hochinteressante Entdeckung wurde jüngst publiziert, die möglicherweise in der Krebstherapie beim Hund künftig eine Rolle spielen könnte: Sulforaphane (SFN) ist ein natürlich vorkommendes Isothiozynat aus dem Vorläufer Glucoraphanin (GFN), den manche Kreuzkräuter wie Broccoli produzieren. SFN kann über verschiedene Mechanismen Tumorwachstum supprimieren, beispielsweise über die Hemmung der Histon-Deacetylasen. 10 gesunden Hunden wurde in dieser Studie eine Dosis Broccoli-Supplement oral verabreicht und dann die genaue Absorption von SFN verfolgt. Hochinteressant!

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