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Die Rolle von Felis domesticus-Allergen I (Feld I) beim felinen eosinophilen Granulom-Komplex
Der sogenannte `eosinophile Granulom-Komplex` gehört zu den frustrierendsten und langwierigsten Erkrankungen in der Katzenpraxis. Per se stellt er keine Diagnose, sondern lediglich ein Reaktionsmuster dar, und in der Pathogenese sind noch viele Fragen offen. Eine holländische Studie bringt neue Erkenntnisse.

An der Untersuchung waren 7 gesunde und 6 Katzen mit eosinophilem Granulom-Komplex beteiligt. 4 Stellen wurden von Epidermis befreit und Feld I, 0.9%ige NaCl-Lösung und PBS-Lösung aufgebracht und die Flüssigkeiten mittels `rubber stopper` für 48 Stunden fixiert. Die Flüssigkeit aus jedem der Stopper wurde gesammelt. Biopsien wurden an jeder Lokalisation entnommen, tiefgefroren und bei -70 C aufbewahrt.
Die Gesamt-Zellzahl sowie die Zusammensetzung in den Flüssigkeiten wurden bestimmt. Die Biopsien wurden mit monoklonalen Antikörpern gegen feline CD4, CD8 and CD3-Zellen gefärbt. Mittels multivariate repeated-measures analysis wurden alle Daten ausgewertet.

Die gesunden Katzen zeigten einen signifikanten Anstieg der Zahl der CD3+ Zellen, gemessen an den Zahlen der CD4+ und CD8+ Zellen. Bei ihnen verursachte Feld I gegenüber der PBS und NaCl-Lösung einen signifikanten Anstieg der CD3+ Zellen.
Die Katzen mit `eosinophilem Granulom-Komplex` zeigten einen signifikanten Anstieg in der Zahl der CD3+ Zellen, verglichen mit den CD4+ und CD8+ Zellen. Bei ihnen verursachte Feld I einen signifikanten Anstieg der CD3+ und CD4+ Zellen im Vergleich mit PBS und NaCl-Lösung. Diese Gruppe zeigte auch eine erhöhte CD4+ response, eine signifikant erniedrigte CD8+ response sowie eine signifikant erhöhte CD4:CD8-Ratio, gemessen an den gesunden Kontrolltieren.
Erhöhte CD4+ response, einen signifikant erniedrigte CD8+ response sowie eine signifikant erhöhte CD4:CD8-Ratio sind vergleichbar mit den Resultaten bei atopischen Menschen und allergischen Katzen.

Hieraus wird geschlossen, daß Feld I möglicherweise ein Autoallergen ist, das für die chronischen inflammatorischen Reaktionen bei Katzen mit eosinophilem Granulom-Komplex verantwortlich ist.

Quelle: Wisselink MA, van RR, Willemse T. (2002): Evaluation of Felis domesticus allergen I as a possible autoallergen in cats with eosinophilic granuloma complex. In: Am J Vet Res 2002 Mar;63(3):338-41





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KLEINTIERPRAXIS

SDMA bei klinisch gesunden Hunden
Symmetric dimethylarginine (SDMA) ist ein derzeit sehr angesagter früher Indikator für eine Dysfunktion der Nieren und gleichzeitig ein Monitor bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz (CKD). Derzeit sind allerdings keine Untersuchungen publiziert, die die Aussagekraft dieses Tests mit publizierten, auf der Population basierenden Referenzwerten beschreibt. Diese kürzlich online publizierte Studie beschäftigt sich mit Dingen wie biologischer Variabilität, Index der Individualität (IOI), der kritischen Differenz zwischen sequentiellen Messungen (CD) und der Zahl der Messungen, die zum Erreichen des homöopathischen Setpoints (HSP) für DSMA und Serum-Creatinin (sCr) - alles bei 20 klinisch gesunden adulten Hunden, die Patienten oder Mitarbeitern einer Tierklinik gehörten.

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