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Perianalfisteln - an Babesiose denken!
Perianalfisteln beim Schäferhund und seinen Kreuzungen sind häufig, langwierig und kostenintensiv in der Therapie und oft frustrierend. Zumindest in Babesiose-endemischen Gebieten sollte man bei Perianalfisteln an die Möglichkeit dieser Erkrankung denken, wie dieser italienische Artikel eindrucksvoll beweist...

Perianalfisteln sind ein gravierendes Problem vor allem von DSH und deren Kreuzungen. Sie gelten als prädisponiert aufgrund von rasse- und anatomisch bedingten Faktoren.
Eine verringerte zellvermittelte Immunantwort und Ähnlichkeiten mit der fistulierenden Form von Morbus Crohn beim Menschen wurden kürzlich festgestellt. Eine konsequente Suche nach darunterliegenden Erkrankungen/Faktoren ist also als Bestandteil der Diagnostik unbedingt zu empfehlen.

Bei den beschriebenen 3 Hunden mit Perianalfisteln wurde eine Babesiose nachgewiesen, die sowohl Schweregrad als auch Dauer der Perianalfisteln entscheidend beeinflußte. Es handelte sich um 2 dreijährige Deutsche Schäferhunde und einen 14jährigen Pomeranian, die Carrier für Babesia
spp. waren, ohne spezifische klinische Symptome einer Babesiose zu entwickeln.

Auf die konsequente Therapie mit Imidocarbdipropionate einmal wöchentlich über 4 Wochen heilten die Perianalfisteln komplett ab, ohne einer chirurgischen Therapie zu bedürfen. Rezidive traten bei keinem Tier auf.


Quelle: W Tarello (2001): Babesiosis as an Underlying Factor Influencing the Severity and Duration of Perianal Fistulas in Three Dogs. In:
Revue de Medecine Veterinaire, 2001, 152, 1.





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KLEINTIERPRAXIS

Amoxicillin-Clavulansäure bei Hunden mit hämorrhagischer Gastroenteritismembers
Jahrzehntelang gehörte die antibiotische Therapie oder `antibiotische Abdeckung` zur Standardtherapie der hämorrhagischen Gastroenteritis beim Hund. Im Zeitalter zunehmender Antibiotika-Resistenzen und besser beschriebenen Antibiotika-Nebenwirkungen stellt sich natürlich die Frage, ob diese Empfehlung wirklich noch zeitgemäß ist. Zumal ihre Notwendigkeit bislang bei hämorrhagischer Gastroenteritis (HGE) ohne Sepsis noch nicht wirklich belegt worden ist. Diese neue prospektive, Placebo-kontrollierte, verblindete Studie der LMU München sollte prüfen, ob eine Gabe von Amoxicillin-Clavulansäure bei HGE den klinischen Verlauf und die Resultate positiv beeinflussen kann - 60 Patienten nahmen teil.

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