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Ivermectin-Unvertr
Ursache für die allgemein bekannte Ivermectin-Empfindlichkeit v.a. von Collies ist die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke für diesen Wirkstoff. Ursache dieses ausschließlich homozygot vererbten genetischen Defekts ist ein Fehler des sogenannten MDR1-Gens. Dieser kann jetzt per Blutuntersuchung in Gießen entlarvt werden.

Bei den Tieren it Ivermectin-Überempfindlichkeit fehlt der MDR1-Transporter (Multidrug-Resistenz), der auf der Oberfläche der gefäßauskleidenden Endothelzellen sitzt, und den Übertritt bestimmter Substanzen aus den Kapillaren ins Gehirn verhindert.

Bei Untersuchungen an knock-out Mäusen wurden neben Ivermectin noch zahlreiche andere Substanzen (Ivermectin, Loperamid, Digoxin, Vincristin, Vinblastin, Doxorubicin, Cyclosporin, Grepafloxacin, Sparfloxacin, Ondansetron, Chinidin, Ebastin, Dexamethason) mit neurotoxischer Wirkung bei einem vorliegenden MDR1-Defekt gefunden.

Ein solcher erblicher MDR1-Gendefekt wurde bei Collies (Kurzhaar und Langhaar Collie), Shetland Sheepdog, Australian Shepherd und dem Border Collie nachgewiesen. In der Literatur lassen sich darüber hinaus Hinweise finden, dass auch der Old English Sheepdog von diesem Defekt betroffen ist.

Angeboten wird der Bluttest von der
Universität Giessen
Institut für Pharmakologie und Toxikologie
Projektgruppe `MDR1-Defekt beim Collie`
MZI, 636
Frankfurter Str. 107
35392 Gießen

Benötigt wird 1 ml EDTA-Vollblut. Die Kosten betragen 20,45 Euro.

Alle weiteren Angaben finden sich dazu im Internet unter http://www.vetmed.uni-giessen.de/pharmtox/index.html).



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KLEINTIERPRAXIS

Intraoperative bakterielle Kontamination bei Hunden waehrend orthopaedischer Eingriffe
Eine brisante und sehr aktuelle Fragestellung: Wie häufig ist die bakterielle Kontamination des Patienten, der sich einer sterilen orthopädischen Operation unterzieht, wo ist die Kontaminationsquelle und welche Risikofaktoren gibt es für den Chirurgen? Und gibt es einen Zusammenhang zwischen intraoperativer Kontamination und Infektion des Operationsfeldes (SSI)? Insgesamt 100 privat gehaltene Hunde, bei denen ein Eingriff am Kniegelenk vorgenommen wurden, nahmen an dieser hochinteressanten prospektiven klinischen Studie teil.

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