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Clindamycin gegen Babesiose beim Hund
Babesiose tritt in Deutschland bei Hunden zunehmend häufiger auf. Verschiedene Therapieprotokolle sind bekannt. Könnte Clindamycin eine weitere Option sein?

10 experimentell mit Babesia gibsoni infizierte Hunde wurde Clindamycin in der Dosierung 25 mg/kg 2x täglich per os über 14 Tage verabreicht.

Diese Therapie reduzierte die Parasitenspiegel im Blut beträchtlich. Gleichzeitig wurden bei der Mehrzahl der Tiere morphologische Veränderungen beobachtet, die eine Degeneration der Parasiten indizierte, wie Segmentation, Reduktion der Größe, Veränderungen des Nucleus, Schwellung des Nucleus und Verschwinden des Zytoplasmas.

Clindamycin kann die charakteristischen klinischen Symptome einer Babesiose wie Anämie, Anorexie und Lethargie reduzieren und kann daher bei der Therapie einer B. gibsoni-Infektion hilfreich sein.


Quelle: Retno Wulansari et al (2003): Clindamycin in the Treatment of Babesia gibsoni Infections in Dogs. In: Journal of the American Animal Hospital Association 39:558-562 (2003)


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KLEINTIERPRAXIS

Broccoli in der Tumortherapie beim Hund - eine neue Option?
Eine hochinteressante Entdeckung wurde jüngst publiziert, die möglicherweise in der Krebstherapie beim Hund künftig eine Rolle spielen könnte: Sulforaphane (SFN) ist ein natürlich vorkommendes Isothiozynat aus dem Vorläufer Glucoraphanin (GFN), den manche Kreuzkräuter wie Broccoli produzieren. SFN kann über verschiedene Mechanismen Tumorwachstum supprimieren, beispielsweise über die Hemmung der Histon-Deacetylasen. 10 gesunden Hunden wurde in dieser Studie eine Dosis Broccoli-Supplement oral verabreicht und dann die genaue Absorption von SFN verfolgt. Hochinteressant!

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