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Vorsicht bei Chemotherapie mit Doxorubicin: kumulative Cardiotoxizi
Gerade maligne Neoplasien wie Osteosarkome und Lymphosarkome gehören zu den beliebtesten Indikationen für Doxorubicin. Doch auch dieses Chemotherapeutikum ist nicht ungefährlich, besteht doch die höchst reale Gefahr einer irreversiblen Cardiotoxizität. Wäre die Messung des cardialen Troponin I, Standardparameter zur Erkennung von zerstörten Cardiomyozyten, eine zuverlässige Möglichkeit der Früherkennung solcher Schäden?

Das cardiale Troponin I (cTnI) ist ein spezifischer und sensitiver Indikator für den Tod von Cardiomyozyten.

In dieser retrospektiven Studie wurden die Serum- Konzentrationen von cTnI bei Hunden mit Osteo- und Lymphosarkomen gemessen, die eine Chemotherapie mit Doxorubicin erhielten und bei denen zumindest auf der Basis von klinischer Untersuchung und Thorax-Röntgenbild deren Auswirkungen auf das Herz bekannt waren.

Als Kontrollgruppe dienten die Serum-Spiegel des cTnI von 7 gesunden Hunden, denen intracoronar Doxorubicin appliziert worden war.

Serienbestimmungen vor, während und nach der Doxorubicin-Therapie zeigten bei manchen Patienten einen Anstieg der cTnI-Konzentration nach Chemotherapie (P = 0.0083 compared to baseline), jedoch korrelierten die Befunde nicht mit den klinischen Symptomen einer Cardiomyopathie.

Bei Hunden, die später einer Cardiomyopathie entwickelten, waren allerdings die Serum-cTnI- Konzentrationen erhöht, noch bevor die klinischen Symptome manifest wurden (bestätigt durch Echocardiographie).



Quelle: Selting, K. A., Lana, S. E., Ogilvie, G. K., Olmstead, A., Mykles, D. L., Bright, J., Richardson, K. L., Walton, J. A., Monnet, E. & Fettman, M. J. (2004): Cardiac troponin I in canine patients with lymphoma and osteosarcoma receiving doxorubicin: comparison with clinical heart disease in a retrospective analysis. In:
Veterinary and Comparative Oncology 2 (3), 142-156.




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KLEINTIERPRAXIS

Amoxicillin-Clavulansaeure bei Hunden mit haemorrhagischer Gastroenteritis
Jahrzehntelang gehörte die antibiotische Therapie oder `antibiotische Abdeckung` zur Standardtherapie der hämorrhagischen Gastroenteritis beim Hund. Im Zeitalter zunehmender Antibiotika-Resistenzen und besser beschriebenen Antibiotika-Nebenwirkungen stellt sich natürlich die Frage, ob diese Empfehlung wirklich noch zeitgemäß ist. Zumal ihre Notwendigkeit bislang bei hämorrhagischer Gastroenteritis (HGE) ohne Sepsis noch nicht wirklich belegt worden ist. Diese neue prospektive, Placebo-kontrollierte, verblindete Studie der LMU München sollte prüfen, ob eine Gabe von Amoxicillin-Clavulansäure bei HGE den klinischen Verlauf und die Resultate positiv beeinflussen kann - 60 Patienten nahmen teil.

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