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Dobutamin-induzierte Bradykardie bei einem Hund (Fallbericht)
Eigentlich sollten bei diesem scheinbar gesunden achtjährigen Hund lediglich einige Urolithen entfernt werden, doch dann wurde nach einstündiger Operation Propofol nachgegeben, das Tier bekam eine Hypotension und wurde mit Dobutamin versorgt, was prompt eine Bradykardie auslöste. Was tun in solchen Fällen, die jederzeit passieren können?

Ein ansonsten gesunder kastrierter achtjähriger Mischlingsrüde wurde zur chirurgischen Entfernung mehrerer Urolithe anästhesiert.

Die Prämedikation bestand in Midazolam, Glycopyrrolate und Morphin. Die Anästhesie wurde induziert mittels Isofluran/Sauerstoff.

Eine Stunde nach der Induktion bewegte sich der Patient, worauf Propofol injiziert wurde. Danach entwickelte das Tier eine Hypotension, so daß Dobutamin verabreicht wurde. Auf dieses reagierte der Hund mit einer rasch auftretenden Reduktion der Herzfrequenz, die aber erfolgreich mit Atropin kontrolliert werden konnte.

Es wird vermutet, daß die Bradykardie als Folge des BezoldJarisch-Reflexes, eines intrakardialen parasympathischen Reflexes, aufgetreten ist. Das sofortige Stoppen des Dobutamins und/oder die Verabreichung von Parasympathikolytika sollten sofort veranlaßt werden, wenn es auf eine Dobutamin-Infusion zur Bradykardie kommt.


Quelle: Hofmeister, Erik H, Keenan, Kathleen & Egger, Christine M (2005): Dobutamine-induced bradycardia in a dog. In: Veterinary Anaesthesia and Analgesia 32 (2), 107-111.




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