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Cosyntropin und Steroidhormon-Spiegel bei gesunden Hunden
Cosyntropin, ein synthetisches ACTH, wird beim Hund zu ACTH-Stimulationstests eingesetzt. Doch wie wirkt es sich neben Cortisol auf andere Steroidhormone wie beispielsweise die gleichfalls von den Nebennierenrinden produzierten Sexualhormone und deren Intermediates aus? Eine wichtige und spannende Untersuchung!

Die Auswirkungen von zwei Dosierungen von Cosyntropin (5 microg/kg vs 250 microg, IV) auf die Serumspiegel von Cortisol, adrenal produzierten Sexualhormonen sowie adrenal produzierten Steroid-Intermediates sollten geprüft und gleichzeitig der optimale Zeitpunkt der Probenentnahme nach der Stimulation mit Cosyntropin ermittelt werden.

10 gesunde, kastrierte, privat gehaltene Hunde wurden zu dieser Untersuchung herangezogen.

Die Hunde wurden randomisiert entweder initial mit 5 ug/kg Cosyntropin oder einer Gesamtdosis von 250 ug i.v. behandelt. Die jeweils andere Dosis erhielten sie dann 1-2 Wochen später.

Serum wurde von den Blutproben zum Zeitpunkt 0 (vor Injektion) sowie 30, 60, 90, und 120 Minuten nach der Cosyntropin-Gabe gewonnen.

Die maximale Stimulation von Cortisol, Androstenedion, Progesterone und 17-hydroxyprogesteron wurde 60 Minuten nach der i.v.-Gabe von 5 ug/kg oder der Gesamtdosis von 250 ug/Hund erreicht.

Die Serum-Östrogenkonzentration stieg mit keiner der beiden geprüften Cosyntropin-Dosierungen.

Bei allen Hormonen gab es keinen signifikanten Unterschied zwischen den beiden verwendeten Dosierungen zu den Zeitpunkten 0, 30, 60, und 90 Minuten.

Cosyntropin stimuliert demnach in einer Dosierung von 5 ug/kg i.v. sehr wirksam die Produktion von Cortisol, den adrenal produzierten Sexualhormonen und den adrenal produzierten Steroid-Intermediates mit einem Maximum 60 Minuten nach Applikation.


Quelle: Frank LA, Davis JA, Oliver JW. (2004): Serum concentrations of cortisol, sex hormones of adrenal origin, and adrenocortical steroid intermediates in healthy dogs following stimulation with two doses of cosyntropin. In: Am J Vet Res. 2004 Dec;65(12):1631-3.




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KLEINTIERPRAXIS

Broccoli in der Tumortherapie beim Hund - eine neue Option?members
Eine hochinteressante Entdeckung wurde jüngst publiziert, die möglicherweise in der Krebstherapie beim Hund künftig eine Rolle spielen könnte: Sulforaphane (SFN) ist ein natürlich vorkommendes Isothiozynat aus dem Vorläufer Glucoraphanin (GFN), den manche Kreuzkräuter wie Broccoli produzieren. SFN kann über verschiedene Mechanismen Tumorwachstum supprimieren, beispielsweise über die Hemmung der Histon-Deacetylasen. 10 gesunden Hunden wurde in dieser Studie eine Dosis Broccoli-Supplement oral verabreicht und dann die genaue Absorption von SFN verfolgt. Hochinteressant!

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