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HD-Untersuchungen beim Hund werden bei den meisten Rassen mit zwölf, bei einigen erst mit achtzehn Monaten durchgeführt. In der Humanmedizin hingegen ist die Hüftsonographie in den ersten Lebenswochen Methode der Wahl, um Hüftreifungsstörungen zu diagnostizieren und möglichst früh therapieren zu können. Warum nicht auch beim Hund? An der Justus-Liebig-Universität Gießen laufen vielversprechende Untersuchungen, die in Zukunft möglicherweise das heutige HD-Röntgen überflüssig machen könnten.

Erste sonographische Untersuchungen wurden an 54 Hüftgelenken verstorbener DSH-Welpen durchgeführt und ein Standard-Untersuchungsgang erarbeitet. Die knöcherne Ausformung der Pfanne, das Übergreifen des knorpeligen Pfannendachs sowie die Gelenklockerheit wurden ermittelt und hierzu als Index Alpha- und Beta-Winkel und Distraktionswert bestimmt.
Auch erste Referenzwerte und Reifungskurven wurden erarbeitet.

Bisher zeigte sich, daß hochfrequente Linearscanner ebenso wie in der Humanmedizin besonders geeignet sind und die Welpen ebenso wie Säuglinge in Seitenlage untersucht werden sollten. Der zeitliche Rahmen, in dem diese Untersuchungen aussagekräftig sind, ist beim Welpen deutlich enger als beim Säugling - die Untersuchung sollte vor der 8. Lebenwoche durchgeführt sein, frühestens mit einem Tag. Das bedeutet, daß die Untersuchung noch beim Züchter durchgeführt wird.

Soweit die vielversprechenden Untersuchungen am toten Tier.

Derzeit laufen Reihenuntersuchungen an lebenden Welpen, deren Ergebnisse dann mit den HD-Aufnahmen mit 12 Monaten verglichen werden sollen. Die bisher modellhaft erarbeiteten Erkenntnisse werden auf den lebenden Welpen übertragen, überprüft und wenn erforderlich modifiziert.


Quelle: Flöck, A., Kramer, M., Tellhelm, B. (2006): Die sonographische Untersuchung des Hüftgelenkes bei Hundewelpen als Screenigverfahren für die Hüftgelnksdysplasie. In: Der praktische Tierarzt 87:2, 2002, S. 94-104


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KLEINTIERPRAXIS

Broccoli in der Tumortherapie beim Hund - eine neue Option?members
Eine hochinteressante Entdeckung wurde jüngst publiziert, die möglicherweise in der Krebstherapie beim Hund künftig eine Rolle spielen könnte: Sulforaphane (SFN) ist ein natürlich vorkommendes Isothiozynat aus dem Vorläufer Glucoraphanin (GFN), den manche Kreuzkräuter wie Broccoli produzieren. SFN kann über verschiedene Mechanismen Tumorwachstum supprimieren, beispielsweise über die Hemmung der Histon-Deacetylasen. 10 gesunden Hunden wurde in dieser Studie eine Dosis Broccoli-Supplement oral verabreicht und dann die genaue Absorption von SFN verfolgt. Hochinteressant!

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