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Microsporum canis bei den Haustieren von Menschen mit M. canis-bedingter Tinea corporis
Tinea corporis beim Menschen - eine klinisch manifeste Dermatophytose, die in vielen Fällen durch Microsporum canis hervorgerufen wird. Dieser ist der mit Abstand häufigste Dermatophyt bei Hunden und Katzen, die nicht selten inapparente Carrier sind. Wie oft läßt sich der Erreger im Fell der Haustiere derart erkrankter Besitzer isolieren? Eine ausgesprochen interessante neue Untersuchung aus Italien.

Microsporum canis wurde in der Vergangenheit häufig aus den Läsionen von Menschen mit Tinea capitis und Tinea corporis isoliert. Die Infektionsquelle können klinisch erkrankte, aber auch asymptomatische Tiere sowie die Umgebung sein. Asymptomatische Carrier werden als besonders kritisch in der Epidemiologie von M. canis eingeschätzt.

Diese Studie untersucht den Zusammenhang zwischen dem Vorkommen von Dermatophyten im Fell von Hunden und Katzen ohne Hautveränderungen und dem Vorkommen von Hautveränderungen bei den jeweiligen Besitzern.

Insgesamt wurden 136 Hunde und 248 Katzen in der Zeit vom Januar 1999 bis Januar 2005 untersucht.

78 Tiere (22 Hunde und 56 Katzen) gehörten Besitzern mit Tinea corporis durch M. canis und 306 (114 Hunde und 192 Katzen) Besitzern ohne Dermatophytose.

Alter, Geschlecht, Rasse, Lebensgewohnheiten und Jahreszeit wurden für jedes Tier erhoben und als potentielle Risikofaktoren untersucht.

Dermatophyten wurden bei 20.5% der Hunde und 28.2% der Katzen nachgewiesen.

Microsporum canis wurde von 36.4% der Hunde von Besitzern mit einer Tinea corporis isoliert, doch niemals von den Hunden, deren Besitzer keine Hautveränderungen zeigten.

Im Gegensatz dazu wurde M. canis von 53.6% der Katzen, deren Besitzer an Tinea corporis erkrankt waren, isoliert, und von 14.6% der Katzen von symptomfreien Besitzern.

Diese Ergebnisse zeigen eindeutig, daß Hunde und Katzen eine wichtige Infektionsquelle pathogener Dermatophyten für Menschen darstellen, auch wenn diese keine klinischen Symptome einer Dermatophytose zeigen.



Quelle: Cafarchia, Claudia, Romito, Diana, Capelli, Gioia, Guillot, Jacques & Otranto, Domenico (2006): Isolation of Microsporum canis from the hair coat of pet dogs and cats belonging to owners diagnosed with M. canis tinea corporis. In: Veterinary Dermatology 17 (5), 327-331.




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KLEINTIERPRAXIS

Amoxicillin-Clavulansaeure bei Hunden mit haemorrhagischer Gastroenteritis
Jahrzehntelang gehörte die antibiotische Therapie oder `antibiotische Abdeckung` zur Standardtherapie der hämorrhagischen Gastroenteritis beim Hund. Im Zeitalter zunehmender Antibiotika-Resistenzen und besser beschriebenen Antibiotika-Nebenwirkungen stellt sich natürlich die Frage, ob diese Empfehlung wirklich noch zeitgemäß ist. Zumal ihre Notwendigkeit bislang bei hämorrhagischer Gastroenteritis (HGE) ohne Sepsis noch nicht wirklich belegt worden ist. Diese neue prospektive, Placebo-kontrollierte, verblindete Studie der LMU München sollte prüfen, ob eine Gabe von Amoxicillin-Clavulansäure bei HGE den klinischen Verlauf und die Resultate positiv beeinflussen kann - 60 Patienten nahmen teil.

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