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Proliferative Histiozytose bei Katzen - die unbekannte Erkrankung
Eine Erkrankung, die bei bestimmten Hunderassen wie Berner Sennenhunden häufig beschrieben ist, aber bei Katzen kaum bekannt ist. Ein sehr interessanter Artikeln von einem der führenden Zentren für die Diagnose histiozytärer Erkrankungen.

Histiozytäre proliferative Erkrankungen schließen die reaktiven oder neoplastischen Proliferationen dendritischer Zellen (DC) oder Makrophygen ein.

Verschiedene Formen der Prolieration von DC sind bie Menschen und Hunden beschrieben, ihre Ätiologie liegt allerdings weitestgehend im Dunklen.

Außer wenigen Fallberichten wurden derartige Erkrankungen bei Katzen bislang nicht nachgewiesen.

Klinische, morphologische und immunphänotypische Reaktionen der felinen progressiven Histiozytose (FPH) werden bei 30 Katzen beschrieben.

Katzen sind häufiger betroffen als Kater. Klinisch werden solitäre oder multiple nicht-pruriginöse derbe Papeln, Knoten und Plaques beobachtet, die an den Prädilektionsstellen Pfoten, Beine und Gesicht auftreten.

Die Veränderungen bestanden histopathologisch in schlecht abgegrenzten epitheliotropen (13/30) und nicht-epitheliotropen (17/30) histiozytären Infiltraten in der oberflächlichen und tiefen Dermis, mit variabler Ausbreitung in die Subcutis.

Die histiozytäre Population war im Frühstadium relativ monomorph, mit zunehmendem Fortschrieten der Erkrankung nahm der zelluläre Pleomorphismus zu.

Die Histiozyten exprimierten CD1a, CD1c, CD18, und major histocompatibility complex class II (MHC II) - Moleküle.

Dieser Immunphänotyp legt nahe, daß diese Veränderungen einen DC-Ursprung haben.

Eine Coexpression von E-cadherin, eine Reaktion der kutanen Langerhanszellen, wurde nur bei 3 Tieren gemessen.

Die FPH verlief klinisch progressiv, die Veränderungen blieben jedoch in den meisten Fällen auf die Haut beschränkt, auch über einen längeren Zeitraum. Lediglich bei 7 Tieren kam es zu einer terminalen Mitbeteiligung innerer Organe.

Therapieversuche mit Chemotherapeutika, immunsuppressiven oder immunmodulatorischen Medikamenten zeigten keinen Erfolg.

Die Ätiologie der FPH bleibt weiterhin unklar.

Eine FPH ist durch die initiale Bildung indolenter kutaner Neoplasien charakterisiert, die meist langsam progressiv verläuft und im terminalen Stadium innere Organe mit betreffen kann.




Quelle: V. K. Affolter, P. F. Moore (2006): Feline Progressive Histiocytosis. In: Vet Pathol 43:646-655 (2006)



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KLEINTIERPRAXIS

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Eine hochinteressante Entdeckung wurde jüngst publiziert, die möglicherweise in der Krebstherapie beim Hund künftig eine Rolle spielen könnte: Sulforaphane (SFN) ist ein natürlich vorkommendes Isothiozynat aus dem Vorläufer Glucoraphanin (GFN), den manche Kreuzkräuter wie Broccoli produzieren. SFN kann über verschiedene Mechanismen Tumorwachstum supprimieren, beispielsweise über die Hemmung der Histon-Deacetylasen. 10 gesunden Hunden wurde in dieser Studie eine Dosis Broccoli-Supplement oral verabreicht und dann die genaue Absorption von SFN verfolgt. Hochinteressant!

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