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Eosinophile Dermatitis beim Hund - mögliche Ursachen
Eine h√§ufige Hauterkrankung bei Katze und Pferd, eine Rarit√§t beim Hund, oder vielleicht doch nicht? Eosinophile Dermatitis tritt auch bei Hunden auf, und √ľber die Ursachen war bislang deutlich weniger bekannt als bei anderen Spezies. Das √§ndert sich jetzt, diese Studie an fast 30 Hunden er√∂ffnet neue Perspektiven.

Die Krankenbl√§tter und die histopathologischen Befunde von 29 Hunden mit der Diagnose `eosinophile Dermatitis mit vergleichbaren Befunden wie beim Wells¬ī-Syndorm` wurden ausgewertet, in der Hoffnung, Einsichten in die Pathogenese dieses Syndroms zu gewinnen.

Aussehen der Hautveränderungen, systemische Symptome anderer Organe, Abweichungen in Laborparametern und medikamentelle Therapie wurden ausgewertet.

Histopathologisch wurden erneut die als mäßige bis schwere eosinphile Dermatitis ohne Follikulitis und Furunkulose angesprochenen Proben auf das Vorliegen von Kollagen-`flame figures` untersucht.

Die Patienten konnten in 3 Kategorien eingeteilt werden:
- Kategorie 1 (17 Hunde) waren, oft wegen Hämatochezie oder Hämatemesis, vor Beginn der Hautveränderungen wegen Vomitus und/oder Diarrhoe vorbehandelt worden (im Mittel 4,6 Tage vorher). 14 Hunde dieser Kategorie zeigten erythematöse Veränderungen (macula, Plaques oder Papeln), die sich vor allem am Abdomen manifestierten. 16 Hunde dieser Kategorie hatten mulitple Medikamentenklasssen erhalten, 59% von ihnen hatten eine Hypoalbuminämie.

- Kategorie 5 (5 Hunde) hatten Hautveränderungen plus gastrointestinale Symptome bei der Vorstellung, und 4 von ihnen hatten eine Hypoalbuuminämie.

- Kategorie 3 umfaßte 7 Hunde ohne enterale Probleme.

Ein positiver Zusammenhang mit Medikamenten wurde bei 6 Hunden aus Kategorie 1 und bei je 1 aus den Kategorien 2 und 3 hergestellt.

18 Hunde hatten eine eosinophile Dermatitis ohne flame figures, 7 zeigten fr√ľhe flame figures und 4 bereits voll ausgebildete.

Diese Veränderungen korrelierten jedoch nicht mit den Kategorien der klinischen Präsentation.

Mehr als die Hälfte der Hunde entwickelten also ihre eosinophile Dermatitis im Anschluß an die Therapie schwerer gastrointestinaler Erkrankungen. Die Verfasser vermuten, daß dies ein einzigartiges Syndrom repräsentiert, das einen kausalen Zusammenhang mit medikamenteller Behandlung haben kann.


Quelle: Mauldin, Elizabeth A., Palmeiro, Brian S., Goldschmidt, Michael H. & Morris, Daniel O. (2006): Comparison of clinical history and dermatologic findings in 29 dogs with severe eosinophilic dermatitis: a retrospective analysis.In: Veterinary Dermatology 17 (5), 338-347.




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KLEINTIERPRAXIS

Immuntypisierung von conjunctivalen Lymphomen bei Hund und Katze
In der einschl√§gigen humanmedizinischen Literatur sind conjunctivale Lymphome sehr gut dokumentiert, in der veterin√§rmedizinischen weniger. Diese j√ľngst publizierte Fallstudie an f√ľnf Hunden und drei Katzen mit Lymphomen, die die Conjunctiven mitbetrafen und deren Lymphozyten auch typisiert wurden, ist sehr aufschlussreich.

  • Wirkung verschiedener Antibiotika auf die von Keratinozyten exprimierten Entz√ľndungsmarker
  • Absetzfrist von Momethason Furonat-haltigen Ohrentropfen vor dem Intradermaltest
  • Low-level-Lasertherapie bei Hunden mit nichtentz√ľndlicher Alopezie
  • Immunglobuline im Serum von Hunden mit Pemphigus foliaceus
  • Hautver√§nderungen nach Anwendung eines neuen kombinierten Impfstoffs f√ľr Kaninchen
  • Plattenepithelkarzinome der Analbeutel bei drei Hunden
  • Probiotika beim Kaninchen - Effekt auf K√∂rpergewicht und Kot
  • Ungew√∂hnliche Folge einer Diskopathie beim Dackel
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