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Impf-induzierte Fibrosarkome bei Katzen: Prognose nach der Chirurgie
Ein st√§ndig aktuelles Thema: Fibrosarkome bei Katzen, die durch Impfstoffe induziert werden und zu permanenten Diskussionen um die Notwendigkeit von Impfungen und die beste Applikationsart und -lokalisation f√ľhren. Doch wie ist die Prognose, wenn ein solcher Tumor diagnostiziert und chirurgisch entfernt wurde? Antwort: die Exzision reicht nicht, das Lokalrezidiv ist alsbald zu erwarten...

In dieser Studie sollte die Zeit bis zum ersten Wiederauftreten (time to first recurrence, TFR) und die Gesamt-√úberlebenszeit bei Katzen mit vermuteten Impf-induzierten Fibrosarkomen (vaccine-associated sarcomas, VAS), die mittels Exzision therapiert worden waren, ermittelt werden. 61 Katzen wurden eingeschlossen unf ihre gesamte √úberlebenszeit sowie die TFR ermittelt.

Die mittlere TFR betrug 94 TAge, die mittlere TFR f√ľr Tumore. die mittels Exzision in einer √úberweisungsklinik behandelt wurden, 274 Tage. Sie lag damit deutlich √ľber der TFR, die vom Haustierarzt exzidiert wurden (66 Tage).

Eine radikale erste Exzision f√ľhrte dann auch zu einer signifikant l√§ngeren TFR (325 Tage) als eine mit knappen Exzisionsr√§ndern (79 Tage).

Katzen mit Tumoren im Bereich der Gliedmaßen hatten eine längere TFR (325 Tage) als an anderen Lokalisationen (&& Tage).

Die mittlere Gesamt-√úberlebenszeit betrug 576 Tage, ohne signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen.

Nur wenige Katzen (13.8%) mit ausschließlicher Exzisionstherapie hatten eine Langzeit-Überlebensrate (mehr als 2 Jahre).

Eine radikale Erstoperation mit weiten Exzsionsrändern scheint also bei vermuteten VAS essentiell, um die Zeit bis zu ersten Lokalrezidiven möglichst lang zu halten.

Derzeitige empfohlene Lokalisationen f√ľr die Impfung sind derzeit die distalen Gliedma√üen, da hier am ehesten eine radikale Tumorexzision (Amputation) durchgef√ľhrt werden kann. Eine chirurgische Entfernung alleine ist dennoch meist nicht kurativ.


Quelle: Hershey AE, Sorenmo KU, Hendrick MJ, Shofer FS, Vail DM (2000): Prognosis for presumed feline vaccine-associated sarcoma after excision: 61 cases (1986-1996). In: J Am Vet Med Assoc. 2000 Jan 1;216(1):58-61.



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KLEINTIERPRAXIS

Amoxicillin-Clavulansaeure bei Hunden mit haemorrhagischer Gastroenteritis
Jahrzehntelang geh√∂rte die antibiotische Therapie oder `antibiotische Abdeckung` zur Standardtherapie der h√§morrhagischen Gastroenteritis beim Hund. Im Zeitalter zunehmender Antibiotika-Resistenzen und besser beschriebenen Antibiotika-Nebenwirkungen stellt sich nat√ľrlich die Frage, ob diese Empfehlung wirklich noch zeitgem√§√ü ist. Zumal ihre Notwendigkeit bislang bei h√§morrhagischer Gastroenteritis (HGE) ohne Sepsis noch nicht wirklich belegt worden ist. Diese neue prospektive, Placebo-kontrollierte, verblindete Studie der LMU M√ľnchen sollte pr√ľfen, ob eine Gabe von Amoxicillin-Clavulans√§ure bei HGE den klinischen Verlauf und die Resultate positiv beeinflussen kann - 60 Patienten nahmen teil.

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