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Erstmals H5N1-Infektion bei einem Hund in Thailand
Nachdem bislang weltweit bei keinem Hund eine H5N1-Infektion bekannt war, hielt man diese Spezies für wenig empfänglich, vielleicht sogar resistent. Doch auch Hunde können sich infizieren, wenn ungünstige Umstände zusammenkommen und der Infektionsdruck hoch genug ist: Das postmortal isolierte H5N1-Virus des Hundes war identisch mit dem, das zum Infektionszeitpunkt bei Tigern, Hühnern, Enten und Menschen in Thailand nachgewiesen worden war. Der Krankheitsverlauf war fulminant, die Infektion erfolgte über das Fressen toter infizierter Enten.

Der etwa ein Jahr alte Hund hatte sich bereits im Oktober 2004 über den Verzehr von toten Enten aus der Region Suphanburi in Thailand infiziert. Dort grassierte das aviäre Influenzavirus vom Typ H5N1 zu dieser Zeit.

Etwa fünf Tage danach zeigte der Hund erst eine massive Lethargie und dann hohes Fieber und Atemprobleme und binnen eines Tages den exitus letalis.

Die Obduktion ergab blutigen Nasenausfluss, Stauung in Lunge, Milz, Nieren und Leber sowie ein Lungenödem. Aus Lunge, Leber, Nieren und Urinproben wurde mittels PCR das Influenza-Virus vom Typ H5N1 isoliert.

Histopathologisch zeigten die Lunge des Hundes ein Ödem sowie eine interstitielle Pneumonie mit Entzündungszellen, die Leber fokale Nekrosen und die Nieren eine leichte Nephritis.



Quelle: Songserm T. et al. (2006): Fatal Avian Influenza A H5N1 in a Dog. In: Emerg Infect Dis, Vol. 12, No. 11, November 2006, S.1744 – 1747






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KLEINTIERPRAXIS

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