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Chirurgische Therapie eines metastasierenden Analbeuteladenokarzinoms
Auf den ersten Blick scheint bei solchen Patienten keine (chirurgische) Therapie mehr angezeigt, doch ist die Lage beim metastasierenden Adenokarzinom der Analbeutel tatsächlich so hoffnungslos? Die Chirurgie kann auch in scheinbar aussichtslosen Fällen helfen, zeigt diese neue Fallstudie an 5 Hunden!

5 Hunde mit einem metastasierenden Adenokarzinom der apokrinen Drüsen der Analbeutel (AGACA) wurden im Hinblick auf Morbidität und Überlebensrate in dieser retrospektiven Studie erneut betrachtet.

Sie waren in den Jahren 1993-2003 chirurgisch wegen eines metastasierenden AGACA behandelt und allesamt einer Lymphadenektomie unterzogen worden, mit oder ohne zusätzliches `debulking` . Ferner mußte bei allen 5 Tieren die Diagnose eines primären AGACA histopathologisch gesichert sein.

Signalment, Anamnese, klinische und klinikopathologische Befunde, Ergebnisse bildgebender Verfahren, Komplikationen bei der Operation, Zahl der Operationen, Überlebenszeit und Todesursache wurden ermittelt.

Bei allen Tieren waren ein komplettes Blutbild, Serum-Biochemie -und -Elektrolyte Thorax-Röntgen in 3 Ebenen, Röntgen- und/oder Ultraschalluntersuchung des Abdomens und histopathologische Bestätigung eines metastasierenden sowie die Mitbeteiligung der regionalen und der im kaudalen Abdomen gelegenen Lymphknoten die Einschlußkriterien.

Ergebnisse: Chirurgische Komplikationen traten nicht auf. 3 Hunde wurden euthanasiert, die mittlere Überlebenszeit lag bei 20.6 Monaten.

1 Hund lebte 19 Monate nach der Operation noch.

1 Hund wurde insgesamt 5x operiert, einmal wegen der Entfernung der Lnn. iliaci und insgesamt 4x zum `debulking` der neoplastischen Gewebe um und dorsal von den iliakalen Blutgefäßen, die bis in die Beckenhöhle reichten. Dieses Tier lebte auch 54 Monate nach der ersten Operation noch.

Demnach können Hunde mit einem AGACA, das in die iliakalen Lymphknoten metastasiert hat, durchaus nach chirurgischer Entfernung der Metastasen noch mit einer verhältnismäßig langen Überlebenszeit rechnen.

Quelle: Hobson HP, Brown MR, Rogers KS. (2006): Surgery of metastatic anal sac adenocarcinoma in five dogs. In: Vet Surg. 2006 Apr;35(3):267-70.




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KLEINTIERPRAXIS

Amoxicillin-Clavulansaeure bei Hunden mit haemorrhagischer Gastroenteritis
Jahrzehntelang gehörte die antibiotische Therapie oder `antibiotische Abdeckung` zur Standardtherapie der hämorrhagischen Gastroenteritis beim Hund. Im Zeitalter zunehmender Antibiotika-Resistenzen und besser beschriebenen Antibiotika-Nebenwirkungen stellt sich natürlich die Frage, ob diese Empfehlung wirklich noch zeitgemäß ist. Zumal ihre Notwendigkeit bislang bei hämorrhagischer Gastroenteritis (HGE) ohne Sepsis noch nicht wirklich belegt worden ist. Diese neue prospektive, Placebo-kontrollierte, verblindete Studie der LMU München sollte prüfen, ob eine Gabe von Amoxicillin-Clavulansäure bei HGE den klinischen Verlauf und die Resultate positiv beeinflussen kann - 60 Patienten nahmen teil.

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