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Thrombozytopenie als Schl
Babesiose wird auch in Deutschland zunehmend häufiger diagnostiziert. Eine auch in der Praxis schnell durchzuführende Untersuchung liefert zumindest bei den untersuchten südafrikanischen Tieren einen ausgesprochen diagnostischen Befund: von den untersuchten 1162 Hunden mit Babesiose zeigten 99% eine Thrombozytenzahl unter dem Referenzbereich, und ohne Thrombopenie, so die Schlußfolgerung, ist eine Babesiose unwahrscheinlich. Eine lesenswerte Studie auch für Nicht-Südafrikaner!

Daß Babesiose beim Hund häufig zu einer Thrombozytopenie führt, ist zwar bekannt, aber nur in wenigen Untersuchungen systematisch verfolgt worden.


Die Thrombozytenzahlen in den Jahren 1996-2002 sowie das MPV wurden retrospektiv bei 1162 Hunden mit Babesiose und in der gleichen Zeit untersuchten 10 808 Hunden ohne Babesiose verglichen.

Die mittlere Thrombozytenzahl lag bei den Tieren mit Babesiose bei 14 x 10(9)/l und bei 282 x 10(9)/l bei denen ohne Babesiose. Der Unterschied zwischen beiden Gruppen war somit statistisch signifikant.

99% der Tiere aus der Babesiose-Gruppe zeigten Thrombozytenzahlen unter dem unteren Normalbereich (250 x 10(9)/l) und bei 62% lagen die Werte sogar unter 25 x 10(9)/l.

Das MPV (mean platelet volume) lag mit 11.1 fl in der Babesiose-Gruppe über dem Normalbereich (6-10 fl) und signifikant über dem der Nicht-Babesiose-Gruppe (median 9.7 fl).

Thrombozytenzahlen über 110 und 250 x 10(9)/l hatten ein `predictive value` von 99.3% bzw. 99.8%, daß der Hund nicht an Babesiose litt.

Es gab eine statistisch signifikante Korrelation zwischen den Thrombozytenzahlen der Hunde mit Babesiose und den Parasitämie-Werten.

Der Mechanismus, der letztlich zur Thrombozytopenie führt, ist noch nicht vollständig bekannt, es gibt verschiedene Hypothesen.

Gerade in Gegenden wie Südafrika, in denen Babesiose in der Hundepopulation weit verbreitet ist, ist es wichtig zu wissen, daß die Erkrankung bei praktisch allen Patienten mit einer Thrombozytopenie verbunden ist, bei den meisten mit einer hochgradigen. Besteht keine Thrombopenie, ist hier eine Babesiose unwahrscheinlich.





Quelle: Kettner F, Reyers F, Miller D. (2003): Thrombocytopaenia in canine babesiosis and its clinical usefulness. In: J S Afr Vet Assoc. 2003 Sep;74(3):63-8.



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KLEINTIERPRAXIS

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Eine hochinteressante Entdeckung wurde jüngst publiziert, die möglicherweise in der Krebstherapie beim Hund künftig eine Rolle spielen könnte: Sulforaphane (SFN) ist ein natürlich vorkommendes Isothiozynat aus dem Vorläufer Glucoraphanin (GFN), den manche Kreuzkräuter wie Broccoli produzieren. SFN kann über verschiedene Mechanismen Tumorwachstum supprimieren, beispielsweise über die Hemmung der Histon-Deacetylasen. 10 gesunden Hunden wurde in dieser Studie eine Dosis Broccoli-Supplement oral verabreicht und dann die genaue Absorption von SFN verfolgt. Hochinteressant!

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