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Einflu
Eine wirklich praxisrelevante Studie aus Griechenland wurde gerade publiziert: Sie besch√§ftigt sich mit der Frage, inwieweit Art und Zeitpunkt einer F√ľtterung vor einer An√§sthesie beim Hund den Mageninhalt beeinflussen. Eine Frage, die sich gerade bei nicht-planbaren Not-Operationen nicht selten stellt, aber auch in der `normalen` Praxis, wenn eine An√§sthesie sinnvoll, der Patient aber nicht n√ľchtern ist.

9 weibliche und 6 männliche Mischlingshunde im Alter von 1-4 Jahren und mit einem Gewicht von 10-24,5 kg wurden in diese randomisierte prospektive Crossover-Studie aufgenommen.

Jeder der Hunde erhielt in randomisierter Reihenfolge dieselben 7 Behandlungen: 3 Stunden vor der Anästhesie Trockenfutter (treatment 3D), Naßfutter (halbe Tagesration) 3 Stunden vor der Anästhesie (treatment 3C), Kuhmilch mit einem Fettgehalt von 0% 3 Stunden vor der Anästhesie (treatment 3M), Trockenfutter 10 Stunden vor der Anästhesie (treatment 10D), Naßfutter 10 Stunden vor der Anästhesie treatment 10C), Naßfutter mit niedrigem Fettgehalt 10 Stunden vor der Anästhesie (treatment 10F) und Naßfutter mit niedrigem Proteingehalt 10 Stunden vor der Anästhesie (treatment 10P).

Alle Tiere wurden jeweils mit Propionylpromazin prämediziert und die Anästhesie mit Thiopental induziert und mit Halothan aufrechterhalten.

Der Mageninhalt wurde mit einer Magensonde aspiriert und Menge und pH-Wert bestimmt.

Bei Treatment 10F wurde ein signifikant niedrigerer pH-Wert gemessen als bei allen 3 Stunden-Behandlungen.

Die Treatments 10D und 10P f√ľhrten gleichfalls zu signifikant niedrigeren pH-Werten als 3D und 3C. Treatment 3M ergab einen signifikant niedrigeren pH-Wert als die √ľbrigen 3 Stunden-Behandlungen. Nach Treatment 3D wurde ein signifikant h√∂heres Maenvolumen gemessen als nach den treatments 3M, 10C, 10F und 10P.

Die Gabe von Na√üfutter in der halben Tagesration 3 Stunden vor der An√§sthesie steigert nicht signifikant das Magenvolumen verglichen mit den √ľbrigen F√ľtterungsregimen.

Auch der pH-Wert war hoch.

F√ľttert man nach diesem Schema bis zu 3 Stunden vor Induktion der An√§sthesie, kann man das Risiko eines gastro√∂sophagealen Reflux w√§hrend der An√§sthesie beim Hund wohl reduzieren.

Quelle: Ioannis Savvas, Timoleon Rallis, Dimitris Raptopoulos (2009): The effect of pre-anaesthetic fasting time and type of food on gastric content volume and acidity in dogs. In: Veterinary Anaesthesia and Analgesia
Volume 36 Issue 6, Pages 539 - 546
Published Online: 15 Oct 2009



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KLEINTIERPRAXIS

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