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`Sandkolik` beim Hund - gibt
Die meisten Tierärzte würden auf diese Frage vermutlich mit `nein` antworten, sind doch Koliken bis hin zum Ileus hervorgerufen durch Sand bei Pferden zwar bestens bekannt, bei Hunden aber noch nie beschrieben. Doch was passiert, wenn Hunde - aus welchen Gründen - zu viel Sand aufnehmen? Sedimentiert er auch im Darm? Eine überraschende Untersuchung aus West-Australien.

Insgesamt acht Hunde werden beschrieben, bei denen aufgrund ihrer Röntgenbefunde eine Verstopfung des Dünndarms durch Sand diagnostiziert wurde.

Alle acht Tiere wurden mit Vomitus vorgestellt, zudem zeigten welche Anorexie, Lethargie und Bauchschmerzen.

Mittels Röntgenuntersuchung wurde das Vorhandensein von radioopakem Material, das Sand-artige Struktur zeigte, bestätigt.

Dieses führte bei allen Tieren zu einer Verlegung des terminalen Dünndarmbereichs.

Vier Hunde wurden chirurgisch, die übrigen vier konservativ therapiert. Sieben der acht Hunde überlebten.

Mit einem Dünndarmverschluß durch Sand muß offensichtlich auch bei der Spezies Hund gerechnet werden. Er kann, konservativ oder chirurgisch, mit guter Prognose therapiert werden.



Quelle: A. D. Moles, A. McGhite, O. R. Schaaf, R. Read (2010): Sand impaction of the small intestine in eight dogs. In: Journal of Small Animal Practice, Volume 51 Issue 1, Pages 29 - 33
Published Online: 24 Dec 2009



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KLEINTIERPRAXIS

Broccoli in der Tumortherapie beim Hund - eine neue Option?
Eine hochinteressante Entdeckung wurde jüngst publiziert, die möglicherweise in der Krebstherapie beim Hund künftig eine Rolle spielen könnte: Sulforaphane (SFN) ist ein natürlich vorkommendes Isothiozynat aus dem Vorläufer Glucoraphanin (GFN), den manche Kreuzkräuter wie Broccoli produzieren. SFN kann über verschiedene Mechanismen Tumorwachstum supprimieren, beispielsweise über die Hemmung der Histon-Deacetylasen. 10 gesunden Hunden wurde in dieser Studie eine Dosis Broccoli-Supplement oral verabreicht und dann die genaue Absorption von SFN verfolgt. Hochinteressant!

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