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Prednison plus Metronidazol versus Prednison bei caniner IBD
Die canine inflammatory bowel disease (IBD) wird zunehmend h√§ufiger diagnostiziert, √§hnlich wie ihr `Gegenst√ľck` in der Humanmedizin auch. Die derzeit g√§ngigste Therapie besteht in der Kombination aus Prednison und Metronidazol zumindest in der induktionsphase, doch interessanterweise gibt es keine Studien dar√ľber, ob diese Kombination einer Prednison-Monotherapie √ľberlegen ist und ob ein Therapieerfolg auch mit einem Absinken des canine IBD activity index (CIBDAI) und des C-reaktiven Proteins (CRP) assoziiert ist. Eine hochinteressante Untersuchung aus Texas!

Insgesamt 54 Hunde mit unterschiedlich stark ausgepr√§gter IBD wurden in die Studie aufgenommen und randomisiert entweder mit oralem Prednison (1 mg/kg; n = 25) oder Prednison plus Metronidazol (10 mg/kg; n = 29) 2x t√§glich √ľber 3 Wochen therapiert. Die klinischen (CIBDAI) scores und die CRP-Werte wurden bei der Diagnosestellung sowie nach 21 Tagen Therapie verglichen. Als Erfolg wurde eine Remission am Tag 21 mit mindestens 75%iger Reduktion des CIBDAI scores angesehen.

Es gab keine Unterschiede in beiden Gruppen bez√ľglich der Remissionsraten (in beiden Gruppen √ľber 80%); die CRP-Werte waren bei den Prednisontherapierten Tieren erh√∂ht, wenn die Erkrankung noch aktiv war, fielen aber trotzdem im Vergleich zum Ausgangswert ab.

Eine √úbereinstimmung zwischen CIBDAI und CRP gab es bei 42 von 54 Hunden (78%), lediglich bei 8 Tieren (15%) wichen die Resultate voneinander ab.

Zue Induktionstherapie der caninen IBD hat sich die Prednisonmonotherapie als ebenso wirksam erwiesen wie seine Kombination mit Metronidazol. CRP erwies sich als in den allermeisten Fällen geeigneter Kontrollparameter unter der Therapie.



Quelle: A.E. Jergens, et al (2010): Comparison of Oral Prednisone and Prednisone Combined with Metronidazole for Induction Therapy of Canine Inflammatory Bowel Disease: A Randomized-Controlled Trial. In: Journal of Veterinary Internal Medicine
Volume 24 Issue 2, Pages 269 - 277
Published Online: 30 Dec 2009



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KLEINTIERPRAXIS

Amoxicillin-Clavulansaeure bei Hunden mit haemorrhagischer Gastroenteritis
Jahrzehntelang geh√∂rte die antibiotische Therapie oder `antibiotische Abdeckung` zur Standardtherapie der h√§morrhagischen Gastroenteritis beim Hund. Im Zeitalter zunehmender Antibiotika-Resistenzen und besser beschriebenen Antibiotika-Nebenwirkungen stellt sich nat√ľrlich die Frage, ob diese Empfehlung wirklich noch zeitgem√§√ü ist. Zumal ihre Notwendigkeit bislang bei h√§morrhagischer Gastroenteritis (HGE) ohne Sepsis noch nicht wirklich belegt worden ist. Diese neue prospektive, Placebo-kontrollierte, verblindete Studie der LMU M√ľnchen sollte pr√ľfen, ob eine Gabe von Amoxicillin-Clavulans√§ure bei HGE den klinischen Verlauf und die Resultate positiv beeinflussen kann - 60 Patienten nahmen teil.

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