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Resistenzlage von Tritrichomonas foetus bei Katzen
Die Substanzgruppe der 5-Nitroimidazole stellt derzeit die wirksamste bei Katzen mit klinisch relevanten Trichomonas-Infektionen dar. Unglücklicherweise gibt es gar nicht so selten Resistenzen gegenüber Metronidazol, Tinidazol ist bei der Eradikation des Erregers nicht wirksam genug. Wie sieht es mit Ronidazol aus? Das prüfte diese gerade online publizierte Studie in vivo und in vitro!

2 unkastrierte Abessinierkater wurden mehr als 5x mit Behandlungszyklen von immer höheren Dosen von 5-Nitroimidazolen behandelt, ein Kater wurde nach einem einmaligen Therapiezyklus mit Ronidazol geheilt.

T. foetus-Isolate wurden aus dem Kot angezüchtet und dann in vitro auf ihre Empfindlichkeit gegenüber Ronidazol in aeroben und anaeroben Kulturen getestet. Ein urogenitaler Nidus des Erregers wurde kulturell mit Kultur, PCR oder Immunhistochemie nachgewiesen.

Bei den Katzen, die auf eine Ronidazol-Therapie nicht ansprachen, wurde aerob auch eine Resistenz des Erregers gegenüber dieser Substanz nachgewiesen. Eine Reinfektion als mögliche Ursache konnte ebenso ausgeschlossen sein wie ein inadäquates Behandlungsprotokoll und ein urogenitaler Infektionsherd.

Die Situation bei Katzen mit T. foetus-Infektionen sieht demnach nicht besonders rosig aus: klinische Resistenz gegenüber Metronidazol, eingeschränkte Wirksamkeit von Tinidazol und in vivo- und in vitro- Resistenzen gegenüber Ronidazol bei manchen Katzen. Eingehende Suche nach Behandlungsalternativen zu den 5-Nitroimidazolen ist dringend erforderlich!





Quelle: J.L. Gookin, S.H. Stauffer, D. Dybas, D.H. Cannon (2010): Documentation of In Vivo and In Vitro Aerobic Resistance of Feline Tritrichomonas foetus Isolates to Ronidazole. In:
Journal of Veterinary Internal Medicine
Early View (Articles online in advance of print)
Published Online: 17 May 2010



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KLEINTIERPRAXIS

Broccoli in der Tumortherapie beim Hund - eine neue Option?
Eine hochinteressante Entdeckung wurde jüngst publiziert, die möglicherweise in der Krebstherapie beim Hund künftig eine Rolle spielen könnte: Sulforaphane (SFN) ist ein natürlich vorkommendes Isothiozynat aus dem Vorläufer Glucoraphanin (GFN), den manche Kreuzkräuter wie Broccoli produzieren. SFN kann über verschiedene Mechanismen Tumorwachstum supprimieren, beispielsweise über die Hemmung der Histon-Deacetylasen. 10 gesunden Hunden wurde in dieser Studie eine Dosis Broccoli-Supplement oral verabreicht und dann die genaue Absorption von SFN verfolgt. Hochinteressant!

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